Das Gesundheitszentrum Fricktal (GZF) wird im Rahmen einer Nachfolgeregelung per 1. April die Liegenschaft und Infrastruktur der Klinik Alta Aesthetica in den Betrieb des Spitals Rheinfelden eingliedern.

Geplant ist laut einer gemeinsamen Medienerklärung der beiden Unternehmen, die dortige Infrastruktur primär zur Betreuung privatversicherter Patienten sowie zur Durchführung elektiver – also nicht zwingender – Eingriffe im Rahmen des bisherigen Angebots der Klinik Alta Aesthetica zu nutzen.

Die Klinik ist auf Schönheitsoperationen spezialisiert. Genutzt werden soll die Klinik zudem für die «wachsenden Bereiche des GZF in den Bereichen der Frauenheilkunde (inkl. plastische und rekonstruktive Brustchirurgie) und der Orthopädie».

Mehrheit der Mitarbeiter bleibt

Das GZF sieht vor, die Liegenschaft und Infrastruktur der Klinik Alta Aesthetica in den Betrieb des Spitals Rheinfelden zu integrieren. «Dies schliesst auch die Übernahme einer Mehrheit aller Mitarbeitenden mit ein», heisst es in der Mitteilung. Konkret sollen 17 der 20 Mitarbeiter übernommen werden. Der Namen der Klinik, Alta Aesthetica, wird vorerst beibehalten; «eine Umfirmierung wird im Laufe des zweiten Halbjahres 2016 geprüft». Über den Kaufpreis wurde beiderseits Stillschweigen vereinbart.

Von der «repräsentativen Liegenschaft an optimaler Lage am Rheinufer» verspricht sich das GZF, den «wachsenden Bedürfnissen nach individuellem Service und erhöhtem Komfort seiner privatversicherten Patienten» noch besser gerecht werden zu können. Zudem kann das GZF mit den zusätzlichen Räumen die Reduktion der Bettenkapazität, die am Spital Rheinfelden aufgrund der derzeit laufenden Gesamtsanierung auch langfristig resultieren wird, mehrheitlich ausgleichen.

Die Bettenreduktion rührt daher, dass man auch im Spital Rheinfelden dem steigenden Bedürfnis der allgemein- und zusatzversicherten Patienten nach grosszügigeren Zimmern und zusätzlichen technischen und medizinischen Räumen Rechnung tragen will. «Die so verminderte Bettenkapazität am Spital Rheinfelden kann durch die Eingliederung der 14 Betten der Klinik Alta Aesthetica optimal aufgefangen werden», heisst es in der Mittelung.

Der Verwaltungsrat des GZF ist sich sicher: «Mit diesem Schritt tragen wir den Wünschen unserer Patienten in idealer Weise Rechnung und können das GZF als Gesundheitsdienstleister der ersten Wahl im Fricktal und darüber hinaus positionieren. Wir sind überzeugt, unseren Patienten damit einen echten Mehrwert zu bieten.»

Auch Jürg Eichenberger, der inzwischen 76-jährige Gründer und Eigentümer der Klinik Alta Aesthetica, sieht darin eine Win-win-Lösung für alle Beteiligten: «Es war mir ein persönliches Anliegen, für meine Nachfolgeregelung einen Partner zu finden, der auf dem für die Alta Aesthetica bereits erfolgreich gelegten Grundstein weiter aufbaut. Ich bin sehr zuversichtlich, in der Zusammenarbeit mit dem GZF die ideale Lösung gefunden zu haben.»

GZF hat 850 Angestellte

Das Gesundheitszentrum Fricktal (GZF) wurde 1999 als Zusammenschluss der beiden Regionalspitäler Rheinfelden und Laufenburg gegründet und ist heute mit rund 850 Mitarbeitenden einer der führenden Gesundheitsbetriebe im Fricktal. Nebst den Standorten Rheinfelden und Laufenburg mit ihren Akutspitälern und Pflegeheimen umfasst das GZF auch das Fachärztehaus Frick. Das GZF ist Partner von Rheinfelden medical. Die Alta Aesthetica ist ein im Jahr 2012 eröffnetes Kompetenzzentrum für ästhetisch-plastische Chirurgie. Den Patientinnen und Patienten stehen für die stationäre Behandlung vierzehn luxuriöse Zimmer zur Verfügung.(AZ)