Wallbach

Gemeinderat ist gegen den Bootssteg – der Regierungsrat ist dafür

Kann hier ein Bootssteg gebaut werden? Nein sagt der Gemeinderat Wallbach, ja sagt der Aargauer Regierungsrat. – Foto: chr

Kann hier ein Bootssteg gebaut werden? Nein sagt der Gemeinderat Wallbach, ja sagt der Aargauer Regierungsrat. – Foto: chr

Während der Gemeinderat Wallbach keine Möglichkeit sieht, dass an der Rheinstrasse ein Bootssteg gebaut werden kann, ist die Aargauer Regierung anderer Meinung. Sie hebt den ablehnenden Beschwerdeentscheid der Exekutive auf.

Den Standort Brütschengasse-Chalch für den Bau eines Bootsstegs an der Rheinstrasse in Wallbach schliesst der Regierungsrat nicht aus und hebt mit seinem Beschwerdeentscheid einen gegenteiligen Beschluss des Gemeinderats Wallbach auf. Der Gemeinderat hatte nämlich im Dezember 2011 in einem Vorentscheid-Verfahren beschlossen, dass die Standorte Schiffsanlegestelle und Brütschengasse-Chalch nicht für den Bau eines Bootsstegs in Frage kommen. Die Interessengemeinschaft Bootssteg hat diesen Entscheid beim Regierungsrat angefochten und zumindest teilweise Recht bekommen, indem laut Bescheid aus Aarau für den Standort Brütschengasse-Chalch ein konkretes Projekt ausgearbeitet und als Baugesuch eingereicht werden kann. Dieses hätten der Gemeinderat und die kantonalen Behörden dann baurechtlich zu prüfen.

Gemeinderat: Ausnahmebewilligung nicht gerechtfertigt

Der Gemeinderat begründete in seinem Entscheid, dass die Fülle der nachteiligen Argumente in Bezug auf Ortsbild, Verkehr, Parkierung, Immissionen, Sicherheit und Haftungen den öffentlichen Interessen widersprechen und die Erteilung einer Ausnahmebewilligung für die beiden Standorte deshalb nicht gerechtfertigt sei. 25 der damaligen Einwender haben sich am Beschwerdeverfahren beteiligt und die Ablehnung der Beschwerde der IG Bootssteg verlangt. Der Regierungsrat ist nun anderer Meinung und verweist darauf, dass im Baugesuchsverfahren allen Parteien die Möglichkeit offen steht, ihre Einwendungen erneut zum konkretisierten Projekt wieder einzubringen. Den Beschwerdeentscheid können der Gemeinderat und die Beschwerdegegner beim Verwaltungsgericht anfechten.

Wie von Gemeindeammann Bernadette Favre zu erfahren war, hat der Gemeinderat Wallbach diese Woche, an seiner ersten Sitzung im Jahr 2013, den Fall besprochen: «Die Exekutive hat entschieden, bei einem Anwalt eine Expertise in Auftrag zu geben. Denn der Gemeinderat möchte, dass abgeklärt wird, ob bei einem Weiterzug ans Verwaltungsgericht überhaupt eine Chance auf Erfolg bestünde. Im Moment gilt es deshalb abzuwarten, bis wir Bescheid erhalten. Wir rechnen damit, nach der Gemeinderatssitzung vom 28. Januar über die Angelegenheit beziehungsweise das weitere Vorgehen informieren zu können.»

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1