Wahlen
Verena Buol oder Peter Schraner: In Gipf-Oberfrick stellt sich die Ammann-Frage

Mit dem Rücktritt von Regine Leutwyler braucht Gipf-Oberfrick einen neuen Gemeindeammann. Schafft es Verena Buol, die schon im Gemeinderat sitzt – oder triumphiert Quereinsteiger Peter Schraner? Und: Wer holt sich den fünften Sitz im Gemeinderat?

Thomas Wehrli
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Luftaufnahme Frick und Gipf-Oberfrick.

Luftaufnahme Frick und Gipf-Oberfrick.

Gerry Thoenen

Eine politische Schlafgemeinde ist Gipf-Oberfrick ganz und gar nicht, das bekommt man an den Gemeindeversammlungen jeweils deutlich zu spüren. Da wird gerne und kontrovers diskutiert – so wie man sich Demokratie vorstellt. Dass man sich da als Gemeinderat ab und an warm anziehen muss, versteht sich von selbst und das sind sich die Gipf-Oberfricker Exekutivmitglieder auch gewohnt. Gerade als Ammann. Das liess auch Regine Leutwyler durchschimmern, als sie, im Frühjahr von der AZ auf ihre Bilanz angesprochen, sagte: «Die 20 Jahre als Gemeinderätin bleiben mir in guter Erinnerung, die acht Jahre als Ammann weniger.»

Regine Leutwyler entschied sich schon früh, im Herbst nicht mehr zu den Wahlen anzutreten. Lange Zeit sah es so aus, dass der Wechsel auf den Chefsessel für SP-Gemeinderätin Verena Buol so gut wie gebongt ist, denn sie war bis im Sommer die einzige Kandidatin für das Ammannamt. Das hat sich inzwischen geändert: Peter Schraner will nicht nur neu in den Gemeinderat einziehen, sondern gleich auch auf dem Ammannsessel Platz nehmen. Es wird also spannend.

Zumal beide, Buol wie Schraner, als Macher gelten. Schraner kämpfte mit der IG Pro Oberstufe Gipf-Oberfrick gegen einen Zusammenschluss mit der Oberstufe von Frick und damit für die Eigenständigkeit. Mit Erfolg. Und Buol gilt als fokussiert und führungsstark. Sie sagte im Februar von sich selber: «Ich stehe sehr gerne vorne. Ich habe gerne den Lead, auch privat und beruflich.»

Spannend ist aber nicht nur die Chef-Wahl, sondern auch jene um einen Sitz im Gemeinderat. Denn insgesamt wollen sechs Gipf-Oberfricker auf den fünf Sesseln Platz nehmen. Neben Buol und Schraner treten drei Bisherige wieder an: Georg Schmid, Roger Merkle und Jos Bovens. Georg Schmid kandidiert zudem wieder als Vizeammann. Dass er nicht als Ammann kandidiert, erklärte der zweifache Familienvater gegenüber der AZ neben der Familie mit dem Job: «Ich arbeite zu 100 Prozent in leitender Position. Meine Mitarbeiter erwarten, dass der Chef persönlich präsent ist.»

Was finden Sie an Gipf-Oberfrick cool?

Verena Buol, Gemeinderätin, SP.

Verena Buol, Gemeinderätin, SP.

zvg

Verena Buol Gemeinderätin, SP, kandidiert als Ammann: «Gipf-Oberfrick hat eine optimale Infrastruktur, eine ideale Anbindung an den öffentlichen Verkehr und ist in eine wunderbare Landschaft eingebettet.»

Georg Schmid Vizeammann, parteilos: «Die gute Infrastruktur und das Angebot für Familien; Freizeitgestaltungsmöglichkeiten wie Feuerstellen, Spielplätze, der Sinnespfad, aber auch die Schule und die Einkaufsmöglichkeiten.»

Jos Bovens Gemeinderat, parteilos: «Der dörfliche Charakter – man kennt (viele) und grüsst sich. Die direkten Begegnungen und persönlichen Gespräche schätze ich sehr. Wir sind mitten im Grünen und nicht weit weg von einigen Zentren mit einem vielfältigen Angebot: Das ist aber Segen und Fluch zugleich – Gipf-Oberfrick zieht einfach an. Und für mich ist Kul’tour klar cool!»

Roger Merkle Gemeinderat, SVP: «Cool an Gipf-Oberfrick ist, dass die Gemeinde eine überschaubare Grösse hat, aber dennoch gross genug ist, um selbständig zu sein. Die wichtigsten Geschäfte (Bank/Arzt/Zahnarzt/Restaurants etc.) sind alle im Dorf vorhanden. Mit wenigen Schritten ist man in der freien Natur, das gefällt mir. Die Einwohner grüssen sich, auch wenn man sich nicht kennt.»

Peter Schraner, kandidiert neu als Gemeinderat und Ammann, parteilos: «Gipf-Oberfrick ist geografisch super gelegen, in einer genialen Landschaft mit einer aktiven Bevölkerung. Der Sinnespfad, das Waldhaus, die Ruine Tierstein, die Schulanlage mit der Turnhalle, das Chriesifest, der Bunker, der Jugendtreff, die Gelateria, das Openair sind weitere aussergewöhnliche «Farbtupfer», welche unser Dorf einzigartig machen.»

Melanie Jenni, kandidiert neu, parteilos: «Ich finde, Gipf-Oberfrick weist eine grosse Lebensqualität auf. Wir haben eine gute Schule, starke Infrastruktur und ein intaktes Dorfleben. Man fühlt sich einfach wohl hier.»

Was stört Sie an Gipf-Oberfrick, wo drückt der Schuh?

Georg Schmid, Vizeammann, parteilos.

Georg Schmid, Vizeammann, parteilos.

zvg

Verena Buol : «Gipf-Oberfrick ist eine gut wachsende Gemeinde; die Bedürfnisse der Zuzüger/innen und der «Alteingesessenen» zu vereinen stellt eine Herausforderung dar. Die damit einhergehende Zunahme des Verkehrs muss im Auge behalten werden. Ebenso muss das Zusammenleben der verschiedenen Generationen gewinnbringend gelebt werden.»

Georg Schmid: «Manchmal ist es schwierig alle Interessen aus der Bevölkerung in einen Entscheid zu bringen, was wiederum für die Beteiligten ärgerlich, aber leider auch oft unumgänglich ist.»

Jos Bovens: «Gipf-Oberfrick droht anonymer zu werden: hier muss Gegensteuer gegeben werden mit geeigneten Begegnungsmöglichkeiten. Vielen geht es gut und hin und wieder werden Eigeninteressen in den Vordergrund gestellt; das stört mich, besonders wenn einfach etwas behauptet wird – ohne entsprechende Fakten liefern zu können.»

Roger Merkle: «Das noch keine mehrheitsfähige Lösung für die nordseitige Erschliessung gefunden wurde. Dies liegt halt auch daran, dass die Nordseite entweder schon verbaut oder aber ausserhalb des Baugebietes liegt. Das Ei des Kolumbus muss in dieser komplexen Sache noch gefunden werden.»

Peter Schraner: «Es gibt Tendenzen im Gemeinderat, die unsere Eigenständigkeit gefährden. Ich denke da an die Haltung des Gemeinderats bzgl. Eigenständigkeit unseres Schulstandorts. Auch bzgl. Tempo 30 politisiert der Gemeinderat an der Mehrheit der Bevölkerung vorbei.»

Melanie Jenni: «Eigentlich gibt es für mich aktuell keine grossen Probleme im Dorf. Ich bin der Meinung wir sollten Sorge tragen zu dem was wir haben und uns in gewissen Bereichen weiterentwickeln.»

Welches Projekt muss 2022 unbedingt angegangen werden?

Jos Bovens, Gemeinderat, parteilos.

Jos Bovens, Gemeinderat, parteilos.

zvg

Verena Buol : «Die geplanten Projekte müssen sorgfältig und zukunftsweisend weiterbearbeitet werden; Neue Bau- und Nutzungsordnung, Leben der «Energiestadt», Neugestaltung Dorfmitte, Strassensanierungen, Werterhaltung der gemeindeeigenen Liegenschaften, Erhalt der optimalen Infrastruktur wie Schul-, Freizeit- Soziale- und sonstige Angebote.»

Georg Schmid: «Viele Projekte wie beispielsweise Strassensanierungen, Sanierung oberes Schulhaus, Revision BNO, aber auch die laufenden Geschäfte sind im Grundsatz schon genügend Auslastung, damit nicht noch etwas speziell forciert werden müsste.»

Jos Bovens: «Für mich gibt es zwei Geschäfte: Die «Weiterentwicklung Bahnhof» braucht neue Impulse und die «Revision Nutzungsplanung/BNO» benötigt eine finale Anstrengung. Es macht momentan mehr Sinn, diese fürs Dorf wichtigen Projekte sauber abzuschliessen, als neue Geschäfte anzugehen. Die Verwaltung hat auch nur begrenzte personelle Ressourcen.»

Roger Merkle: «Der regionale Hochwasserschutz, der kurz vor Abschluss des Vorprojektes ist, sollte nach so langer Zeit seit dem ersten Gedanken an den Hochwasserschutz in der Gemeinde nun endlich zur einer finalen Umsetzung kommen. Gut Ding will Weile haben, wie es so schön heisst.»

Peter Schraner: «Die Sicherheit an der Dammstrasse (Zugang zum Bahnhof Frick) muss erhöht werden. Diesbezüglich muss mit der Gemeinde Frick zeitnah eine umsetzbare Lösung gefunden werden.»

Melanie Jenni: «Es gibt bestimmt viel zu tun und einige Projekte, die angegangen werden müssen. Allerdings denke ich, es ist wichtig, mir zuerst einen detaillierten Überblick zu verschaffen, um anschliessend richtige Prioritäten zu setzen.»

Wenn Sie 5 Mio. Steuerfranken fürs Dorf zur freien Verfügung hätten – was würden Sie tun?

Roger Merkle, Gemeinderat, SVP.

Roger Merkle, Gemeinderat, SVP.

zvg

Verena Buol: «Die bestehenden oder/und neue Begegnungsorte unterstützen, schaffen. «Nice to have»-Projekte realisieren, die das Zusammenleben lebendig und noch attraktiver machen. Erschwinglichen Wohnraum schaffen; eine Wohnbaugenossenschaft ins Leben rufen.»

Georg Schmid: «Momentan habe ich nichts, was ich vermisse und werde vermutlich auch nie 5 Millionen Steuerfranken zur freien Verfügung haben.»

Jos Bovens: «Ich würde sie einsetzen für ein lebendiges, zukunftstaugliches Dorfzentrum, verbunden und nicht zerschnitten durch die Landstrasse. Unsere Landstrasse soll Teil des Zentrums und darin integriert sein. Ein Dorfzentrum als Ort, wo die Menschen sich gerne treffen, sich aufhalten und hinsetzen, einkaufen oder etwas Kulinarisches geniessen.»

Roger Merkle: «Einen Teil würde ich für das hängige Hochwasserschutzprojekt einsetzen, aber auch für die Reduktion der Schulden nach Abschluss der Sanierung der Schule. Wichtig ist, dass die Gemeinden nicht immer neue bzw. zusätzliche Aufgaben sich aufbürden. Über Steuersenkungen würden sich unsere Einwohner nämlich auch freuen, wenn die Schulden abgebaut sind».

Peter Schraner: «Ich würde mich für den Erhalt und einen Ausbau familienfreundlicher Freizeit- und Sportanlagen einsetzen. Auch eine Steuersenkung wäre in Betracht zu ziehen.»

Melanie Jenni: «Grundsätzlich finde ich, das Volk soll über Investitionen entscheiden. Ich würde deshalb an die Bevölkerung gelangen, um zu sehen, wo der grösste Handlungsbedarf besteht und daraus ein Projekt für das ganze Dorf realisieren.»

Weshalb sind Sie in der/wollen Sie in die Politik?

Peter Schraner, Gemeinderats-kandidat, parteilos.

Peter Schraner, Gemeinderats-kandidat, parteilos.

zvg

Verena Buol: «Die Zusammenhänge der Vorgaben, Pflichten des Staates und des Bürgers und die darin enthaltenen Freiheiten und Visionen haben mich schon immer sehr interessiert. Daraus das Beste herauszuholen, Kompromisse zu schmieden und die Umsetzung daraus zu realisieren, ist eine hoch spannende Arbeit.»

Georg Schmid: «Weil ich für unser Dorf etwas tun möchte, mir das Amt als Gemeinderat auch nach 9 Jahren noch Spass macht und ich mein Erlerntes und meine Erfahrungen noch weiter einbringen möchte.»

Jos Bovens: «Direkt eigene Ideen einbringen zu können, ist extrem motivierend. Ich möchte einiges bewirken, möchte mitgestalten und konstruktiv und konkret an der Weiterentwicklung vom Dorf arbeiten, weil ich gern in Gipf-Oberfrick bin: Ich habe hier eine Heimat gefunden. Mit meinem Engagement kann ich etwas zurückgeben.»

Roger Merkle: «Ich bin Gemeinderat geworden, weil ich für meine Wohngemeinde etwas bewegen und umsetzen will und nicht nur tatenlos zusehen möchte, was die Gemeinde für mich tut. Im Gemeinderat soll politisch die gesamte Bandbreite abgebildet sein. In der Lösungsfindung ist die politische Färbung aber nur einer der Aspekte, die berücksichtigt werden müssen.»

Peter Schraner: «Mir liegt Gipf-Oberfrick sehr am Herzen. Meine bürgerlichen Werte will ich aktiv im Gemeinderat einbringen. Ich möchte Verantwortung übernehmen für eine gute Weiterentwicklung, Bewährtes soll erhalten bleiben.»

Melanie Jenni: «In meinem Amt als Schulpflegepräsidentin konnte ich erste politische Erfahrungen sammeln. Da mir das Amt viel Freude bereitet hat, möchte ich mich gerne weiterhin politisch einbringen und die zukünftigen Gemeindeanliegen aktiv mitgestalten.»

Das Smartphone/Handy ist für mich ...

Melanie Jenni, Gemeinderatskandidatin, parteilos.

Melanie Jenni, Gemeinderatskandidatin, parteilos.

zvg

Verena Buol: «Ein täglicher Begleiter mit einer sehr guten Fotokamera, der oft auch lange schläft wie seine Besitzerin.»

Georg Schmid: «oft zu präsent und notwendig im normalen Alltag.»

Jos Bovens: «mein ständiger Begleiter, mit dem ich wenig Zeit verbringe. Oft ist es mein Organisationsinstrument, womit ich mein Erinnerungsvermögen prüfe. Oder dann ist es mein drahtloser Draht nach aussen. Und manchmal auch mein Taktgeber und die Stimmgabel fürs Saxofon-Spiel. Wichtig und doch nicht massgebend.»

Roger Merkle: «ein sinnvolles Hilfsmittel, um in der hektischen Zeit die wichtigsten Informationen zur Hand zu haben. Es kann auch ein Fluch werden, wenn andere dann das Gefühl haben, dass man rund um die Uhr erreichbar sein sollte, das kann man aber auch selber steuern und für sich definieren, zu welchem Zeitpunkt man erreichbar sein will.»

Peter Schraner: «ein wichtiges Kommunikationsmittel aber nicht lebensnotwenig.»

Melanie Jenni: «mein ständiger Begleiter. Es ist für mich ein wichtiges Arbeitsgerät für die Kommunikation mit meinem Umfeld. Trotzdem richte ich mir ganz bewusst Handy-freie Zeit ein.»

Braucht es Tempo 30 auf allen Quartierstrassen?

Verena Buol: «In Gipf-Oberfrick, ein typisches Strassendorf, wäre die Einführung von Tempo 30 auf allen Quartieren eine gute einheitliche, sinnvolle Lösung. Das Umsetzen der individuellen Wünsche von Bewohner/innen und den Sicherheitsansprüchen ist sehr aufwändig und kostet viel Geld. Der Souverän hat sich für die individuelle Lösung entschieden.»

Georg Schmid: «Für mich als amtierender Gemeinderat zählt der Volkswille. Natürlich haben wir einige Stellen, die auch gemäss Tempo 30-Gegner ein gewisses Sicherheitsdefizit aufweisen. Mein Ziel ist, diese nun zu eruieren und mit entsprechenden Massnahmen zu beheben.»

Jos Bovens: «Die Mehrheit hat flächendeckend Tempo 30 abgelehnt: Nicht alle Strassen brauchen diese Signalisation. An gewissen Orten wird schon 30 gefahren. Für Wohnqualität, Sicherheit und Koexistenz – das nebeneinander Benutzen – würde eine Entschleunigung allen Quartierstrassen guttun. Wichtig in Gipf-Oberfrick ist das Leben und Wohnen, nicht das Fahren.»

Roger Merkle: «Das Stimmvolk hat an der Urne entschieden. Es gibt ein paar neuralgische Schwachpunkte in unseren Gemeindestrassen, die aber meines Erachtens trotzdem bearbeitet werden sollen. Die Bevölkerung muss dabei aber sinnvoll eingebunden werden, damit die Lösungen mehrheitsfähig sind.»

Peter Schraner: «Nein. Wir haben bereits drei Mal darüber abgestimmt. Dieser Volksentscheid sollte nun unbedingt akzeptiert werden. In Gipf-Oberfrick haben wir vernünftige Autofahrer, dies belegt auch das Verkehrsgutachten.»

Melanie Jenni: «Die flächendeckende Einführung von Tempo 30 wurde im März an der Urne zum dritten Mal abgelehnt und das gilt es zu akzeptieren. Ich bin aber der Meinung, dass es im Dorf gewisse Quartierstrassen gibt, in denen Tempo 30 Sinn macht. Hier geht es um die Verkehrssicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmer und nicht um eine Verkehrsschikane.»

Muss die Oberstufe in Gipf-Oberfrick eigenständig bleiben? Fusion mit Frick denkbar?

Verena Buol: «Mittel- bis langfristig wird die Oberstufe Gipf-Oberfrick eigenständig bleiben. Die demografische Entwicklung zeigt klar in diese Richtung. Die politischen Entwicklungen im Bereich Bildung und die allgemeinen finanziellen Diskussionen und Abstimmungen auf kantonaler Ebene spielen dabei jedoch eine grosse Rolle.»

Georg Schmid: «Die Vorgaben vom Kanton sind aus meiner Sicht massgebend. Dennoch möchte ich an einem Standort in Gipf-Oberfrick so lange wie möglich festhalten.»

Jos Bovens: «Für mich haben das Wohl der Schüler/Innen und die gute Bildung oberste Priorität. Dabei ist auch die Zufriedenheit der Lehrpersonen besonders relevant. Nicht auszuschliessen ist, dass in den nächsten Jahren Entscheidungen auf Kantonsebene unsere Schullandschaft prägen werden – vielleicht zu Gunsten unserer Schule oder eben nicht.»

Roger Merkle: «Die Schule soll aus meiner Sicht wenn immer möglich selbständig bleiben, der Souverän (d.h. das Volk) hat dem Gemeinderat diesbezüglich auch einen klaren Auftrag erteilt, der Gemeinderat steht voll hinter diesem Entscheid. Vieles ist diesbezüglich von den Vorgaben des Kantons abhängig, welche sich auch immer wieder ändern können.»

Peter Schraner: «Die Oberstufe Gipf-Oberfrick muss unbedingt eigenständig bleiben. Dies ist eines meiner Kernanliegen und dafür werde ich mich auch weiterhin mit aller Kraft einsetzen.»

Melanie Jenni: «Die Schülerzahlen sind mittelfristig stabil. Die Oberstufe Gipf-Oberfrick geniesst einen sehr guten Ruf und ist eine Bereicherung für die Gemeinde. Für mich ist deshalb klar, dass die Oberstufe Gipf-Oberfrick mittelfristig weiter eigenständig bleiben soll.»

Wächst Gipf-Oberfrick zu schnell?

Verena Buol: «Auf Grund der wunderschönen Lage und der optimalen Bedingungen wächst Gipf-Oberfrick schnell, durch die gesetzlichen Bestimmungen und mit einer guten Voraussicht jedoch nicht zu schnell. Das Wachstum ist eine Herausforderung, die Gemeinde hat dazu gute Voraussetzungen, ist personell und finanziell gut ausgestattet.»

Georg Schmid: «Aus meiner Sicht wächst Gipf-Oberfrick schnell genug. Dies zu beeinflussen ist jedoch nur beschränkt möglich – erschlossenes Bauland kann bebaut werden, und dass dies die Grundeigentümer auch machen wollen, ist aus meiner Sicht auch verständlich.»

Jos Bovens: «Langsamer wäre schon wünschenswert; momentan gibt es in meinem Ressort Hochbau, aber auch im Tiefbau sehr viel zu tun. Verhindern lässt sich dieser «Bauboom» nicht; unsere Gemeinde ist attraktiv, Bauland ist vorhanden, und wir können das Bauen nicht verbieten. Aber wir müssen versuchen, dieses Wachstum zu lenken bzw. verträglich zu gestalten.»

Roger Merkle: «Die letzten 2 bis 3 Jahre ist Gipf-Oberfrick, nach einer 3-jährigen Phase des leichten Rückgangs sicher stärker als üblich gewachsen, hat aber auch damit zu tun, dass wenn die Gemeinde eine Strasse erschliesst, die Landbesitzer auch ihre seit langem hängigen Projekte realisieren wollen. Nun normalisiert es sich wieder auf ein vernünftiges Niveau.»

Peter Schraner: «Seit ich vor 32 Jahren nach Gipf-Oberfrick gekommen bin, hat sich die Bevölkerung mehr als verdoppelt. Ein moderates, aber nicht das rasante Wachstum der letzten Jahre, ist gut. Gipf-Oberfrick soll seinen Dorfcharakter behalten.»

Melanie Jenni: «Das Wachstum in Gipf-Oberfrick liegt leicht über dem Schweizer Durchschnitt, aber trotzdem in einem gesunden Rahmen. Eine Gemeinde wie Gipf-Oberfrick muss wachsen, um weiter investieren zu können.»

Weshalb soll ich Sie wählen, was zeichnet Sie aus?

Verena Buol: «Weil ich viel Engagement, Interesse und Lust mitbringe; weil ich viel Erfahrung in der Komplexität der Prozesse habe; weil ich sehr kommunikativ, konfliktfähig und (wenn nötig) kompromissbereit bin.»

Georg Schmid: «Mich zeichnet meine Verbundenheit zum Dorf, meine Erfahrung, die ich in 9 Jahren sammeln durfte und die Motivation, mich auch künftig für Gipf-Oberfrick einzusetzen, aus.»

Jos Bovens: «Meine vielfältige Erfahrung: beruflich im In- und Ausland und als langjähriger Gemeinderat. Ein dossierfester Teamplayer, der gerne mit verschiedensten Personen aus der Bevölkerung arbeitet. Und die ungebremste Freude an dieser Aufgabe. Meine Devise: Probleme gibt es nicht; ich erkenne die Herausforderungen und finde in Teamarbeit Lösungen.»

Roger Merkle: «Aufgrund meines beruflichen Werdegangs kann ich der Gemeinde einen Mehrwert i.S. Finanzen bringen. Seit längerer Zeit schreibt die Gemeinde dank gemeinsamen Anstrengungen Gewinne und schliesst besser als budgetiert ab, die Infrastruktur wird laufend unterhalten. Ich bin lösungsorientiert und stehe für eine gesunde, lebenswerte Gemeinde ein.»

Peter Schraner: «Ich bin geradlinig, hartnäckig, motiviert und stehe für ein eigenständiges und selbstbewusstes Gipf-Oberfrick ein.»

Melanie Jenni: «Weil ich unabhängig und parteilos politisiere. Meine Meinung bilde ich mir aufgrund von beruflichen und privaten Erfahrungen und im Austausch mit Mitmenschen.»

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