An der Mühlegasse 15 in Frick steht ein Rohbau, der ab Januar ein Fachärztehaus des Gesundheitszentrums Fricktal beherbergen wird. Das Gesundheitszentrum Fricktal betreibt die Spitäler Rheinfelden und Laufenburg. Im neuen Fachärztehaus in Frick werden die Ärzte Spezialsprechstunden für Urologie, Orthopädie und Gynäkologie anbieten.

Angebot verbessern

«Es wird jedoch keine medizinische Grundversorgung angeboten», betont Miriam Crespo, Mediensprecherin des Gesundheitszentrums Fricktal. Viel eher soll dem Patienten der Weg nach Rheinfelden oder Laufenburg erspart werden. «Hausärzte werden durch das neue Angebot nicht konkurrenziert», so Crespo. Noch immer gelte die Maxime, dass Patienten zuerst den Hausarzt aufsuchen und von diesem dann an den Spezialisten verwiesen werden, wenn es sich um spezifische Beschwerden handelt.

Verwaltungsratspräsident Kurt Jakober schreibt dazu im kürzlich erschienenen Jahresbericht: «Dadurch sind wir näher bei unseren Patienten und erhoffen uns eine zusätzliche Stärkung des Spitals Laufenburg, welches für die kommenden Jahre ein eminent wichtiges Standbein für das Gesundheitszentrum Fricktal darstellt.»

Letztes Jahr habe der Verwaltungsrat der Geschäftsleitung den Auftrag erteilt, das Angebot des Gesundheitszentrums zu verbessern sowie die gute Zusammenarbeit mit den Hausärzten auszubauen. «In der Folge prüfte die Geschäftsleitung bis Ende Januar 2011 die Option eines Fachärztehauses in Frick», so Kurt Jakober. Die Eröffnung des Fachärztehauses ist für den 1. Januar 2012 geplant. Es wird an der Mühlegasse 15 eine Fläche von rund 300 Quadratmetern belegen.

Geringer Gewinn im Jahr 2010

Der Geschäftsbericht gibt auch Einblick in die Entwicklungen des vergangenen Jahres. Die Spitäler Rheinfelden und Laufenburg waren mit knapp 90 Prozent gut ausgelastet und die Pflegeheime mit 100 Prozent Auslastung sogar sehr gut.

Das Gesundheitszentrum Fricktal schliesst das Geschäftsjahr 2010 mit einem leichten Gewinn von 30000 Franken ab. «Dank konsequenter Kostenkontrolle konnte ein positives Geschäftsergebnis erarbeitet werden», steht im Geschäftsbericht.

Der relativ geringe Gewinn von 30000 Franken hängt damit zusammen, dass während des letzten Jahres die Abläufe am Spital durchleuchtet und verbessert wurden. Das kostete Geld. Mediensprecherin Miriam Crespo: «Um die Qualität der medizinischen Versorgung weiterhin zu verbessern und dabei Effizienzsteigerungen zu erzielen, wollen wir vermehrt unsere Prozesse analysieren und optimieren.»