Zeiningen
Gemeindepräsidentin über Bauernhof-Brand: «Eine sehr tragische Geschichte für die Familie»

Ein Feuer hat Bauernhaus und Stall des Bauernhofs Neuhof in Zeiningen komplett zerstört. Noch ist unklar, wie es zum Grossbrand gekommen ist. Der 36-jährige Besitzer liegt im Koma. Die Gemeinde hat der betroffenen Familie Hilfe angeboten.

Mira Güntert
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Grossbrand Bauernhof Zeiningen – der Tag danach
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Der Besitzer des Neuhofs erlitt schwere Verbrennungen und musste mit einem Helikopter ins Spital gebracht werden.
Aus dem Einsatzbericht der Feuerwehr Möhlin/Zeiningen geht hervor, dass der Landwirt von einer Drittperson aus dem brennenden Wohnhaus gerettet wurde.
eben der Feuerwehr Möhlin/Zeiningen standen auch Mitglieder der Feuerwehren Rheinfelden, Magden/Olsberg und Unteres Fischingertal im Einsatz.
Insgesamt rückten 171 Feuerwehrleute aus, nachdem am Montagmorgen um 8.22 Uhr der Notruf eingegangen ist.
Schwierigkeiten bereitete vor allem die mangelnde Löschwasserversorgung.
Da diese für den Grossbrand nicht ausreichte, musste die Feuerwehr Wassertransporte von der Römerstrasse sowie vom Widmatthof auf den Neuhof legen.
Die drei eingestellten Pferde, die vor den Flammen in Sicherheit gebracht werden konnten, würden weiterhin von ihrem Besitzer betreut.
Seit dem verheerenden Brand steht Gemeindepräsidentin Gisela Taufer mit der ebenfalls im Dorf lebenden Familie des verletzten Bauern in Kontakt.
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Grossbrand Bauernhof Zeiningen – der Tag danach

Peter Rippstein

Die dicke Rauchwolke über Zeiningen ist mittlerweile zwar verschwunden, der Schock im Dorf sitzt aber einen Tag nach dem verheerenden Brand auf dem Neuhof immer noch tief. Ein Feuer zerstörte am Montagmorgen das Wohnhaus und den angebauten Ökonomieteil des Landwirtschaftsbetriebs komplett, vier Personen wurden dabei teilweise schwer verletzt.

Beim Schwerverletzten handelt es sich um den Eigentümer des Hofs. Der 36-Jährige, der allein im Bauernhaus lebte, erlitt schwere Verbrennungen und musste mit einem Rettungshelikopter ins Spital geflogen werden.

Der Brand erweist sich als verheerend.
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Im Neuhof wütet am Montagmorgen ein Grossbrand.
Als die Feuerwehr eintrifft, steht das Bauernhaus bereits in Vollbrand.
Das Bauernhaus sowie ein Stall werden zerstört.
Das brennende Bauernhaus sorgt für viel Qualm.
Die Rauchwolke ist weitherum zu sehen.
Links Wohnhaus, Mitte Stall, rechts Schopf
Ein trauriger Anblick: Bauernhaus und Stall sind zerstört.
Vier Personen wurden verletzt, darunter zwei Männer der Feuerwehr.
Der Sachschaden ist gross, kann aber noch nicht genau beziffert werden.
100 Einsatzkräfte standen im Einsatz (Feuerwehr Möhlin/Zeiningen, Feuerwehr Rheinfelden, Feuerwehr Magden/Olsberg und Feuerwehr Unteres Fischingertal).
Einsatzfahrzeuge reihen sich an der Juchgasse auf der Möhliner Höhe aneinander.
Die Feuerwehr hat die Zufahrt zur Brandstätte schon beim Kreisel zwischen Zeiningen und Wallbach gesperrt
Es ist schon ein Bagger vor Ort, um die Brandruine abzureissen
Der niedergebrannte Stall von der anderen Seite.
Links Wohnhaus, rechts Stall
Die folgenden Bilder zeigen das Ausmass der Zerstörung.

Der Brand erweist sich als verheerend.

Mira Güntert

Von Mann aus Haus gerettet

Aus dem Einsatzbericht der Feuerwehr Möhlin/Zeiningen geht hervor, dass der Landwirt von einer Drittperson aus dem brennenden Wohnhaus gerettet wurde. Der 35-jährige Helfer wurde später mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung durch die Ambulanz ins Spital gefahren. Als die ersten Feuerwehrleute vor Ort eintrafen, stand das Wohnhaus und der angebaute Ökonomieteil bereits in Vollbrand.

Der Fall liegt mittlerweile in den Händen der Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg, die eine Strafuntersuchung eröffnet hat. Sprecherin Fiona Strebel teilte am Dienstag mit, dass noch keine Fragen zu den laufenden Ermittlungen beantwortet werden können. Auch Roland Pfister, Mediensprecher der Kantonspolizei, konnte am Dienstag keine Auskünfte zur Brandursache und zur Frage, warum der Landwirt von einer Drittperson gerettet werden musste, geben.

Gemeinde bietet Familie Hilfe an

Seit dem verheerenden Brand steht Gemeindepräsidentin Gisela Taufer mit der ebenfalls im Dorf lebenden Familie des verletzten Bauern in Kontakt. «Es war ein Schock. Es ist eine sehr tragische Geschichte für die Familie», sagt Taufer. Sie habe den Angehörigen gesagt, dass sie sich jederzeit melden könnten, wenn sie Unterstützung brauchten.

Die drei eingestellten Pferde, die vor den Flammen in Sicherheit gebracht werden konnten, würden weiterhin von ihrem Besitzer betreut. Der Pferdestall auf dem Areal sei vom Brand nicht in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Kühe in Mutterkuhhaltung seien draussen auf der Weide. Es gebe jemanden, der nun zu ihnen schaue.