Rheinfelden
Gemeindeverband hat Antrag wegen Restrukturierung zurückgezogen

Die Amtsvormundschaft des Gemeindeverbands Sozialdienste des Bezirks Rheinfelden ist im letzten Jahr weiter gewachsen. Der Stellenetat der Mandatsträger wurde deshalb auf 480 Prozent angehoben.

Ralph Stamm
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Das Sekretariat der Amtsvormundschaft des Bezirks Rheinfelden wird vorerst nicht aufgestockt.

Das Sekretariat der Amtsvormundschaft des Bezirks Rheinfelden wird vorerst nicht aufgestockt.

Walter Christen

Per Ende 2011 wurden bereits 441 Personen betreut, fünf mehr als im Vorjahr. Der Stellenetat der Mandatsträger wurde deshalb auf 480 Prozent angehoben. Das Sekretariat erhielt indes seit einiger Zeit keine Aufstockung mehr bewilligt. Entsprechend sollte nun für das Sekretariat eine Erhöhung von 70 Stellenprozenten beantragt werden.

An der Abgeordnetenversammlung vom Gemeindeverband Sozialdienste vom vergangenen Mittwoch wurde der Antrag aber zurückgezogen. Der Grund liegt gemäss Verbandspräsidentin Brunette Lüscher in der ins Stocken geratenen Umstrukturierung der Sozialdienste. Die drei grössten Mitgliedergemeinden Kaiseraugst, Möhlin und Rheinfelden erwägen nämlich, die Fallführung wieder in ihre eigenen Sozialdienste zu integrieren.

Ob dies tatsächlich geschieht, wird wohl erst an den entsprechenden Gemeindeversammlungen im nächsten Frühjahr definitiv entschieden werden, weshalb bis dahin auf eine Aufstockung des Sekretariats verzichtet wird. Vorerst werde man den Engpass deshalb mit Temporäranstellungen von Aushilfssekretärinnen überbrücken, so Lüscher.

Versicherung zahlt Lohnmerkosten

Die übrigen Traktanden gaben weit weniger zu diskutieren. Die Jahresrechnungen der fünf Sozialdienste (Amtsvormundschaft, Fachstelle für persönliche Beratung, Schulsozialdienst, Mütter-Väterberatung und Logopädischer Dienst) schlossen wie budgetiert mit einem Aufwand von gut drei Millionen Franken. Zwei Zahlen springen dabei ins Auge: Zum einen der Überschuss bei den Lohnkosten von 79 000 Franken.

Brunette Lüscher: «Wegen einem Unfall musste eine Stelle temporär neu besetzt werden. Die Versicherung hat uns die Kosten aber bereits wieder vergütet.» Zum anderen erzielte der Schulsozialdienst knapp 80 000 Franken weniger Einnahmen als budgetiert. Dies liege daran, dass sich die Gemeinde Möhlin erst nach der Budgetierung dazu entschieden habe, das Angebot nicht zu nutzen. «Entsprechend hatten wir natürlich auch weniger Ausgaben», kommt Lüscher allfälligen Anschlussfragen zuvor.

Kommissionssitze neu besetzt

Schliesslich gab es auch zwei personelle Änderungen: Beatrice Meier, Gemeinderätin aus Mumpf, wurde in die Kommission der Fachstelle Persönliche Beratung gewählt. Michaela Lüchinger, Gemeinderätin aus Wallbach, in die Kommission Logopädischer Dienst.