Frick
Gewerbe-Ausstellung lädt ein zum Weltenbummeln

Die Expo14 vom kommenden Wochenende präsentiert mit bewährtem Weltenkonzept. Statt Einzelständen bilden jeweils mehrere Teilnehmer eine gemeinsame Themenwelt. Diese laden die Besucher zum Eintauchen, Verweilen und Informieren ein.

Susanne Hörth
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OK-Mitglieder Christoph Vogel (links) und Franziska Bircher (rechts) informieren sich zurzeit regelmässig über den Stand der Expo-Aufbauarbeiten. Hier am Stand von Gartenfachmann Thomas Stöckli (kariertes Hemd) und einem Mitarbeiter.

OK-Mitglieder Christoph Vogel (links) und Franziska Bircher (rechts) informieren sich zurzeit regelmässig über den Stand der Expo-Aufbauarbeiten. Hier am Stand von Gartenfachmann Thomas Stöckli (kariertes Hemd) und einem Mitarbeiter.

Susanne Hörth

Ferienzeit. Von Ruhe auf dem Schulgelände Ebnet in Frick keine Spur. Lieferwagen bringen Waren, vorwiegend Baumaterial. Es wird gehämmert und genagelt, Wände werden aufgestellt, Fussböden verlegt. Die Gewerbeausstellung Expo14 entsteht. Vom kommenden Freitag bis Sonntag gehört die Ebnet ganz den Gewerblern und den hoffentlich vielen Besuchern.

«Wir haben bereits in der zurückliegenden Woche mit dem Aufbau des grossen Zeltes begonnen», so OK-Präsidentin Franziska Bircher. Die nur alle drei Jahre stattfindende Expo in Frick geniesst grosse Bekanntheit – weit über die Fricktaler Grenzen hinaus. Diesem Ruf auch am nächsten Wochenende gerecht zu werden, ist eine Herausforderung.

Massgebend für den Erfolg der Fricker Gewerbeausstellung ist unter anderem, dass das OK aus langjährigen, erfahrungsreichen OK-Mitgliedern besteht. Vertrauen ist ebenso wichtig, wie stete gegenseitige Unterstützung in allen Belangen.

«Wir gehen auch jeweils sehr zukunftsorientiert die Nachfolgeregelung an», erklärt Christoph Vogel, Vize-OK-Chef und Präsident des Gewerbevereins Region Frick-Laufenburg. Neue Mitglieder werden rechtzeitig rekrutiert und begleiten das bestehende OK bereits während der Planung und Umsetzung einer Ausstellung.

Firmen bekommen ein Gesicht

War es einfach, die Gewerbler zum Mitmachen zu motivieren? «Das ganze Umfeld ist im Umbruch», so Christoph Vogel und Franziska Bircher ergänzt: «Das macht es zunehmend schwieriger, die Gewerbetreibenden fürs Mitmachen zu begeistern.»

Ausstellungsaufbau, drei Tage Standbetreuung und parallel dazu das Alltagsgeschäft nicht zu vernachlässigen, bedeutet für die KMUs eine Mehrfachbelastung. Dazu kommt der Konkurrenzdruck, der gerade in Grenznähe zu Deutschland sehr gross ist. Dass sich das Mitmachen an der Expo aber lohnt, das wissen Franziska Bircher und Christoph Vogel aus eigener Erfahrung.

«Die Teilnahme an der Ausstellung hat für die Gewerbler zwar keinen direkten, unmittelbaren Nutzen. Längerfristig lohnt es sich aber. Den Besuchern bleiben die persönlichen Kontakte mit den Firmenangehörigen in Erinnerung», so Vogel. Diese Nähe sorgt für Nachhaltigkeit bei den Besuchern. Franziska Bircher: «Die Firmen bekommen ein Gesicht.»

Vor drei Jahren fand die Expo erstmals mit dem neuartigen Weltenkonzept statt. Anstelle von Einzelständen finden sich die Gewerbler zu gemeinsamen Welten zusammen. Es findet kein Vorbeilaufen an Ständen statt. Die Besucher sind eingeladen zum Verweilen in sogenannten Themenwelten.

Das gute Feedback nach der Expo 2011 hat das OK dazu bewogen, bei der kommenden Gewerbeschau an diesem Weltensystem festzuhalten.

Trotz unbestrittenem Mehraufwand sorgt die Weltenbildung bereits während der Vorbereitungen für ein Finden und Kennenlernen unter den Gewerbetreibenden. «Es schweisst sie zusammen», so Franziska Bircher. Die Expo14 besteht aus insgesamt 23 Welten. Sie alle laden nun die Besucherinnen und Besucher zum Eintauchen, Informieren, Verweilen, Geniessen und vielem mehr ein.

Schwerpunkt Berufsbildung

Die Jugend ist die Zukunft. Ganz in diesem Sinne setzt sich das Gewerbe Region Frick mit grossem Engagement für die Berufsbildung ein. Deshalb wurde die Organisation «ask» eingeladen, die in Sachen Ausbildung, Beruf und Weiterbildung mit Rat und Tat zur Seite steht.

Die Jugendlichen erfahren, welche Lernberufe die Expo-Aussteller anbieten. An den Ständen selbst können sich die jungen Leute ein noch praxisnaheres Bild über mögliche Wunschberufe vermitteln lassen.

Für Franziska Bircher ist es bereits die dritte Expo, welcher sie als Präsidentin vorsteht. Nach der Ausstellung vom kommenden Wochenende wird sie das Präsidium abgegeben. «Sehr intensiv», antwortet sie auf die Frage, wie sie die «letzte» Organisation unter ihrer Leitung erlebt.

«Ich möchte es möglichst gut machen», sagt sie und betont, dass das nur möglich sei, weil sie stets auf die grosse Unterstützung der OK-Mitglieder zählen konnte und kann. «Es ist Teamwork. Einer für alle, alle einen.» Christoph Vogel wirft hier lobend ein: «Ein Organisationskomitee beginnt beim Kopf. Franziska hat es bestens geschafft, 13 OK-Mitglieder und somit 13 Individuen zusammenzubringen.»

Franziska Bircher wird das Expo-OK mit grosser Wahrscheinlichkeit auch bei kommenden Durchführungen verstärken. Es sei ein offenes Geheimnis, dass er das Präsidium für den Gewerbeverein Region Frick-Laufenburg im kommenden Jahr abgegeben und für die GV im März 2015 Franziska Bircher als seine Nachfolgerin vorgeschlagen wird.

Als Vertreterin des Gewerbes wird sie dann ebenfalls dem Expo-OK angehören. Auch dessen Präsidentennachfolge ist laut Christoph Vogel schon geregelt. Übernehmen wird das der Fricker Beni Stöckli. Das ist Zukunft der nächsten Monate, jetzt laden das OK und die Gewerbler erst einmal für nächstes Wochenende zum Kommen und Eintauchen in 23 spannende und lebendige Expo-Welten ein. Nebst guten Begegnungen und Informationen ist auch für das kulinarische Wohl mit viel Abwechslung gesorgt.

«Das muesch eifach gseh ha, da muesch debi si», macht Christoph Vogel deutlich, dass die Expo auch bei dieser Durchführung wieder für viel Nachhaltigkeit sorgen wird.

Die Gewerbeausstellung sei für das Gewerbe Region Frick-Laufenburg zwar nicht der Lebensnerv – der Verein ist das ganze Jahr hindurch stets mit vielen Aktivitäten präsent – am kommenden Wochenende aber ist an der Expo14 in Frick der Puls des regionalen KMUs spürbar. Hier schlägt drei Tage lang das Herz der Region.