Gesamterneuerungswahlen
Darauf sind andere Gemeinden neidisch: In Magden buhlen acht Einwohner um einen Sitz im Gemeinderat

Acht wollen, fünf können: In Magden bewerben sich am 26. September gleich sieben Männer und eine Frau um die fünf Sitze im Gemeinderat. André Schreyer will Gemeindeammann bleiben, Carole Binder neu Vizeammann werden.

Thomas Wehrli
Drucken
Teilen

Manch eine Gemeinde im Aargau blickt derzeit neidisch in Richtung Westen. Oder genauer: ins untere Fricktal nach Magden. Denn während vielerorts nur mit Mühe genügend Frauen und Männer gefunden werden, die in den Gemeinderat einsteigen wollen, oder gar Sitze unbesetzt bleiben, haben die Magdener wahrlich die Qual der Wahl: Nicht weniger als sieben Männer und eine Frau wollen in der Dorfregierung mitwirken.

Das spricht für das Dorf, in dem die politische Kultur noch gross geschrieben wird und wo an Gemeindeversammlungen immer wieder hitzig und diskursiv diskutiert wird. Versprach die Ausgangslage noch einen eher ruhigeren Verlauf der diesjährigen Gesamterneuerungswahlen – ausser Vizeammann Rudolf Hertrich (Die Mitte) treten mit André Schreyer (FDP), Carole Binder-Meury (SP), Thomas Herzel (Die Mitte)und Roger Sprenger (SVP) alle vier Bisherigen wieder an – so zeigte sich im Frühsommer, dass es doch heiss wird im Herbst. Denn mit Bruno Blind, Sascha Bötte, Roland Graf und Jeremias Zürcher bewarben sich gleich vier Neue um den einen frei werdenden Sitz. Auffallend dabei: Gehören die vier Bisherigen sowie der abtretende Rudolf Hertrich alle einer Partei an, treten die vier Neuen alle als Parteilose zur Wahl an.

Die Ausgangslage mit acht Kandidierenden macht eine Prognose über den Wahlausgang am 26. September schwierig. Ein zweiter Wahlgang ist aber bei so vielen Kandidierenden nicht unwahrscheinlich. Ob dabei alle vier Bisherigen die Hürde des Absoluten Mehr bereits im ersten Wahlgang überspringen oder vereinzelt ebenfalls in einen zweiten Wahlgang müssen, wird sich weisen. Klarer scheint das Rennen um die Führungscrew. André Schreyer stellt sich für eine weitere Amtsperiode zur Wahl als Gemeindeammann. Schreyer ist seit 2017 Ammann von Magden und hat seither einen guten Job gemacht. Seine Wiederwahl als Ammann scheint deshalb ungefährdet. Nachfolgerin von Hertrich will Carole Binder-Meury werden. Die SP-Politikerin sitzt seit vier Jahren im Gemeinderat und wirkt seit Anfang Jahr als Grossrätin. Sie hat viel Power und dürfte klar als Vizeammann gewählt werden.

Was finden Sie an Magden cool?

André Schreyer, Gemeindeammann (FDP), kandidiert erneut.

André Schreyer, Gemeindeammann (FDP), kandidiert erneut.

Zvg / Aargauer Zeitung

André Schreyer, Gemeindeammann (FDP), kandidiert erneut: «Magden ist sehr lebenswert: Ländlicher Dorfcharakter und trotzdem nahe an der Stadt, perfekt erschlossen aber keine Lärmbelastung durch die Autobahn, gute öffentliche Verkehrsverbindungen, attraktive Sport- und Freizeitanlagen für Jung und Alt. Dank sehr aktiven Kommissionen wurden erst Labels wie «Energiestadt» und «Kinderfreundliche Gemeinde», aber auch andere Projekt wie der Naturpfad möglich.»

Carole Binder-Meury, Gemeinderätin (SP), kandidiert als Vizeammann: «Die ländliche Umgebung Magdens schätze ich sehr, weil die Natur sehr nahe ist und genügend Erholungsraum bietet. Man kennt sich noch im Dorf und die vielen Vereine sind sehr wertvoll für alle Altersgruppen. Dank der Möglichkeit in diversen Magdemer Geschäften einzukaufen, sind die Wege kurz und für alle gut erreichbar.»

Roger Sprenger, Gemeinderat, SVP, bisher: «Magden ist in all den Jahren ein Dorf geblieben, man kennt sich, freut sich ob der guten Lage und der nebelfreien Zone dank dem Möhlinjet.»

Thomas Henzel, Gemeinderat, Die Mitte, bisher: «Die Grösse des Dorfes sowie die verschiedenen Dienstleistungsangebote. Die Möglichkeiten, die Natur zu geniessen, sind in unmittelbarer Nähe vorhanden.»

Bruno Blind, kandidiert neu als Gemeinderat, parteilos: «In Magden lässt es sich sehr gut leben als Familie. Man kennt sich noch, grüsst und es gibt ein intaktes Vereinsleben. Die «Hausberge» Oensberg, Chüller und Sunneberg, die das Dorf einbetten, laden zu einem «Brötle» mit der ganzen Familie ein. Die Infrastruktur ist den Bedürfnissen der Bevölkerung angepasst.»

Sascha Bötte, kandidiert neu als Gemeinderat, parteilos: «Magden ist ein Ort mit vielen Möglichkeiten- zahlreiche Vereine bieten ein breit gefächertes Programm für alle Altersklassen. «Cool» finde ich übrigens auch unsere Dorfjugend, die (fast) jeden Tag mit dem Velo von Magden nach Rheinfelden und zurück fährt, um dort die Schule zu besuchen. Umweltfreundlich und in Bewegung – dass verdient Anerkennung!»

Roland Graf, kandidiert neu als Gemeinderat, parteilos: «Dass Magden noch seinen Dorfcharakter hat, wo man sich kennt, hilft und sich unterstützt. Es ist noch kein anonymes Schlafdorf. Die ländliche Umgebung mit seinen Naherholungsphasen mit der guten Anbindung an die Zentren, wie auch das Freizeitangebot, macht das Leben hier lebenswert. Das soll erhalten bleiben.»

Jeremias Zürcher, kandidiert neu als Gemeinderat, parteilos: «Magden ist cool, weil seine Bewohner sehr vielfältig sind. Von den engagierten Rentnern über die Jugendlichen am «Slip’n’Slide» bis zu den Kleinsten am Räbeliechtliumzug. Wir haben eine gute Durchmischung mit Leuten aus diversen Regionen und Ländern. Man kennt sich und der Zusammenhalt sowie die Hilfsbereitschaft untereinander sind gross.»

Was stört Sie an Magden , wo drückt der Schuh?

Carole Binder-Meury, Gemeinderätin (SP), kandidiert als Vizeammann.

Carole Binder-Meury, Gemeinderätin (SP), kandidiert als Vizeammann.

Zvg / FRI

André Schreyer: «Schade ist, dass der Individualismus zunimmt und so gute Projekte auf den Eigennutzen reduziert werden. Der Gedanke ans Kollektiv ist auf dem Rückgang. Ansonsten gib es nicht viel Negatives über Magden zu berichten. Die «coolen» Dinge überwiegen ganz klar.»

Carole Binder-Meury: «Die definitive Schliessung unserer Poststelle ist ein grosser Verlust für unsere Gemeinde. Es mangelt allgemein an Nachwuchs in den Vereinen und in der Freiwilligenarbeit. Zusätzliche Angebote im öffentlichen Verkehr in Richtung Wintersingen/ Sissach wären wünschenswert».

Roger Sprenger: «Nichts.»

Thomas Henzel: «Die differenzierten Gruppierungen sowie die gesellschaftlichen Veränderungen. Die Menschlichkeit nimmt immer mehr ab. Das soziale Verhalten hat Verbesserungspotenzial.»

Bruno Blind: «Finanziell ist Magden sehr gut aufgestellt, was als Verdienst der Gemeinderäte seit einigen Amtsperioden vor mir zu verdanken ist. Bei der Einzonung neuer Baufelder gibt es verschiedene Ansichten und Meinungen. Jede hat auf ihre Art Berechtigung. Es ist schwer allen gerecht zu werden. Und trotzdem muss diese Aufgabenstellung geregelt werden.»

Sascha Bötte: «Teilweise sind die kleineren Seitenstrassen sehr eng und Trottoirs sind aus Platzgründen nicht realisierbar. Die durch den Ort führende Hauptstrasse ist stark befahren und in der dunkleren Jahreszeit besonders für Kinder oder auch Ältere mit Einschränkungen bei der Überquerung nicht immer ungefährlich. Da wünsche ich mir mehr Sicherheit.»

Roland Graf: «Ich wünschte mir, dass wir allesamt etwas mutiger, selbstbewusster und mit mehr Augenmass unterwegs sind, zum Beispiel mit der vorschnellen Absage der 1. August-Feier oder die ewige Diskussion um Wachstum um jeden Preis. Sind wir bereit, jeden Preis zu zahlen?»

Jeremias Zürcher: «Ideen und Interessen der Bevölkerung haben im Gremium des Gemeinderats teilweise einen schweren Stand. Da erwarte ich pragmatische Lösungen. Nicht eine grundsätzlich ablehnende Haltung, sondern Offenheit gegenüber neuen Ideen. Als demokratisch legitimierte Exekutivbehörde muss man sich bewusst sein, dass man vom Volk gewählt und beauftragt wurde. »

Welches Projekt muss 2022 unbedingt angegangen werden?

Roger Sprenger, Gemeinderat, SVP, bisher.

Roger Sprenger, Gemeinderat, SVP, bisher.

Zvg / Aargauer Zeitung

André Schreyer: «Neben den anstehenden Bau-Projekten (Sanierung Schwimmbad, Neubau Werkhof inkl. An- und Umbau Feuerwehrmagazin, Sanierung Grundwasserpumpwerk Enge oder Neubau Vertikalfilterbrunnen inklusive der Transportwasserleitungen) ist die Integration der Aufgaben der Schulpflege in die Gemeinderatsverantwortung ein sehr grosses Projekt.»

Carole Binder-Meury: «Mit dem Unicef-Projekt «kinderfreundliche Gemeinde» soll im 2022 der Robinsonspielplatz realisiert und die Kinder sowie Jugendlichen in politische Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Zudem wünsche ich mir eine erfolgreiche Umsetzung der Renovation und Erweiterung unseres Dorfschwimmbades.»

Roger Sprenger: «Im Finanzplan werden die Bauvorhaben der nächsten Jahre geplant. Diese sind unter anderen abhängig von der Finanzkraft unseres Dorfes. Mit Werkhof, Sanierung Feuerwehrmagazin und Schwimmbad stehen grössere Projekte an. Natürlich gibt es immer wieder Überraschungen die ein sofortiges Handeln nötig machen wie nach den grossen Regenschauern in Bezug auf die in Mitleidenschaft gezogenen Feldwegen.»

Thomas Henzel: «Die Alterspolitik im Dorf sowie das Gesundheitswesen (Spitex).»

Bruno Blind: «Wir haben dem Planungskredit für den Werkhof Neubau- und Umbau Feuerwehrmagazin zugestimmt. Dies ist ein grosses und wichtiges Projekt für Magden. Ich weiss aus meiner beruflichen Tätigkeit, dass es bei Umbauprojekten immer wieder zu Unvorhergesehenem kommen kann. So ein Projekt zu betreuen ist eine grosse Herausforderung, der ich mich gerne stellen würde.»

Sascha Bötte: «Die Projektierung der «Einzonung Bünn» wird auch im Jahr 2022 eine gewaltige Herausforderung und ich habe den Eindruck, dass hier die sehr stark voneinander abweichenden Ansichten bezüglich der Umsetzung zwischen den interessierten Parteien aufeinanderprallen. Als künftiges Gemeinderatsmitglied möchte ich mich mit diesem Reizthema intensiv befassen.»

Roland Graf: «Die Renovation/Umbau des Feuerwehrlokals (40-jährig) mit der Realisierung des neuen Werkhofs (auch wenn dieser Standort ebenfalls nur «second-best» ist). In der Sicherheit zu sparen und zuzuwarten ist ein schlechter Ratgeber und kann sich früher oder später rächen. An diesen Themen muss man ehrlich sein und die Kosten tragen.»

Jeremias Zürcher: «Bei einer Wahl in den Gemeinderat müsste ich mir zuerst einen Überblick verschaffen, welche Projekte am Laufen sind. Mir geht es nicht darum, möglichst viel anzureissen. Erst nach einer Auslegeordnung ist es möglich, die Priorisierung zu überprüfen und allenfalls Neues anzustossen. Es soll langfristig, nachhaltig geplant und zügig umgesetzt werden.»

Wenn Sie 5 Millionen Steuerfranken zur freien Verfügung für Magden hätten – was würden Sie damit realisieren?

Thomas Henzel, Gemeinderat, Die Mitte, bisher.

Thomas Henzel, Gemeinderat, Die Mitte, bisher.

Zvg / Aargauer Zeitung

André Schreyer: «Magden kann sich seine Ausgaben im Moment leisten. Die notwendigen Projekte können realisiert werden. Meines Erachtens sind Steuerfranken immer so einzusetzen, dass das Notwendige realisiert wird, das Wünschbare eben nicht. Somit würde ich das Geschenk der fünf Millionen dem Steuerzahler zurück geben.»

Carole Binder-Meury: «Mit diesem Betrag würde ich ein Sozial-Zentrum errichten, welches Platz bietet beispielsweise für eine Kindertagesstätte, Spielgruppen, Spitex und Genossenschafts – und Alterswohnungen. Dies wäre eine nachhaltige Investition für alle Altersgruppen.»

Roger Sprenger: «Eine gute Infrastruktur bildet meines Erachtens die Basis für ein attraktives Dorf. Der Kanton delegiert immer mehr Aufgaben an die Gemeinden oder erhöht die Ausgaben für seine Dienstleistungen. Dies führt dazu, dass unser finanzieller Spielraum stetig kleiner wird. Es gilt dabei Sorge zu den Steuergeldern aber auch zu allfälligem Geldsegen zu tragen. Priorität hätten Infrastruktur und energetische Massnahmen.»

Thomas Henzel: «Ein Zentrum, wo sich Jung und Alt treffen können. Die sozialen Kontakte sind für unser Dorf ein wichtiges Element und müssen gefördert werden.»

Bruno Blind: «Ich würde das Geld für Wohnraum für die ältere Bevölkerung einsetzen. Magdener sollten in Magden alt werden können. Mein Vater zum Beispiel konnte mangels Platz und Pflegeangebot nicht in Magden alt werden. Wir mussten einen Platz ausserhalb Magdens suchen. Und alte Bäume verpflanzen ist bekanntlich schwer und keine gute Idee.»

Sascha Bötte: «Ich würde über die Verteilung nicht alleine befinden, sondern ein Gremium bilden, um verschiedene Projekte mit Nachhaltigkeit ins Leben zu rufen. Denkbar wäre es, einen gewissen Betrag in den Bereich der Verkehrssicherheit zu investieren. Zudem würde ich ein Bildungsprojekt anstossen und in moderne Informationstechnologie investieren.»

Roland Graf: «Ausbau und Erneuerung der Infrastruktur: Die Wasserversorgung, Reservoirs, Brunnfassungen und Leitungssystem beispielsweise haben Priorität. Trockene Sommer und alte Leitungen (Rohrbrüche) haben die Anfälligkeit gezeigt, wie auch die weggeschwemmten Wege und Strassen beim Dauerregen diesen Sommer. Infrastruktur ist das Rückgrat eines gesunden Dorfes.»

Jeremias Zürcher: «Möglicherweise könnte damit ein Projekt verwirklicht werden, welches bis anhin aus finanziellen Gründen zurückgestellt oder nicht umgesetzt wurde? Vielleicht eine Waldhütte, welche von der Bevölkerung genutzt werden kann? Von Investitionen mit Steuereinnahmen aus Magden sollten auf jeden Fall alle Magdenerinnen und Magdener profitieren.»

Weshalb sind Sie/wollen Sie in die Politik?

Bruno Blind, kandidiert neu als Gemeinderat, parteilos.

Bruno Blind, kandidiert neu als Gemeinderat, parteilos.

Zvg / Aargauer Zeitung

André Schreyer: «Mir gefällt es, in meiner Gemeinde etwas bewegen/entwickeln und die Weichen für die Zukunft stellen zu können. Im Unterschied zu anderen politischen Aufgaben ist der Einsatz im Gemeinderat direkt im Alltag spürbar.»

Carole Binder-Meury: «In verschiedenen Gremien habe ich erleben dürfen, wie man konstruktiv und gemeinsam tragfähige Lösungen für Probleme der Gesellschaft finden kann. Überparteiliche Lösungen zu finden gehören für mich dabei zu den spannendsten und zugleich herausforderndsten Aufgaben. Dabei habe ich sehr viel gelernt und schätze die Möglichkeit mitzugestalten.»

Roger Sprenger: «Ich lebe seit der Geburt in Magden und das Dorf liegt mir am Herzen. Es macht mir Freude, mich im Dorf zu engagieren, mich einzubringen und die Zukunft unseres Dorfes mitzugestalten.»

Thomas Henzel: «Als Mitte-Partei-Politiker Verantwortung und Solidarität übernehmen und umsetzen.»

Bruno Blind: «Ich bin in Magden aufgewachsen und zur Schule gegangen. Ich kenne das Vereinsleben von Kindheit an und bin auch jetzt noch aktiv in diversen Vereinen. Wir haben 3 schulpflichtige Kinder und meine Mutter wohnt auch noch in Magden. So kenne ich also die Bedürfnisse von drei Generationen, die in Magden leben. Alle haben eigene Ansprüche an die Politik.»

Sascha Bötte: «Als Teil der Exekutive kann ich direkt an wichtigen Themen und Entscheidungen mitwirken. Ich bin aufgeschlossen und kann auch Kompromisse eingehen. Als ehemaliger Ausländerkommissar der grössten Verkehrsgewerkschaft der Schweiz durfte ich mich bereits für die Mitglieder unter Beweis stellen und habe es nie bereut, ein solches Amt zu übernehmen.»

Roland Graf: «Um – auch ungehörte – Meinungen zu sammeln, zu vertreten und etwas zu bewegen. Nur die Faust im Sack machen und reklamieren ist bequem. Sich konstruktiv mit Problemen und Meinungen auseinandersetzen und lösungsorientiert auf die gemeinsamen Bedürfnisse eingehen, ist das was zählt. In der Politik kann ich Worten Taten folgen lassen.»

Jeremias Zürcher: «Ich möchte etwas bewegen in der Gemeinde. Aktiv die Geschäfte mitbestimmen und mithelfen, dass die Gemeinde Magden auch in Zukunft eine hohe Lebensqualität hat. Ich bin lösungsorientiert und habe eine hohe Leistungsbereitschaft. Ich möchte diese Verantwortung übernehmen und einen erfolgreichen Teil zur Aufgabenerfüllung des Gemeinderats beitragen.»

Das Smartphone/Handy ist für mich ...

Sascha Bötte, kandidiert neu als Gemeinderat, parteilos.

Sascha Bötte, kandidiert neu als Gemeinderat, parteilos.

Zvg / Aargauer Zeitung

André Schreyer: «ein Arbeitsgerät.»

Carole Binder-Meury: «Für mich ist dieses Wunder der Technik Fluch und Segen zugleich. Einerseits ist es ein grossartiges Kommunikationsmittel und andererseits besteht die Gefahr einer gewissen Abhängigkeit und der ständigen Erreichbarkeit. Weniger ist mehr.»

Roger Sprenger: «ein ständiger Begleiter, der in der heutigen digitalisierten Welt immer wichtiger wird und aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken ist.»

Thomas Henzel: «ein heute notwendiges Arbeitsinstrument.»

Bruno Blind: «ein Kommunikationsmittel, manchmal Segen manchmal Fluch zugleich.»

Sascha Bötte: «ein nicht mehr wegzudenkendes Kommunikationsmittel. Allerdings muss man schauen, dass es nicht zu sehr den Alltag bestimmt und man durch eine ständige Verfügbarkeit sein eigenes Leben zu sehr einschränkt. Im Strassenverkehr ist die Benutzung mit Vorsicht zu geniessen – es verleitet leider zu Ablenkung und damit zum erhöhten Unfallrisiko.»

Roland Graf: «Himmel und Hölle zugleich. Unerlässlich als Agenda und Fotoapparat, bequem als Informationsquelle und Portemonnaie, schön um in Kontakt zu bleiben, zeitvertreibend für ein Spiel und gleichzeitig Geisel des ständig erreichbaren und Blockade der analogen Kommunikation. Die reale Welt ist analog nicht digital. Höchstens digital unterstützt.»

Jeremias Zürcher: «In erster Linie ein Arbeits- und Hilfsmittel. Das digitale Zeitalter schafft viele neue Möglichkeiten. Diese gilt es bewusst zu nutzen um einen wirklichen Mehrwert zu erzielen. Die Kehrseite ist die Abhängigkeit, welche wir uns teilweise geschaffen haben. Dies wird einem bewusst, sobald das Smartphone mal (vorübergehend) nicht mehr funktioniert.»

Wächst Magden zu schnell?

Roland Graf, kandidiert neu als Gemeinderat, parteilos.

Roland Graf, kandidiert neu als Gemeinderat, parteilos.

Zvg / Aargauer Zeitung

André Schreyer: «Magden ist sehr schnell gewachsen, seit fünf Jahren ist die Bevölkerungszahl aber rückläufig. Somit kann nicht mehr von einem schnellen Wachstum gesprochen werden.»

Carole Binder-Meury: «Aufgrund mangelnder Baulandreserven kann Magden nicht gross wachsen. Ein qualitativ, nachhaltiges und moderates Wachstum im Zusammenhang mit zahlbarem Wohnraum wäre für mich durchaus denkbar. Der Dorfcharakter darf dabei nicht verloren gehen und auch der Natur muss dabei unbedingt Sorge getragen werden.»

Roger Sprenger: «Nein, die Bevölkerung von Magden hat in den letzten Monaten sogar abgenommen.»

Thomas Henzel: «Nein, ein moderates Wachstum ist wichtig. Der Steuerfuss liegt noch bei 95 Prozent. Es muss sichergestellt werden, dass junge Familien sich wieder in Magden ansiedeln können.»

Bruno Blind: «Diese Frage lässt sich nicht abschliessend beantworten. Den einen zu schnell, den andern zu langsam. Wachstum an und für sich soll nichts Negatives bedeuten. Es sollte aber ein Kompromiss gesucht werden, der für alle tragbar ist. Dies wird eine interessante Aufgabe sein, die vor uns steht.»

Sascha Bötte: «Magden droht durch verdichtete Bauzonen zu schnell zu wachsen. Aktuell befinden wir uns noch in einer moderaten Wachstumsphase und das sollte auch so bleiben. Schnelles Wachstum hätte auch zur Folge, dass verschiedene Systeme und Ressourcen an ihre Belastungsgrenzen kommen können. Magden darf zudem nicht seinen ansprechenden Dorfcharakter verlieren.»

Roland Graf: «Aktuell nicht mehr. Es gibt aber auch keinen Grund dazu. Wollen wir den anonymen Moloch konstruieren? Wachstum soll mit Augenmass und ressourcenschonend geschehen. Wichtig ist die Nachhaltigkeit in allen Belangen, auch im Wachstum. Es gibt beispielsweise keinen zwingenden Grund in der aktuellen Situation die Bünn einzuzonen und zu überbauen.»

Jeremias Zürcher: «Diesen Eindruck habe ich nicht. Eine gute Infrastruktur ist elementar für eine langfristige, nachhaltige Entwicklung der Gemeinde. Dabei müssen wir sorgsam mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen umgehen. Um die Qualität hoch zu halten soll das Wachstum auch in den kommenden Jahren moderat bleiben: So wenig wie möglich, so viel wie nötig.»

Weshalb soll ich Sie wählen, was zeichnet Sie aus?

Jeremias Zürcher, kandidiert neu als Gemeinderat, parteilos.

Jeremias Zürcher, kandidiert neu als Gemeinderat, parteilos.

Zvg / Aargauer Zeitung

André Schreyer: «Grundsätzlich aufgrund der Faktoren gemäss Punkt 5. Dazu kommen meine langjährige Erfahrung im Gemeinderat und entsprechende Kenntnisse über die verschiedenen Zusammenhänge. Nach wie vor grosse Motivation, Verantwortungsbewusstsein sowie Führungsqualitäten mit klarer Erwartungshaltung zeichnen mich aus.»

Carole Binder-Meury: «Meine langjährige politsche Erfahrung, meine Zuverlässigkeit und Integrität möchte ich weiterhin im Gemeinderat Magden einbringen können. Als Gemeinderätin möchte ich Ansprechperson bleiben und weiterhin für kleine und grosse Anliegen in unserem schönen Dorf Magden einstehen können.»

Roger Sprenger: «Ich mag die Menschen in Magden und dafür engagiere ich mich gerne. Ich möchte, dass es unserem Dorf gut geht und die Menschen gerne in Magden wohnen.»

Thomas Henzel: «Ich bin mit meiner offenen Art ein guter Vermittler zwischen Bürger und Politik. Die aktuellen Projekte Gesundheit und Alterspolitik müssen in der nächsten Legislatur weiter verbessert werden.»

Bruno Blind: «Ich bin ein Magdener durch und durch. Hier geboren, aufgewachsen, zurück gekommen um eine Familie zu gründen. Heute noch bin ich in den Magdener Vereinen aktiv. Ich habe eine Handwerkliche Lehre und auf dem zweiten Bildungsweg ein MBA erworben. Ich glaube mit den anstehenden Bauprojekten Werkhof/Feuerwehrmagazin braucht es Baukompetenz im Gemeinderat.»

Sascha Bötte: «Ich möchte mich für Sie und für Magden einsetzen. Meine Stärke ist die Unbefangenheit und Durchsetzungskraft. Ich bin offen für andere Meinungen und entwickle Ideen, wenn es um Lösungsfindungen geht. Wenn Sie mich in den Gemeinderat wählen, dann revanchiere ich mich mit meinem persönlichen Einsatz für eine positive Entwicklung von Magden.»

Roland Graf: «Ich bin engagiert, lösungsorientiert und integrativ. Ein Mensch der Taten nicht nur der Worte, was ich auch mit Theater Magden gezeigt habe. Nachhaltigkeit ist mir wichtig, so gibt es beispielsweise von mir weder Flyer noch Plakate, welche dann im Müll landen. Das ist meines Erachtens grundehrlich. So will ich für Magden und uns alle einstehen.»

Jeremias Zürcher: «Als Vater von drei Jugendlichen und jahrelanger Präsident der Elternvereinigung weiss ich, was die Jungen beschäftigt. Ich möchte für eine ausgewogenere Vertretung der Bevölkerung im Gemeinderat sorgen. Die öffentliche Verwaltung ist mir aus meinem Beruf bestens bekannt. Ich habe Führungserfahrung und setze mich gerne für andere ein.»

Aktuelle Nachrichten