Frickberg

Gibt es in Frick bald eine siebte 30er-Zone? Knapp zwei Drittel der Quartierbewohner sind dafür

Am Frickberg stehen schon heute «Freiwillig 30»-Schilder. Der Gemeinderat prüft nun eine Tempo-30-Zone.

Am Frickberg stehen schon heute «Freiwillig 30»-Schilder. Der Gemeinderat prüft nun eine Tempo-30-Zone.

Der Gemeinderat prüft eine 30er-Zone am Frickberg – es wäre die siebte im Dorf. Die Einwohner sprechen sich mehrheitlich positiv für Tempo-30-Zonen aus.

Im November ist es so weit: Im Gebiet Gänsacker in Frick wird Tempo 30 eingeführt. Der Gänsacker wird dann das 6. Quartier im Dorf mit einem Tempo-30-Regime. Und im Hintergrund laufen bei der Gemeinde bereits die Planungen für eine weitere 30er-Zone, diesmal am Frickberg.

In der Vergangenheit seien bei der Gemeinde immer wieder Meldungen von Anwohnern eingegangen, wonach im Quartier zu schnell gefahren werde und es zu gefährlichen Situationen komme, sagt Gemeindeschreiber Michael Widmer. «Ausserdem wurde auch konkret die Einführung einer Tempo-30-Zone gefordert.» Kurz vor den Sommerferien reagierte der Gemeinderat und wandte sich mit einer Umfrage an die Anwohner. Er stellte zwei Fragen: Wie die Anwohner zu Tempo 30 stehen und welche anderen Ideen für die Verbesserung der Sicherheit sowie für die Verkehrsberuhigung vorhanden sind.

62 Prozent für Tempo 30

Nun liegt die Auswertung der Umfrage vor. Von den 406 verschickten Umfragebögen wurden 237 retourniert. 146 Personen äusserten sich positiv zur Einführung von Tempo 30. Das sind knapp 62 Prozent. 91 Personen waren dagegen (38 Prozent).

Daneben seien auch etliche Ideen für weitere oder ergänzende Massnahmen eingebracht worden, sagt Widmer. Die Meinungen gehen dabei teilweise weit auseinander. So wünschte sich jemand ein Parkverbot auf der Strasse für eine bessere Übersicht. Jemand anderes dagegen nannte die Markierung versetzter Parkplätze als ein Mittel zur Verkehrsberuhigung. «Es ist deshalb klar, dass es nicht einfach wird, eine Lösung zu finden, mit der alle zufrieden sind», sagt Widmer und verweist auch auf jene Anwohner, die sich weiterhin Tempo 50 wünschen.

Die Anwohner einbeziehen

Der Gemeinderat will die Umsetzung von Tempo 30 am Frickberg trotzdem an die Hand zu nehmen. Weil im Budget 2018 allerdings kein Geld für das Projekt eingestellt wurde, wird es 2019. Dann soll unter anderem ein Verkehrsgutachten zeigen, ob neben der Signalisation weitere Massnahmen nötig sind. Klar ist, dass die Anwohner, die sich an der Umfrage beteiligt haben, weiter in die Planungen einbezogen werden sollen. «Sie kennen ihr Quartier am besten. Diese Erfahrungswerte gilt es zu nutzen», so Widmer.

Mit dem Frickberg entstände – nach den Gebieten Dörrmattweg, Leim, Neumattstrasse, Sonnhaldensteig, Ziegelei und Gänsacker – die siebte Tempo-30-Zone im Dorf. Ein Blick auf den Ortsplan zeigt, dass die Zonen dann gut ein Drittel des bewohnten Gemeindegebiets umfassen würden. Ob ein Tempo-30Regime auch in weiteren Quartieren (wieder) zum Thema wird, ist offen. Zumindest im Stieracker, dessen weitere Erschliessung die Sommergemeinde bewilligte, dürfte es diskutiert werden. Das tönte die Gemeinde bereits in der Versammlungs-Botschaft an.

Widmer stellt klar, dass es nicht der Gemeinderat ist, der in Sachen Tempo 30 Gas gibt; vielmehr soll der Anstoss aus der Bevölkerung kommen. «Solche Massnahmen sollen nicht vom Gemeinderat diktiert werden, sondern dem Wunsch der Bevölkerung entsprechen. Dann ist der Rückhalt auch grösser.»

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