Kaiseraugust
Gemeindepräsidentin: «Wir haben Glück, so einen Betrieb zu haben»

Am Umwelttag ist die Entsorgungsstation Recyhof eröffnet worden. Die Gemeinde hat den Anlass in Verbindung mit dem 20-Jahr-Jubiläum der Entsorgungsfirma Rewag durchgeführt.

Willi Wenger
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Sibylle Lüthi begrüsst...
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Umwelttag Kaiseraugst 2016
Ernst Frey begrüsst...
Saubere Container laden zum Entsorgen im Recyhof ein.
Der Elektrobagger war eines der Glanzlichter am Gelände der Rewag.
Im Recyhof beziehungsweise in der „RessourCITY“ wurden auch Familien zum Mitmachen eingeladen.

Sibylle Lüthi begrüsst...

Aargauer Zeitung

Nach aufwendigen Bau- und Erneuerungsarbeiten haben die Regio-Wiederverwertungs AG (Rewag) und die Gemeinde Kaiseraugst an ihrem Umwelttag eines dokumentiert: Sie haben Nachhaltigkeit und Umweltschutz in den Fokus der Bevölkerung gerückt. Und das sehr eindrücklich. Einerseits durch firmeneigene Mittel wie mit dem neuen «Recyhof» oder mit der Sortieranlage, in welcher ein neuer emissionsarmer Elektrobagger, der eine Investition in die Zukunft darstellt und der ein Zeichen für Nachhaltigkeit setzt, präzise Arbeitsprozesse sicherstellt.

Aber: Am Samstag stand grundsätzlich der «Recyhof» im Scheinwerferlicht, der als Superanlage bezeichnet werden kann. Rewag-Verwaltungsratspräsident Ernst Frey sagte, dass dies ein Grund zu feiern sei. «Wir sind stolz auf die neue Anlage.» Diese ist für Privatkunden erbaut worden und sie ergänzt die bestehende Entsorgungsstation mit Wertstoffentsorgung und Muldenservice um eine separate überdachte Entlademöglichkeit. Diese biete die Möglichkeit, die Abfälle schnell, einfach, sauber und natürlich sicher zu entsorgen, fasst Fabian Mombelli, der Geschäftsführer, die Vorteile des Neubaus zusammen. Ernst Frey ergänzt gegenüber der az, dass die Anlage für die hiesige Bevölkerung unverzichtbar sei. Und: «Hier leben wir Umweltschutz auf höchst seriöse Art vor, geben ein klares Standortbekenntnis ab und blicken positiv in die Zukunft».

Firma ursprünglich für Bauschutt gegründet

Glückwünsche deponierten auch Gemeindepräsidentin Sibylle Lüthi und die Präsidentin des Gemeindeverbands Abfallbewirtschaftung unteres Fricktal, Gisela Taufer. «Ich bin glücklich, dass wir hier in Kaiseraugst über einen solchen Betrieb verfügen», sagte Lüthi Rosen zur Rewag, die sie als Vorbildfirma bezeichnete. Taufer lobte die seit Jahren ausgezeichnete Zusammenarbeit mit der vor 20 Jahren als Bauschuttsortierung gegründeten Firma, welche heute eine wichtige Drehscheibe für die Weiterverarbeitung von Abfallstoffen darstelle.

Und diese nehmen heute gewaltige Dimensionen an. Pro Jahr werden gemäss Ernst Frey jährlich 250’000 Kubikmeter Zivilisations-Abfall in Kaiseraugst angeliefert. «Mit diesem könnten wir den 35 Meter hohen Basler St. Jakob-Park füllen», beschrieb Frey die fast unvorstellbare Menge. Die Abfallmengen sind riesig: Pro Jahr verursacht eine Person rund 700 Kilogramm Abfall, die Hälfte davon wird über den Kehricht entsorgt. Das ist doppelt so viel wie vor 40 Jahren.

Am Umwelttag in Kaiseraugst beteiligten sich auch Natur- und Umweltschutzorganisationen sowie vier Schulklassen. Diese zeigten, unter anderem in der Ausstellung «RessourCITY» viel Eindrückliches. Grillverpflegung und Unterhaltung rundeten den Umwelttag ab.

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