Fasnachtswetter, wie es sich Narren und Schaulustige nur wünschen, gab es gestern am 31. grenzüberschreitenden Umzug, als Cliquen und Musikanten durch beide Rheinfelden zogen und nicht mit Musik, Süssigkeiten und Konfetti geizten. Ein farbenprächtiges Bild gaben die fast einhundert Formationen auf ihrem Weg vom Obertor über die alte Rheinbrücke bis zum badischen Rathaus ab.

Ein in bewährter Manier mit vielen Schrägtönern angereicherter närrischer Lindwurm bewegte sich im Schritttempo dahin. Fasnachtsgesellschaft Rheinfelden (FGR) und die Leute von der badischen Narrenzunft genossen den Höhepunkt ihrer diesjährigen Kampagne und zeigten sich begeistert über die Tatsache, dass stattliche Schweizer Delegationen das fröhliche Treiben belebten.

Wenig Publikum

Angesichts der riesigen Anstrengung der Obernarren wäre es schön gewesen, wenn sich noch mehr Publikum am Wegesrand gezeigt hätte. In mühevoller Kleinarbeit waren in den vergangenen Wochen sieben Sujetwagen entstanden. Die Eulen aus Degerfelden nahmen sich des Themas an, «Ich bin defür, dass mir degege sin», und meinten damit das Gerangel um den Abriss vom alten Kraftwerk und Eisensteg.

Mit im fasnächtlichen Rudel befanden sich die Grüttgrabe-Geischter mit ihrem Sujet «Eiszeit», die Rumpelstilze, Rambazamba-Wyber, Rhy-Waggis (mit Wagen), Guggemusig Gasseschränzer Rhyfälde und die neue Formation Spitzbuebe Ryfälde. Die Pelzchappni- Gugge (Sevelen/SG), die Frauengugge Bebbi Gumsle und die Zwäsi-Gugge (Brugg), die Aerdwyblischränzer (Thürnen/BL), die Guggamusig Quellnögg (Bad Ragaz/SG) und die Sompfguugger Seengen (AG) als Gäste im Zähringer Städtchen schränzten, was die Ohren aushielten.

Die zahlreichen Verpflegungsstände in der Altstadt waren ständig umlagert, weil Kräftebringendes nicht ausbleiben durfte.