In der Produktionshalle der K. Studer AG bestätigten 78 anwesende stimmberechtigte Mitglieder einen Vorstand, der in seinen Berichten für 2016 Probleme ansprach, aber noch mehr Mut machte und Aktionen präsentierte, die dazu dienen sollen, dem Fricktaler Gewerbe in harten Zeiten den Rücken zu stärken. «Es wird uns nicht langweilig», sagte Präsidentin Franziska Bircher in ihrem Jahresbericht. Dauerbrenner sind der Online-Handel und der Einkaufstourismus im grenznahen Ausland.

Bircher rief dazu auf, die Herausforderungen offensiv anzunehmen, und führte als positives Beispiel die FacebookSeite «Regional ist ideal» von Manuela Tschudin an. Auch die sozialen Medien seien für Kundengewinnung und -bindung wichtig und das in allen Branchen. Bedeutend blieben in digitalen Zeiten aber weiterhin auch die Nähe und der persönliche Kontakt zu Ladenbesitzern, Handwerkern und Dienstleistern.

Aktivitäten im Bereich Bildung

Daniel Müller, Vorsitzender des Bereichs Verkauf-Dienstleistungen, betonte in seinem Bericht vor allem die Aktivitäten im Bildungswesen. Beim Anlass «Schule trifft Wirtschaft» sei es darum gegangen, für die Vielfalt der Berufe zu werben und auch die Eltern bei der Berufswahl ihrer Kinder zu unterstützen. «Es waren drei gewinnbringende Tage für alle Seiten», sagte Müller. Weiter lobte er die Weihnachtsmärkte in Frick und Laufenburg im Dezember 2016 als das «beste Standortmarketing für beide Gemeinden».

Allein in Frick habe es 130 Stände gegeben und auch fast alle Läden entlang der Hauptstrasse hätten geöffnet gehabt. Für 2017 plant der Gewerbeverein weitere Aktionen im Jugendbereich, so etwa einen Event für Lernende in der Umweltarena Spreitenbach am 16. Mai. Im Herbst, vom 6. bis 8. Oktober, wird auf dem Ebnet-Areal wieder die Expo stattfinden. Wie OK-Präsident Bernhard Stöckli berichtete, lägen schon rund 90 Bewerbungen vor. Weitere hätten ihr Interesse bekundet. Verlust darf die Veranstaltung keinen machen. Laut Daniela Müller, im Vorstand für die Finanzen zuständig, ist im Budget 2017 dafür eine «schwarze Null» eingeplant.

Unterm Strich konnte der Verein 2016 leicht wachsen: Sieben Austritten stehen acht neue Mitglieder gegenüber. Nicht mehr Vorstandsmitglied ist Adrian Ackermann, der zusammen mit René Leuenberger 2008 ins Gremium gekommen war. Franziska Bircher und auch Ehrenmitglied Markus Kunz, der ein Grusswort sprach, dankten Ackermann für seine Dienste. Einen Nachfolger wählten die Mitglieder bei der Generalversammlung noch keinen. Die Wahl wird erst bei der Zusammenkunft 2018 erfolgen.

Die Präsenz der Mitglieder nutzte am Montagabend Markus Vogt, Geschäftsleiter der K. Studer AG, um den Gastgeber der Tagung als ein innovatives Unternehmen der Baubranche zu präsentieren, das 1923 als Zwei-Mann-Betrieb gestartet sei und heute 85 Mitarbeiter zähle.