Rheinfelden
Gemeinsam rutscht es sich in Rheinfelden am besten

Die Kunsteisbahn verwandelt sich alle zwei Wochen in eine Eisdisco. Vor allem Jugendliche, die aufgrund von Alter und Taschengeld nicht in Nachtclubs gehen können, treffen sich im Winter auf der überdachten Eisfläche.

Catarina Martins (Text und Fotos)
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In die Hände hauchend, unter der Discokugel eine wackelige Pirouette vollziehend und bei buntem Discolicht gleiten Jung und Alt auf Schlittschuhen durch die Eisdisco in Rheinfelden. Die Kunsteisbahn im KuBa Freizeitcenter AG verwandelt sich noch bis zum 24. Februar jeden zweiten Freitag von jeweils 20.15 bis 23 Uhr in eine Disco.

Eisdisco ist ein Treff für alle

Jugendlichen, die aufgrund von Alter und Taschengeld nicht in Nachtclubs gehen können, treffen sich im Winter auf der überdachten Eisfläche, wo sie bei jeder Wetterlage und gedämpften Licht ein Gefühl wie bei einer Disco empfinden können – nur eben bei etwas niedrigeren Temperaturen und auf Schlittschuhen. «Pro Abend kommen zwischen 150 und 200 Besucher», freut Kassiererin Carmen Meier. Die Eislaufkunst und das Können sind hierbei nebensächlich, denn das Gemeinschaftsgefühl und der Plausch zählen. Improvisierte Choreografien, gekonnte Figuren und Gruppenlaufen – der Ideenreichtum der Besucher ist enorm. Eltern und ihre Kinder gleiten mit geröteten Wangen kichernd über die Eisfläche und die Grosseltern schauen winkend zu, wenn sie nicht gerade selbst auf der frostigen Eisfläche das Tanzbein schwingen.

DJ EM animiert mit fetzigen Liedern aus den Charts, aber auch mit Oldies wie «Thriller» von Michael Jackson und «Last Christmas» der Band Wham! die zahlreichen Besucher. «Das Lied ‹Hangover› des britischen Sängers Taio Cruz ist in dieser Saison der Renner», erzählt der DJ aus Bad-Säckingen. Jugendliche drängen sich vor dem Häuschen, in dem der Discjockey die Musik laufen lässt, um auf kleinen Zetteln ihre Musikwünsche aufzuschreiben. Manchmal wird ein Lied dem Freund oder der Freundin gewidmet, manchmal den Eltern oder Grosseltern. Die Idee kommt auf jeden Fall gut an.

Keine Erfindung der Neuzeit

Schon die Steinzeitmenschen wussten um die Freude des Eislaufes Bescheid, allerdings bestanden deren Schlittschuh-Kufen nicht etwa aus Stahl, sondern aus Tierknochen. Bei der Eiskunstbahn in Rheinfelden können Jugendliche unter 16 Jahren für 6 Franken Eintrittspreis und mit 5 «Stutz» für die Miete der Schlittschuhe mit tierfreundlicheren Kufen als ihre prähistorischen Vorfahren auf dem Eis abtanzen. Studenten und Lehrlinge zwischen 16 und 24 Jahren zahlen 8 für den Eintritt und 7 Franken für die Miete der Schlittschuhe. Mit 11 Franken können Erwachsene eintreten und für weitere 7 Franken mit Kufen an den Füssen das Eis unsicher machen. Wer eine kleine Zwischenverpflegung oder etwas Wärmendes braucht, kann sich im Restaurant Riverside verköstigen. Und diejenigen, die müde Beine haben, finden auf der Tribüne ein Plätzchen zum Ausruhen. Dieses Ausruhplätzchen wird aber nur sehr selten genutzt, denn wer einmal auf dem Eis war, ist schwer wieder wegzukriegen.

Die nächste Eisdisco im KuBa Freizeitcenter AG findet am 13. Januar statt.