Gipf-Oberfrick

Gesangstalente begeistern Jury und Zuschauer

Am Song-Contest «Das Mikrofon» in Gipf-Oberfrick setzte sich die Herznacherin Katja Keller durch.

Wer sind die Besten im Lande? Der Antwort auf diese spannende Frage stellten sich 15 junge Sängerinnen und Sänger beim fünften Song-Contest «Das Mikrofon» am Samstag in der Mehrzweckhalle Gipf-Oberfrick. Dieser fröhliche Sängerwettstreit ist eine Auftrittsplattform im Fricktal für Hobbynachwuchstalente – und gleichzeitig eine wunderbare Unterhaltung für das Publikum, das sich mit seiner Bewertung beteiligen kann. Von insgesamt 30 Bewerbern für den Wettbewerb qualifizierten sich insgesamt 15.

Auch das Ambiente an diesen Abend stimmte rundum. Viele begeisterte Zuschauer, eine Bühnenshow mit Licht-und Rauchspektakel und mit Nicole Häberli eine ausgesprochen charmante Moderatorin. Fünf Jurymitglieder bewerteten die Finalisten, gaben nach jeder Einzeldarbietung ein kurzes Feedback. Alle Teilnehmenden des Wettbewerbes traten im Halbfinale zuerst gegeneinander an. Die drei Besten und der Publikumsliebling durften am Schluss mit einem zweiten Song nochmals antreten. Erst danach wurden die drei Sieger endgültig benannt und gefeiert.

Verschiedene Genres

Jugendlich unbeschwert, aber mit lustvoller Leidenschaft boten die 15 hochtalentierten Hobbykünstlerinnen und -künstler Musik ganz unterschiedlicher Stile und Genres dar. Sie überzeugten mal rockig-poppig, gefühlvoll, sympathisch, teils mit Erfahrung, teils noch ganz neu, animierten mit ihrem Gesang den Saal zum Mitklatschen. Einige brachten schon Bühnenerfahrung mit, für andere war der Auftritt eine Premiere.

Den Songcontest eröffnete Jolanda Amsler-Bürge (Hornussen) mit dem romantisch-prachtvollen Titel «Guardian», rhythmisch erfrischend und kraftvoll Nicole Kunz (Seengen). Gefühlvoll-melodisch sang die 18-jährige Kim Schenk (Wil) durchmass dabei mit ihrer kraftvollen Stimmen die gesamte Skala der Tonleiter. Dass für Katja Keller (Herznach) singen alles ist, davon überzeugte sie mit ihrer Gitarre sofort. Auch wenn sie in ihrem Lied vom «gebrochenen Herzen» versonnen erzählte, die Jury bescheinigte ihr für die Zukunft ganz viel Potenzial. Locker und keck wusste Soraya Welte (Frick), wie man Geld wandern lässt, Erika Correia (Kerzers) beschwor innig klangschön «alles über sich».

Pamela Mölbert (Densbüren) ist nicht nur ein Gesangstalent, die meisten Lieder schreibt sie auch selbst für sich und ihre Gitarre. Oft auch in Deutsch. Mit einer sehr respektablen Leistung berührte sie sehr. Die fünf schon in der Branche gestandenen Damen und Herren der «The Flo Singers» haben sich erst vor drei Monaten zum klangprächtigen A-cappella-Ensemble zusammengeschlossen. Sie leben alle in Basel, sind jedoch gebürtig in ganz verschiedenen Ländern. Kontrastreich und wunderschön der hohe helle Gesang der Damen zum dunklen Bass. Umwerfend das mitreissende Temperament von Melina Zwahlen (Gipf-Oberfrick), die lyrisch farbenfroh von der «anderen Seite des Lebens» zu berichten wusste. Zärtlich harmonisch danach die drei Damen (Stefanie und Natalie Thüring, Sophia Koller) der Gruppe «Triad» aus Rheinfelden, herzergreifend versonnen überzeugte mit anmutiger Stimme Amanda Schupp (Leuggern) als barfüssiger blonder Engel. Eindrücklich hingebungsvoll und schon sehr professionell war Melinda Hofer (Oftringen) in der Ballade von der Jugend, Brigitte Caviezel (Olten) begeisterte flott und cool mit «Man! I feel like a woman». Die Jüngste unter den Nachwuchtalenten war Tabea Tomamichel (Buchs), zärtlich und glamourös liess sie ihre Gedanken schweifen. Als einziger männlicher Mitbewerber musste sich Joel Abd-Elhamid (Hellikon) gegen eine ziemlich starke weibliche Übermacht behaupten. Aber das tat er lässig-gekonnt mit einem Song von Lady Gaga.

Klar, dass es die Jury nicht leicht hatte, die drei Allerbesten zu finden, denn gut waren sie alle. Am Ende erkor sie Katja Keller zur Siegerin. Keller war zudem auch Publikumsliebling. Den zweiten Platz belegte Melinda Jennifer Hofer und Rang drei ging an die Gruppe Triad.

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