Die Behörde begründete ihren Antrag damit, dass sich jährlich rund 220 000 Franken an Steuergeldern einsparen liessen, wenn das Verursacherprinzip angewandt werde. Doch das missfiel dem Auditorium in der Turnhalle Dorf, wohin am Mittwochabend 286 von 3266 Stimmberechtigten gekommen waren. Begründet wurde die Initiative ferner mit «Grüngut-Tourismus» von Leuten aus Nachbargemeinden und ständigen Verunreinigungen der vier Grünmulden im Dorfgebiet durch Hauskehricht. Nun muss der Gemeinderat nochmals über die Bücher.

Das Budget 2013 mit einem Volumen von 27,8 Millionen Franken wurde genehmigt. Gemeindepräsidentin und Finanzchefin Sibylle Lüthi hatte dasa Zahlenwerk auf der Basis von einem Steuerfuss von 90 Prozent gestaltet. An Steuern werden 19,1 Millionen Franken erwartet;allein von natürlichen Personen rund 10,7 Millionen. Die Aktien- und Quellensteuern bleiben ein schwer kalkulierbares Risiko für die Gemeindefinanzen.

Die Einwohnergemeinde akzeptierte mit klarem Mehr einen Austritt aus der Amtsvormundschaft des Gemeindeverbandes Sozialdienste Bezirk Rheinfelden. Wie es hiess, seien im nächsten Jahr ähnliche Entscheidungen in Rheinfelden und Möhlin zu erwarten.