In Laufenburg existierte von 1654 bis 1810 ein Kapuzinerkloster. Nach der Aufhebung wurde der Klosterkomplex mehrfach umgebaut und als Spital genutzt, ehe er abgerissen und an seiner Stelle das Alterszentrum Klostermatte gebaut wurde.

Mit der Aufhebung des Klosters 1810 wurde auch die Kapuzinergruft aufgehoben. Die sterblichen Überreste der dort bestatteten 33 Kapuzinermönche wurden in ein Gemeinschaftsgrab an der Südmauer des Klosterareals umgebettet. Dieses Grab wurde lange Jahre von den Gengenbacher Schwestern gepflegt, zuletzt von Schwester Giselinda. Allerdings geriet es in Vergessenheit, als die Gengenbacher Schwestern Laufenburg verliessen.

«Während der Vorbereitungen für die Jahresausstellung 2010/11 des Museums Schiff erwähnte Schwester Giselinda in einem Gespräch das Grab», erklärte der Präsident des Museumsvereins, Hannes Burger. Er suchte damals das Grab an der angegebenen Stelle – und fand es in einem verwahrlosten Zustand, aber mit Inschrift und gusseisernem Kreuz. Das Kreuz, das in badisch Laufenburg gegossen worden ist, wurde anschliessend in die Ausstellung «Gebauter Glaube» integriert.

Ort der Besinnung

Nun ist das Kreuz wieder auf seinem Platz auf dem Grab. Neu wurde es von Bildhauer Daniel Waldner auf einem Steinsockel platziert. Ansonsten soll das Kapuzinergrab, dem Wesen der Patres folgend, bescheiden bleiben. «Einzig die Vase und die Schale könnten bepflanzt werden», so Burger. Künftig soll das Grab von Freiwilligen gepflegt werden und nicht mehr in Vergessenheit geraten.

«Ich könnte mir gut vorstellen, dass das Grab im kleinen Wäldchen hinter dem Altersheim zur Ort der stillen Besinnung wird», so Hannes Burger, «vielleicht könnte sogar noch ein Bänkli aufgestellt werden. Die Kapuziner haben ein ehrendes Andenken verdient.» Den Pfad zum Grab hat Burger selber wieder hergerichtet. Zudem weist ein Wegweiser auf das Kapuzinergrab hin.