Den richtigen, lautstarken Sound sollte es schon haben, ein wenig stinken am Auspuff darf es auch und schön sein sowieso – der erste motorisierte Jugendtraum der meisten 14-Jährigen, das Schnäpperli. Darauf geniessen sie ihre erste, grenzenlose Freiheit, es wird liebevoll gehegt, gepflegt und ganz individuell ausgestaltet.

Dass diese heisse Jugendliebe auch in späteren Jahren kein bisschen erkalten muss, lebten und erlebten die Akteure und Besucher der ersten Internationalen Schnäpperli-Challenge am Samstag in Zeihen. Derzeit noch ein Baby, wie die Organisatoren dieses Events, der Velo Moto Club Zeihen, Viva Cuba sowie die Betreiber des Restaurants «Rössli» Zeihen unter Leitung von Theo Basler meinten, soll die Veranstaltung von Jahr zu Jahr wachsen, damit aus dem derzeit eher regionalen Ereignis wirklich ein internationales wird.

Tests in Praxis und Theorie

41 Schnäpperlifahrerinnen und -fahrer nahmen mit jeder Menge Spass am Wettbewerb teil. Am Vormittag gab es die Panoramarundfahrt von Zeihen über Benkerjoch, Staffelegg, Bözberg zurück nach Zeihen. Auf der Strecke mussten sie bestimmte Aufgaben lösen, wie zum Beispiel Geschicklichkeitsfahren oder auch Fragen zum Verkehrsrecht beantworten. Auf der gesamten Strecke sollte die gemessene Geschwindigkeit so moderat sein, dass auch die wunderschöne Herbstlandschaft nicht einfach vorbeiflog. Neben den Siegern der Panoramarundfahrt ermittelte ein Expertenteam auch das schönste und das originalste Töffli.

Ab Mittag durfte dann gezeigt werden, was beim Beschleunigungsrennen auf 50 Metern aus den kleinen Flitzern rausgeholt werden kann. In zwei Kategorien ging es an den Start. Bei den Schnäpperli der Kategorie 1 durften Fahrwerk und Motor bis an die Grenze der Zulässigkeit von 50 km/h optimiert werden, in der Kategorie 2 sollte das Zweirad unfrisiert und original sein mit einer Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h auf ebener Strecke. Hier waren durch die richtige Starttechnik die entscheidenden Sekunden herauszuholen. Die Sieger in beiden Kategorien wurden im K.-o.-Verfahren ermittelt. Die Stimmung dabei war grossartig, der Wettkampf fröhlich, lustvoll und fair.