Gipf-Oberfrick
Wo einst die Kurgäste planschten, wird nun gewohnt: Die Überbauung «Alti Badi» ist fertig

Einst lockte Gipf-Oberfrick als Kurort Gäste an. Auf dem ehemaligen Gelände des Gartenbads wurde nun für mehrere Millionen Franken eine Überbauung erstellt. Die 23 Wohnungen in den fünf Häusern sind allesamt verkauft und bereits bezogen.

Nadine Böni
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Früher war das Freibad in Gipf-Oberfrick ein beliebter Ort an heissen Sommertagen.

Früher war das Freibad in Gipf-Oberfrick ein beliebter Ort an heissen Sommertagen.

ZVG

Der Name ist kein Zufall: «Alti Badi» heisst die Überbauung, die in den vergangenen Monaten zwischen Bruggbach und Hammerstättenweg in Gipf-Oberfrick entstanden ist. Hierhin nämlich kamen einst die Gäste zum Kuren und Baden.

Es war Albert Gass, ein Metzger und Viehhändler aus dem Baselbiet, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach Gipf-Oberfrick kam, hier den Gasthof Hirschen erwarb – und in den 1920er-Jahren in ein Hotel umbaute. Die Sole kam per Pferdefuhrwerk aus der Saline Ryburg in Rheinfelden, wie die Dorfzeitung «Usem Dorf» schreibt.

In die Aussenanlage baute Gass 1932 ausserdem ein Schwimmbassin. Das Wasser dafür stammte aus dem Bruggbach. Das Bad wurde bis in die 1950er-Jahre betrieben und dann geschlossen.

Keine Verzögerung durch Pandemie

Im September 2019 startete das mehrere Millionen Franken teure Bauprojekt «Alti Badi» mit dem Spatenstich. Bauherrin ist die in Heerbrugg (SG) domizilierte Davidmilla Immobilien AG. Inzwischen seien die Bauarbeiten abgeschlossen, alle Wohnungen verkauft und bereits übergeben, sagt CEO Ralph Niederer. Sein Fazit fällt denn auch positiv aus:

«Wir sind sehr zufrieden. Beim Projekt hat alles gepasst – vor allem auch in der Zusammenarbeit mit den Käufern, den Nachbarn sowie der Gemeinde.»

Die Überbauung besteht aus fünf Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 23 Eigentumswohnungen mit 3,5- bis 5,5-Zimmern sowie einer Tiefgarage mit 42 Abstellplätzen. «Wir sind gut durch die Coronazeit gekommen», sagt Niederer. Verzögerungen aufgrund von Materialmangels etwa habe es nicht gegeben. Entsprechend konnten die Bauten gar einige Wochen früher als ursprünglich angedacht fertiggestellt werden.

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