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Grill Challenge: So spektakulär sind die Videos dieser beiden Feuerwehren

Die Videos sind teilweise spektakulär – wie jenes von Rheinfelden.

Die Videos sind teilweise spektakulär – wie jenes von Rheinfelden.

Die Feuerwehren von Rheinfelden und Augst/Kaiseraugst haben die «Cold Water Grill Challenge» angenommen – ein Internet-Trend, bei dem sich Feuerwehren aus der ganzen Schweiz gegenseitig zum Grillieren im Wasser herausfordern. Ihre Videos lassen sich sehen.

«Feuer-Man» steht auf einem der Hochhäuser in der Liebrüti, einen verspiegelten Helm auf dem Kopf und ein rotes Cape mit einem dicken schwarzen «F» darauf über den Schultern – ein echter Superheld. In der Ferne entdeckt er einen Brand und schlägt sofort Alarm. Es ist dies die erste Szene eines Videos, das die Feuerwehr Augst/Kaiseraugst vor einigen Tagen auf die Video-Plattform Youtube hochgeladen hat.

«Cold Water Grill Challenge» 2018 der Feuerwehr Augst-Kaisaeraugst

Dahinter steckt die sogenannte «Cold Water Grill Challenge» – ein Internet-Trend, bei dem sich Feuerwehren aus der ganzen Schweiz gegenseitig zum Grillieren im Wasser herausfordern. Hat eine Feuerwehr die Challenge erfüllt, darf sie drei weitere nominieren. Wer die Aufgabe nicht erfüllt, schuldet den Herausforderern 50 Liter Bier.

Der Trend macht in Deutschland schon seit längerem die Runde. Jetzt ist er in der Region angekommen. Unter anderem hat auch die Feuerwehr Rheinfelden ein aufwendig produziertes Video hochgeladen. Darin spritzt etwa ein Feuerwehr-Mann vom Turm der Feldschlösschen-Brauerei.

Spenden statt Bier

Er sei zunächst etwas skeptisch gewesen, als ihn die Nomination von der Feuerwehr Buus/Maisprach erreicht habe, gibt Marc Leber, Kommandant der Feuerwehr Rheinfelden, zu. Auch Andreas Brodbeck spricht von einer «gewissen Vorsicht» gegenüber der Aktion. Schliesslich gehe es um das Image der Feuerwehr. Die Begeisterung innerhalb der Truppe hat die beiden Kommandanten dann aber überzeugt. In beiden Korps gab es sofort mehrere Freiwillige, die mitmachen wollten.

«Cold Water Grill Challenge» 2018 der Feuerwehr Rheinfelden

Die Kommandanten gaben den Filmteams klare Anweisungen. Der Aufwand etwa wurde nicht besoldet und ein Einsatz im Ernstfall sollte jederzeit gewährleistet sein. Auf die Bier-Komponente in der Challenge haben ausserdem beide Korps verzichtet. In den Videos wird nur Alkoholfreies gekauft und getrunken. Und statt der 50 Liter Bier forderten sie eine Spende an die Jugendfeuerwehr, sollte die Aufgabe nicht erfüllt werden.

Spass und Zusammenhalt

Schon bei den Dreharbeiten sprang der Funke dann auch auf die Kommandanten über. «Ich wurde bei meinen Szenen wie ein Filmstar behandelt», erzählt Marc Leber lachend. «Es hat Spass gemacht.» Das sei einer der Hauptgründe für die Teilnahme gewesen. «Wir haben eine ernste Aufgabe und viele Übungen – da soll nebenbei auch der Spass nicht zu kurz kommen.»

Das sieht auch Andreas Brodbeck so. Darüber hinaus habe die Aktion den Zusammenhalt in der Truppe gestärkt. «Es war eine Herausforderung, den Film innerhalb weniger Tage zu realisieren. Ich bin stolz auf das, was wir geschafft haben.» Etwas fürs Image wurde wohl auch getan: Während der Dreharbeiten sei es zu vielen Begegnungen mit der Bevölkerung gekommen. Oder mit Menschen, die spontan mithalfen und eine Location zum Filmen zur Verfügung stellten. «Da haben wir den grossen Rückhalt der Feuerwehr gespürt», sagt Brodbeck und verspricht: Eine Spende an die Jugendfeuerwehr wird es trotz erfüllter Challenge geben.

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