Um 2 Uhr morgens ging bei der Feuerwehr der Brandalarm ein. Im Industriegebäude an der Hauptstrasse 2 in der 1500-Einwohner-Gemeinde Herznach war ein Brand ausgebrochen. Als die Einsatzkräfte wenig später vor Ort eintrafen, standen die oberen zwei Stockwerke bereits in Vollbrand. 

Die Feuerwehr stiess im Gebäude auf eine tote Frau. Es handelt sich um eine Angestellte der Firma «Spyk Bänder», die ihren Sitz im Gebäude hat. «Erste Hinweise deuten darauf hin, dass der Brand mutwillig durch eine Angestellte gelegt wurde und diese so Suizid begangen hat», schreibt die Kantonspolizei in einer Mitteilung vom Montagmorgen. 

Tote in abgebranntem Fabrikgebäude

Mitten in der Nacht: Löscharbeiten in Herznach.

  

Das Feuer brach in den Büroräumen im zweiten Stock des Fabrikgebäudes in der 1500-Einwohner-Gemeinde Herznach aus. Bis zu 110 Einsatzkräfte der Feuerwehren Herznach-Ueken, Densbüren-Asp, Oberes Fricktal sowie der Stützpunktfeuerwehr Frick standen im Einsatz. 

Kampf gegen Glutnester

Die Feuerwehr ist nach wie vor im Einsatz. Aktuell sind die Einsatzkräfte daran, das Dachgeschoss mit Hilfe eines Baggers abzureissen. Zudem kämpfen sie gegen Glutnester. "Die Löscharbeiten dürften noch bis abends andauern", sagte Feuerwehr-Einsatzleiter Christoph Reimann der AZ. Die Kantonsstrasse zwischen Küttigen und Herznach ist (bis auf weiteres) gesperrt. 

Laut Reimann war für die Feuerwehr bei ihrem nächtlichen Einsatz die grosse Herausforderung zu verhindern, dass das Feuer auf die Nachbargebäude zu beiden Seiten übergreift. Das ist gelungen. 

Herznach: Grossbrand in Fabrikgebäude – Feuerwehr findet tote Angestellte

Löscharbeiten an dem halb ausgebrannten Fabrikgebäude am Montagmorgen.

Eine Herausforderung stellen die hohen Temperaturen im brennenden Gebäude dar. Die Einsatzkräfte, die im Gebäude im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss gegen die Flammen kämpften, mit Atemschutzmasken samt Sauerstoffversorgung ausgerüstet, mussten alle 20 bis 30 Minuten abgelöst werden. 

Der Brandgeruch lag nicht nur im Dorf, sondern bis nach Frick in der Luft. Reimann schliesst aber eine Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung aus. Am Brandort seien keine entsprechenden Chemikalien gefunden worden. 

Grossbrand in Herznacher Geschenkbandfabrik fordert ein Todesopfer

Grossbrand in Herznacher Geschenkbandfabrik fordert ein Todesopfer

Laut Polizei deute vieles darauf hin, dass eine Mitarbeiterin der Geschenkbandfabrik den Brand legte und so Suizid beging.

Bei der «Spyk Bänder» handelt es sich um einen Bandproduzenten mit mehr als 100 Jahren Erfahrung, wie das Unternehmen auf seiner Webseite schreibt. Es produziert und handelt mit hochwertigen Geschenk- und Deko-Bändern, Geschenkpapieren Geschenkverpackungen. (dka/pz)

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Die Polizeibilder vom August: