Im Kaister Forst sind schwere Maschinen aufgefahren. Ein Forstschlepper stapelt die letzten Holzstämme und macht sie bereit zum Abtransport. Das Waldstück, wo bis vor kurzem noch zig mächtige Bäume standen, wirkt jetzt wie leer gefegt.

Das 177 Hektaren grosse Waldstück gehört zum Staatswald, das vom Kanton Aargau bewirtschaftet wird. Zuständig für das Gebiet ist der Förster Peter Haas. Dieser Teil des Waldes gehöre zum Eichenreservat, sagt er. «Es gibt einen Vertrag, an den ich mich halten muss. Der besagt, dass ich hier jedes Jahr auf 1,4 Hektaren junge Bäume pflanzen muss.»

Das heisst, die zwischen 80- und 100-jährigen Buchen, Tannen und Douglasien werden ersetzt durch junge Eichen und Lindenpflanzen. Im letzten Jahr wurden so 290 neue Bäume gepflanzt. Das gefällte Holz wird in Schreinereien in der Schweiz, in Deutschland und nach China gebracht. Das Hackholz kommt nach Basel, wo es zur Strom- und Wärmeerzeugung verwendet wird.

Seit Donnerstag sind die Holzarbeiten im Staatswald nun abgeschlossen. Ende März will Förster Haas mit dem Pflanzen der neuen Bäume beginnen. Die Eiche ist die Baumart, die mit Abstand die grösste Artenvielfalt beherbergt und darum für den Wald sehr wertvoll. «Eichen sind sehr wichtig für Insekten und Vögel», sagt Haas. Es gäbe Schmetterlinge, die vom Aussterben bedroht seien, denen die Eiche einen Lebensraum bietet.