Der Fragebogen liegt der Aargauer Zeitung vor. Daraus geht hervor, dass die Teilnehmenden (Absender) anzugeben haben, in welcher Rolle sie sich an der Umfrage beteiligen: Privatperson, Unternehmer, Grundeigentümer oder Sonstige. Persönliche Angaben sind auch wichtig, um eine aussagekräftige Auswertung zu erhalten. Dabei legt der Gemeinderat Gipf-Oberfrick Wert darauf, dass die Angaben vertraulich behandelt werden und anonym bleiben.

Strategie der Dorfentwicklung

Die Gemeindeversammlung hat im November 2013 einem Kredit von 350 000 Franken für die Revision der Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland zugestimmt. Es ist ein schrittweises Vorgehen geplant. Zuerst sollen die Ziele und Strategien der zukünftigen Dorfentwicklung definiert werden. Danach wird mit der eigentlichen Revision der Ortsplanung (Bau- und Nutzungsordnung, Bauzonenplan und Kulturlandplan) begonnen.

Teilnahme ab Alter 16

Als Grundlage für die Ortsplanung möchte der Gemeinderat mit einer Umfrage die Bevölkerung zur heutigen Situation und zur zukünftigen Entwicklung der Gemeinde befragen. Alle Einwohnerinnen und Einwohner ab dem 16. Altersjahr sind eingeladen, sich an der Umfrage zu beteiligen und ihre Vorstellungen und Ideen einzubringen.

«Mit den aus der Befragung gewonnenen Erkenntnissen lassen sich Planungsgrundlagen erstellen, die den effektiven Bedürfnissen der verschiedenen Akteure in der Gemeinde entsprechen und deshalb breiter abgestützt sind. Zudem wird ein Dialog gestartet, der während des ganzen Planungsprozesses immer wieder geführt werden soll», so der Gemeinderat.

Der Fragebogen wird in den nächsten Tagen per Brief versandt. Abgabefrist ist der 14. September. «Die Behörde ist um jede Rückmeldung und Meinungsäusserung froh – im Interesse der Dorfzukunft.»

40 Fragen an die Bevölkerung

Unter dem Titel «Übergeordnete Rahmenbedingungen» lautet Frage 1 von insgesamt 40 Fragen: «Welche Funktion soll Gipf-Oberfrick im Fricktal in erster Linie ausüben»? Mögliche Antworten, die angekreuzt werden können: «Wohnstandort, Arbeitsplatzstandort, Wohn- und Arbeitsplatzstandort». Dann wird es konkret, was die Beziehung zu den Nachbarn anbelangt, denn Frage 2 heisst: «Können Sie sich in den nächsten 5 bis 10 Jahren eine Fusion mit einer Nachbargemeinde vorstellen und wenn ja, mit welcher?»

Es folgen Fragen nach der Lebensqualität, der Zufriedenheit mit den Lebensbedingungen sowie den Angeboten und Dienstleistungen im Dorf. Der Gemeinderat möchte wissen, was den Leuten besonders gut gefällt, was sie am meisten stört und wo die Gemeinde aktiver werden soll. Unter anderem sollen natürlich Schwerpunkte zur Ortsplanung in der Siedlung und im Kulturland gemacht werden.