Kommentar
Gemeinderatswahlen in Gipf-Oberfrick: Ängste ernster nehmen

Thomas Wehrli
Thomas Wehrli
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Gipf-Oberfrick aus der Luft.

Gipf-Oberfrick aus der Luft.

Gerry Thoenen

Der Gemeinderat gab in den letzten Monaten (kommunikativ) nicht immer eine gute Figur ab. Die Norderschliessung musste er zurückziehen, nachdem kaum jemand im Dorf verstand, weshalb der Rat auf einer Variante beharrte, die mitten durch einen Hof führt, womit die betroffene Familie – entgegen erster Signale – nicht einverstanden war. Und bei der Oberstufenfrage trimmte das Volk den Gemeinderat auf die Linie der IG «Pro Oberstufe», die eine selbstständige Oberstufe erhalten will.

Insofern erstaunt das Wahlergebnis; die vier Bisherigen wurden überaus deutlich wiedergewählt. Das ist als Zeichen dafür zu werten, dass man die Leistung des Gremiums im Dorf – bei aller Kritik – gesamthaft positiv beurteilt.

Mit der Wahl von Verena Buol zieht eine Frau in den Gemeinderat ein, die als starke Kommunikatorin gilt. Diese Chance, diesen frischen Wind gilt es zu nutzen. Es ist zentral, dass der Gemeinderat die Blockade in wichtigen Dossiers auflösen kann. Dabei ist ihm zu raten, die Anliegen und Ängste der Bevölkerung noch ernster zu nehmen. Die 590 Stimmen, die Ignaz Heim von der IG «Pro Oberstufe» erzielt hat, sind ein deutliches Zeichen.