Gipf-Oberfrick
Zweiter Anlauf für neues Dorfzentrum: Gemeinde beantragt 300'000 Franken für eine Aufwertung

Das Dorfzentrum von Gipf-Oberfrick rund um das Gemeindehaus soll aufgewertet werden. 2019 noch wurde ein Vorschlag dazu von der Gemeindeversammlung zurückgewiesen. Nun hat der Gemeinderat das Projekt überarbeitet. An der Gemeindeversammlung vom
11. Juni will er nun einen Kredit in Höhe von 300'000 Franken einholen.

Simon Widmer
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Für die Aufwertung der Dorfmitte beantragt der Gemeinderat einen Kredit über 300'000 Franken.

Für die Aufwertung der Dorfmitte beantragt der Gemeinderat einen Kredit über 300'000 Franken.

Foto: Dennis Kalt / Aargauer Zeitung

Heute ist es so weit: Das Gipf-Oberfricker Stimmvolk stimmt über den Kredit zur Aufwertung der Gemeindemitte ab. Schon zum zweiten Mal ist das Bauprojekt Bestand einer Gemeindeversammlung. Zuletzt war es das 2019, als der Vorschlag mit einem Rückweisungsantrag zurückgewiesen wurde. Dies mit dem Auftrag an den Gemeinderat, eine «abgespeckte Variante» vorzulegen. Regine Leutwyler, Gemeindeammann, sagt nun:

«Wir haben den Vorschlag noch einmal überarbeitet und uns auch mit dem Antragssteller von damals abgesprochen. Nun ist es eine wirklich gute Sache.»

Das Gebiet Oberebnet um das Gemeindehaus soll attraktiver für die Bevölkerung gemacht werden. «Wir wollen die Dorfmitte freundlicher gestalten», so Leutwyler. Und zwar für alle Bevölkerungsgruppen: die Kinder der Spielgruppe, die im Brunnen spielen, die Eltern, die auf dem Platz warten oder die Kirchengänger. Leutwyler sagt:

«Wenn es gutes Wetter ist und der Chriesiweg wieder bewandert wird, hat es immer haufenweise Menschen auf dem Platz.»

Wichtig sei das Projekt auch, um die beiden Dorfteile Oberfrick und Gipf zu verbinden. Das Gebiet dazwischen – dort, wo jetzt das Gemeindehaus und die Kirche stehen – war früher unbebaut. Durch diese Massnahmen soll es nun seinen neuen Zentrumscharakter verstärken.

Aufenthaltsbereich und Blumen statt Milchhaus

Angefangen hat die ganze Geschichte mit einer Bevölkerungsumfrage 2014. Ein Brainstorming mit Vertreterinnen und Vertretern von Vereinen und Betrieben im Jahr 2015 hatte dann ergeben, dass es ein grosses Anliegen ist, dieses Dorfzentrum aufzuwerten.

Angedacht ist dafür eine Erneuerung und Erhöhung der Parkplätze, ein neuer Aufenthaltsbereich mit Brunnen und Sitzgelegenheit, ein Abstellplatz für ein Mobility-Auto und eine Versorgungssäule mit Strom und Wasser für Elektrofahrzeuge und Anlässe sowie eine kleine Parklandschaft mit Bäumen, Sträuchern und Blumenwiesen anstelle des alten Milchhauses.

Die Kirche beteiligt sich an den Kosten

Für all diese Massnahmen inklusive einer Reserve sowie des Honorars für den Planer, Mehrwertsteuer und Nebenkosten sind Gesamtkosten von 400'000 Franken einberechnet. Dafür ist ein Kredit von 300'000 Franken nötig, über den an der heutigen Gemeindeversammlung abgestimmt wird.

Die römisch-katholische Kirche wird sich voraussichtlich mit einem Pauschalbetrag von 100'000 Franken beteiligen. Die dafür benötigte Versammlung findet im Herbst statt.