Vizeammann Martin Krammer stellte die geplante Massnahme den Anwesenden vor. Danach sind für die Sanierung der Dorfstrasse in ihrer gesamten Länge 3,15 Millionen Franken vorgesehen. Von diesem Betrag entfallen knapp 1,6 Millionen Franken allein auf die Sanierung von Strassenbelag und Strassenbeleuchtung, 800000 Franken auf die Wasserversorgung und 650000 Franken auf die Kanalisation. Die Beleuchtung erfolgt künftig mit modernen und energiesparenden LED-Leuchten.

Dringender Handlungsbedarf

Krammer sagte, es bestehe dringender Handlungsbedarf. Eine Sanierung der Dorfstrasse sei notwendig, da sich die Strasse teilweise in einem schlechten Zustand befinde. «Wir müssen sie nach jedem Winter wieder neu flicken», betonte er.

Die Wasserleitungen stammten von 1931 und die Strasse sei seit 30 bis 40 Jahren nicht mehr saniert worden. Krammer nannte als Schwerpunkt der Arbeiten den Bereich Dorfstrasse/Bergstrasse, wo die Gemeinde Wegkreuz und Brunnen erhalten wolle. Der dort befindliche Baum müsse aber vermutlich entfernt werden. Die Gemeinde hat dort die Option des Kaufs einer privaten Liegenschaft. Käme der Kauf zustande, stünde dort mehr Raum zur Verfügung. Eigentümer ist jedoch ein Mann unter Bevormundung. Die Kaufverhandlungen sind entsprechend schwierig.

Rund 32 Anstösser rechts und links der Dorfstrasse müssten sich an den Kosten analog zur noch laufenden Sanierung der Schulstrasse finanziellen beteiligen. Die Gemeinde will auch hier die Kosten pauschal erheben, ohne Berücksichtigung der jeweiligen Grössenverhältnisse.

Ja zu allen Vorlagen

Einstimmig stimmten die 38 anwesenden Stimmberechtigten am Mittwoch an der Gemeindeversammlung der Vorlage zu. Es gab auch keine kritischen Rückfragen mehr. Die Details waren schon im Vorfeld besprochen, bei einem Polit-Apéro in der vergangenen Woche.

Auch dem Kredit für die Sanierung der Aussenwand des Gemeindehauses in Höhe von 50000 Franken stimmte die Gemeindeversammlung einstimmig zu. Gemeinderat Louis Treier führte aus, dass die Fassade durch die Witterung ausgewaschen sei und erneuert werden müsse. Stellenweise muss laut Treier auch die Isolation ausgebessert werden.

Einen Kredit über 60000 Franken braucht es zur Erneuerung des Zugangsbereichs bei der Friedhofanlage. Davon entfällt über die Hälfte der Kosten auf die Arbeiten zwecks Erneuerung der Verkleidung mit Steinplatten. Maler- und Elektroarbeiten verursachen weitere Kosten. «Die Aufbahrungshalle ist traurig», sagte Gemeinderätin Ursula Wüst, die das Projekt vorstellte. Die Halle müsse freundlicher gestaltet werden. Aus den Reihen der Stimmberechtigten kam die Anregung nach Aufstellung von Sitzgelegenheiten im Gebäude. Diese fehlten bislang. Auch dieser Kredit fand Zustimmung.

Gemeindeammann Rolf Häusler dankte den Anwesenden zum Schluss für das der Gemeinde gegenüber erbrachte Vertrauen.