Gestützt auf eine Leistungsanalyse will die Aargauer Regierung zwischen 2015 und 2017 bis zu 80 Millionen Franken einsparen und so den Finanzhaushalt entlasten. Im Bildungsbereich droht den Einschulungsklassen das Aus.

Ebenso sollen die logopädischen Dienste gekürzt, Deutsch als Zweitsprache reduziert sowie das Werk- und Berufswahljahr abgeschafft werden.

Rund 30 der 80 Millionen, welche eingespart werden müssen, gehen auf Kosten der Bildung. Die Schulpflege Laufenburg findet dies verantwortungslos und nicht nachvollziehbar. «Wer bei den Schwächsten und Jüngsten spart verkennt, dass Bildungsinvestitionen im Vorschulbereich, im Kindergarten sowie in der Grundschule am nachhaltigsten sind», schreibt sie in einer Mitteilung.

Und weiter: «Gerade an unserer Schule, wo viele Kinder aus einem multikulturellen Umfeld kommen, sind die beschlossenen Massnahmen einschneidend und betreffen uns direkt. Als Folge davon werden vermehrt teure Stützmassnahmen notwendig werden oder die Chance auf eine erfolgreiche Schullaufbahn nimmt massiv ab.»

Jugendliche, die den Einstieg ins Berufsleben nicht schaffen, würden für sich selbst und für die Gesellschaft zur Belastung. Mit dem geplanten Eingriff im Bildungssektor werde deshalb ein volkswirtschaftlicher Schaden in Kauf genommen, so die Schulpflege Laufenburg weiter.

Auch sei es unverständlich, dass der Kanton das unlängst beschlossene Massnahmenpaket zur Stärkung der Volksschule durch den massiven Bildungsabbau bereits wieder infrage stelle. (AZ)