Mumpf
Grosse Gefahr nach dem Sturm: Bäume fallen auf Schulweg

Wegen des Sturm sind in Mumpf schon einige Bäume auf den Schulweg gefallen. Die Schüler fühlen sich nicht wohl auf dem Schulweg. Die Gemeinde hat Situation zur Kenntnis genommen und klärt nötige Massnahmen ab.

Walter Christen
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Auf dem Kapfweg in Mumpf mussten die Schüler einem umgestürzten Baum ausweichen. zvg

Auf dem Kapfweg in Mumpf mussten die Schüler einem umgestürzten Baum ausweichen. zvg

Der Herbststurm diese Woche hat in Mumpf Spuren hinterlassen. Ein paar Bäume am Kapfweg vermochten der Kraft des Windes nicht zu widerstehen – sie fielen auf den Schulweg. Personen kamen zum Glück nicht zu Schaden. Doch es bleibt ein mulmiges Gefühl bei all jenen, die diesen Weg regelmässig unter die Füsse nehmen.

Das sind vor allem viele Schülerinnen und Schüler, die den Weg zwischen der Schulanlage Kapf und der Bushaltestelle Ankengasse benützen. Sie mussten selbst gestern Donnerstagmorgen noch zwischen Ästen hindurchschlüpfen und über Baumstämme steigen, wie von einer Gruppe Schülerinnen zu erfahren war. «Wir hoffen, dass uns ja kein Baum auf den Kopf fällt, sonst gute Nacht», sagte eines der Mädchen. «Aber zum Schulhaus hinauf werden wir auch künftig diesen Weg wählen.»

Bäume auf privatem Grund

Die Gemeinde hat schon vor dem jüngsten Vorfall Meldungen von umgestürzten Bäumen im Bereich des Kapfweges erhalten, wie die Aargauer Zeitung von Gemeindeschreiber Reto Hofer erfuhr. «Das betreffende Land gehört nicht der Gemeinde. Die Bäume stehen auf privatem Grund, weshalb wir sie nicht einfach entfernen lassen können. Wir haben das Problem erkannt und ein Auge darauf, schliesslich handelt es sich um eine viel begangene Wegverbindung. Es ist deshalb abzuklären, welche Massnahmen getroffen werden können.»

Es ist am einfachsten, wenn sich die Gemeinde mit dem Landeigentümer, der gestern Donnerstag für die Aargauer Zeitung nicht erreichbar war, in Verbindung setzt und gemeinsam eine mögliche Lösung angestrebt wird.

Wer trägt die Verantwortung?

Im Falle des Kapfweges in Mumpf geht es um die Sicherheit der Fussgänger. Es stellt sich die Frage, ob es sich beim betreffenden Geländeabschnitt um Wald handelt und wer die Verantwortung bei einem Unfall trägt.

Der für Mumpf zuständige Revierförster Urs Jakober vom Forstbetrieb Zeinigerberg-Looberg in Zeiningen hielt auf Anfrage fest: «Eine Waldbewirtschaftungspflicht besteht nicht. Aber auch ein privater Baum- beziehungsweise Waldbesitzer muss wissen, dass er nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten hat. Und wenn sich ein Unfall ereignet, ist der Grundbesitzer verantwortlich.»

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