An der Fricker Gemeindeversammlung gab die Sanierung der Kaistenbergstrasse viel zu reden. Dass der 30-jährige Belag zwischen der Autobahnunterführung und der Ortsausfahrt in Richtung Kaisten erneuert werden muss, ist unbestritten. Wie dieser Abschnitt der Kantonsstrasse gestaltet werden soll, wird dagegen sehr unterschiedlich beurteilt. Beantragt war ein Gemeindebeitrag von 918 000 Franken, was dem vorgeschriebenen Anteil von 51 Prozent der Gesamtkosten von 1,8 Millionen Franken entspricht.

Weil aus beiden Richtungen oft zu schnell gefahren wird, enthält das Ausbauprojekt eine «Eingangspforte», die als bauliche und optische Massnahme zur Temporeduktion beitragen soll. Der Nutzen dieser Investition wurde mehrfach infrage gestellt und stattdessen eine stärkere Polizeipräsenz mit Geschwindigkeitskontrollen gefordert. Schliesslich stimmte die von 121 der 3198 Stimmberechtigten besuchte Versammlung einem Rückweisungsantrag mit 67 zu 28 Stimmen zu.

Mit grossem Mehr wurde hingegen beim gleichen Traktandum ein Projektierungskredit von 20 000 Franken bewilligt, damit die Grundlagen für die Erneuerung und Erweiterung der Abwasserleitung im Strassenabschnitt zwischen der Einmündung der Ackerstrasse und der Autobahn erarbeitet werden können.

Sanierung Bezirksschulturnhalle

Nach kurzer Diskussion gutgeheissen wurde der Verpflichtungskredit von 2 850 000 Franken für die Schule Ebnet: Sanierung der Bezirksschulturnhalle mit Bau einer Photovoltaikanlage und Renovation der Werkräume mit Neugestaltung des Pausenplatzes.

Die erstmals von Gemeindeammann Daniel Suter geleitete Versammlung genehmigte ausserdem die Jahresrechnung 2013 und diverse Kreditabrechnungen. Zustimmung fand auch die mit dem neuen Rechnungsmodell erfolgte Aufhebung des Erneuerungsfonds für den Eigenwirtschaftsbetrieb Abwasserbeseitigung.

Vom Ratstisch aus wurde über den Spatenstich für das neue Gemeindehaus vom 9. September orientiert und eine weitere Reduktion der Abfallgebühren wegen guter Finanzlage dieses Eigenwirtschaftsbetriebs angekündigt.