Rund 30 Personen waren zum Haus der Familie im Egg 14 gekommen, wo Verena Buol-Lüscher sie willkommen hiess. Lodernde Feuer und Windlichter illuminierten den Vorgarten der Familie. Mit auf offenem Feuer heiss gemachtem Glühwein und Apfelmost sowie Lebkuchen konnten sich die grossen und kleinen Besucher aufwärmen und stärken. Für vorweihnachtliche Stimmung war so bestens gesorgt.

Geigenspiel

Gegen 18 Uhr liess die Hausherrin das Adventsfenster erstmals erstrahlen, das die Passanten jetzt noch bis Dreikönig erfreuen wird. Danach ging ein Fenster im Obergeschoss auf. Drin stand Tochter Mia Lüscher und spielte Geige. Schliesslich trat ihr Vater, Kaspar Lüscher, heraus, bekleidet mit einem langen schwarzen Mantel. Der Theaterschauspieler, Autor und Erzähler, bekannt unter anderem durch seine Geschichtenwanderungen durchs Fricktal, las den Anwesenden eine selbst verfasste Geschichte vor – von einem Mädchen, das in einem alten Mann den Weihnachtsmann zu erkennen glaubte. Wie dieser es dann tatsächlich wurde, wenn auch nur als Job in einem Kaufhaus.

Und wie er es gegen Ende dann doch war, als wahrer Wohltäter für eine Mutter mit ihrem Kind in Not, einen Tag vor Heiligabend.

Nicht nur teure Geschenke zählen

Auch die Kinder konnten am Samstagabend aus Kaspar Lüschers Geschichte lernen: Dass an Weihnachten nicht nur die teuren Geschenke der Eltern und Grosseltern zählen, sondern auch die kleinen Dinge, zum Beispiel ein in rosa Stanniolpapier eingewickeltes Bonbon, überreicht vom Weihnachtsmann persönlich.

Seit dem 1. Dezember läuft die vom Gipf-Oberfricker Verein Kultour veranstaltete Adventsfenster-Aktion in Gipf-Oberfrick.

Der Vorstand um Ruth Honegger und Gemeinderat Jos Bovens kam auch auf die Lüschers zu und bat ums Mitmachen. Die Gestaltung des Abends ist den Mitwirkenden überlassen. So entschied sich Lüscher zur Lesung einer Geschichte. Gekonnt intoniert und lebendig vorgetragen liess der Profi die Protagonisten vor dem geistigen Auge der Zuhörer Gestalt annehmen. Konzentriert und mit kräftiger und durchdringender Stimme las der Synchron- und Hörbuchsprecher vor.

Nach der Lesung standen die Besucher noch lange vor dem Haus der Familie Lüscher zusammen und tauschten sich über die zuvor gehörte Geschichte aus.