Marco Boss, Gratulation zum 4:1-Sieg im Cup-Halbfinal gegen Suhr. Wie gross war die Erleichterung, dass es im dritten Anlauf mit der Finalqualifikation geklappt hat?

Marco Boss: Die Erleichterung war riesig. Nach zwei Halbfinalniederlagen in den letzten beiden Jahren wollten wir diesmal unbedingt in den Final. Drei Mal in Folge im Halbfinal zu scheitern, wäre extrem bitter gewesen. Umso glücklicher sind wir, dass es jetzt geklappt hat. Dass wir den Final erreicht haben, obwohl wir jedes Spiel auswärts bestreiten mussten, macht den Erfolg noch etwas spezieller.

Gegen Suhr hat der FC Frick bereits nach elf Minuten mit 2:0 geführt. Wie war dieser Blitzstart möglich?

Der Trainer hat uns gesagt, dass wir von Anfang an Druck machen müssen. Wir wussten, dass es für Suhr sehr schwierig wird, wenn wir das erste Tor machen und dann gleich noch nachlegen können. Wir waren daher schon in der Matchvorbereitung sehr fokussiert und konzentriert. Das war entscheidend.

Mit einer komfortablen 3:0-Führung ging es in die Pause. War die Partie zur Halbzeit schon entschieden?

3:0 ist ein beruhigender Vorsprung, aber im Fussball kann es sehr schnell gehen. Wir mussten konzentriert weiterspielen, denn das 3:0 war noch keine Vorentscheidung. In der zweiten Hälfte war es dann kein grosses Spiel mehr. Wir mussten nicht mehr viel machen und Suhr konnte nicht mehr. So haben wir den Sieg dank einer tollen Teamleistung gekonnt nach Hause geschaukelt.

Jetzt steht der FC Frick zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte im Aargauer Cupfinal. Was bedeutet das für die Mannschaft?

Den Final zu erreichen, ist gut und recht, aber jetzt wollen wir den Pott! Das Finalspiel in Muri wird ein Riesenhighlight für uns. Vor einer solchen Kulisse werden wir wohl nie mehr spielen. Und dank der Cupfinalqualifikation haben wir dieses Jahr auch einen ziemlich guten Grund, um beim traditionellen Auffahrtsturnier des FC Frick für einmal nicht mithelfen zu müssen (lacht).

Sollte es mit dem Titel klappen, winkt die erstmalige Teilnahme an der ersten Hauptrunde des Schweizer Cups.

Richtig, das wäre natürlich auch etwas ganz Besonderes. Vor allem wenn wir das grosse Los ziehen und gegen ein Challenge League oder gar ein Super-League-Team spielen dürften. Das wäre ein einmaliges Erlebnis.