Kommentar
Gemeinderatswahlen in Stein: Die neue Rolle wahrnehmen

Marc Fischer
Marc Fischer
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Die Gemeinde Stein aus der Luft.

Die Gemeinde Stein aus der Luft.

Gerry Thönen

Vor zwölf Jahren hat sich die SVP-Ortspartei Stein gegründet. In den Diskussionen um das Rheinfels-Areal hat sie sich in der Gemeindepolitik etabliert und in jüngerer Vergangenheit Abstimmungen zu Sachfragen gewonnen. Beim Nein zur Fusion der vier Gemeinden im Mittleren Fricktal stand sie ebenso auf der Seite der Gewinner wie bei der Abstimmung über das alte Zollhaus. Dies zeigt, dass sich die Partei über die Jahre hinweg einen Anspruch auf einen Sitz im Gemeinderat erarbeitet hat.

Bislang haben die Stimmberechtigten ihr diesen Anspruch allerdings verwehrt. Nicht zuletzt deshalb, weil die anderen Parteien die Nachfolgeregelung und den Generationenwechsel im Gemeinderat geschickt geplant haben. Das hat die FDP auch diesmal getan. Dennoch ist es richtig, dass die Steinerinnen und Steiner der SVP nun diesmal den Anspruch anerkannt und erfüllt haben.

Sie haben damit die Partei aber auch in die Pflicht genommen. Sie sitzt nun mit am Gemeinderatstisch, erhält die Informationen gleichzeitig mit den anderen Parteien und kann sich bereits im Gremium am Entscheidungsfindungsprozess beteiligen. Diese neue Rolle muss die SVP nun ebenso engagiert wahrnehmen wie frühere Abstimmungskämpfe.