Möhlin
«Grosse Herausforderung»: Désirée Stutz tritt Fredy Bönis Nachfolge an

Mit 2501 Stimmen schafft die Rechtsanwältin aus Möhlin die Wahl in den Grossen Rat. Dort tritt sie die Nachfolge von SVP-Parteikollege Fredy Böni an. Stutz weiss: «Ich habe grosse Fussstapfen zu füllen.»

Nadine Böni
Merken
Drucken
Teilen
Die SVP-Grossräte des Bezirks Rheinfelden: v.l. Kathrin Hasler, Daniel Vulliamy und Désirée Stutz.

Die SVP-Grossräte des Bezirks Rheinfelden: v.l. Kathrin Hasler, Daniel Vulliamy und Désirée Stutz.

Nadine Böni

Das regnerische Wetter will an diesem Sonntagnachmittag nicht so recht zur Laune bei der SVP passen. Mitglieder und Unterstützer der Bezirkspartei Rheinfelden haben sich im Reitzentrum Burstel in Möhlin versammelt und nehmen mit Freude die Resultate aus Aarau entgegen.

Auch wenn die SVP des Bezirks insgeheim einen vierten Sitz angestrebt, aber am Ende verpasst hat – «mit dem Zuwachs von rund 2,2 Prozent beim Wähleranteil können wir mehr als gut leben», sagt alt Grossrat Fredy Böni. «Auf diesem Niveau ist das ein hervorragendes Ergebnis.»

Im Mittelpunkt der Freude steht Désirée Stutz. Die 34-Jährige schafft neben den beiden bisherigen Kathrin Hasler (Hellikon) und Daniel Vulliamy (Rheinfelden) die Wahl in den Grossen Rat. «Wir haben lange und hart auf dieses Ziel hingearbeitet. Entsprechend gross ist nun die Erleichterung», so Stutz Minuten nach Bekanntwerden der definitiven Resultate.

Vulliamy, Präsident der Bezirkspartei, lobte explizit das «gute Ergebnis» der neuen Grossrätin. Sie schaffte 2501 Stimmen und lag damit nah an Vulliamy (2866) und Hasler (2680).

SVP: Daniel Vulliamy, Rheinfelden (bisher)
10 Bilder
SVP: Kathrin Hasler, Hellikon (bisher)
SVP: Désirée Stutz, Möhlin
FDP: Bernhard Scholl, Möhlin (bisher)
FDP: Franco Mazzi, Rheinfelden (bisher)
SP: Peter Koller, Rheinfelden (bisher)
SP: Claudia Rohrer, Rheinfelden
CVP: Alfons Paul Kaufmann, Wallbach
Grüne: Andreas Fischer Bargetzi, Möhlin (bisher)
GLP: Roland Agustoni, Rheinfelden (bisher)

SVP: Daniel Vulliamy, Rheinfelden (bisher)

Zur Verfügung gestellt

Rückendeckung von Fredy Böni

Die Rechtsanwältin aus Möhlin tritt im Grossen Rat die Nachfolge von Fredy Böni an. Eine Herausforderung, nicht nur wegen der Aufgaben im neuen Amt: «Ich habe grosse Fusstapfen zu füllen», sagt Stutz mit Blick auf die langjährige politische Karriere Bönis in Aarau.

Der Möhliner Gemeindeammann sass insgesamt 20 Jahre lang im Grossen Rat und setzte sich für die Anliegen des Fricktals und seiner Gemeinde ein. «Es wird eine Herausforderung, in seine Fussstapfen zu treten. Ich werde mein Bestes geben, dies möglichst bald möglichst gut zu schaffen», sagte Stutz.

Vom abtretenden Fredy Böni erhält sie dabei volle Rückendeckung. «Ich freue mich ganz besonders für sie. Sie hat in den vergangenen Monaten und Jahren gute Arbeit geleistet», so Böni. «Abzutreten ist einfacher im Wissen, dass das Amt in gute Hände kommt.»

Wichtig für die Gemeinde

Schön sei es ausserdem, dass eine Möhlinerin seine Nachfolge antrete, sagt Böni. Mit Bernhard Scholl (FDP), Andreas Fischer Bargetzi (Grüne) und Désirée Stutz ist Möhlin neu mit drei Grossräten in Aarau vertreten. Stutz lebt seit 22 Jahren im Dorf und ist Mitglied der Finanz- und Geschäftsprüfungskommission.

«Für eine Gemeinde wie Möhlin ist es wichtig, einen direkten Draht nach Aarau zu haben», sagt Böni. Er sieht einen Vorteil darin, wenn Informationen aus dem Grossen Rat direkt in die Arbeit des Gemeinderats einfliessen und umgekehrt. Ein Ziel ist es deshalb, dass der Gemeinderat künftig ein enges Verhältnis zur neuen Grossrätin pflegt. «Die Bedeutung dieses Informationsflusses ist nicht zu unterschätzen», sagt Böni.

Für Stutz ist die Wahl der bisherige Höhepunkt ihrer politischen Karriere. Mit 18 Jahren trat sie der SVP bei. Von 2006 bis 2010 und nun wieder seit 2014 ist sie im Vorstand der Bezirkspartei. Dass sie nun als deren Vertretung nach Aarau darf, sei «einerseits eine Herausforderung und andererseits eine grosse Ehre», wie sie sagte.