Herznach/Ueken

Gemeinden prüfen mit Berater eine vertiefte Zusammenarbeit

Herznach ist mit rund 1500 Einwohnern die bevölkerungsreichste Gemeinde im Staffeleggtal.

Herznach ist mit rund 1500 Einwohnern die bevölkerungsreichste Gemeinde im Staffeleggtal.

Ein Gemeinde-Spezialist unterstützt nun die Dörfer in ihrer Analyse um weitere Kooperationen. Bald sollen erste Ergebnisse präsentiert werden.

Besteht das Staffeleggtal bald nur noch aus zwei Dörfern und nicht wie bislang aus dreien? Ein Raunen ging durch die Bevölkerung, als Herznach und Ueken im November bekanntgaben, eine vertiefte Zusammenarbeit zu prüfen und die Gemeindevertreter damals eine allfällige Fusion als Resultat nicht ausschliessen konnten.

Herznach und Ueken haben sich nun für die Analyse einen Experten ins Boot geholt. Martin Hitz, Geschäftsleiter der Lengnauer Beratungsfirma AWB Comunova AG und Spezialist auf dem Gebiet der Gemeindelandschaften, begleitet die Talgemeinden bei der Prüfung von möglichen Kooperationen.

Dabei geht es in erster Linie nicht um eine Fusion, sondern um die Überprüfung, wo die Gemeinden zusammenarbeiten könnten. Schon heute pflegen die Dörfer in vielen Bereichen Kooperationen, beispielsweise bei der Feuerwehr, der Wasserversorgung oder dem Unterhaltsbetrieb.

«Martin Hitz ist eigentlich der Moderator. Er macht in erster Linie mit den Gemeinderäten und anderen Schlüsselpersonen der Gemeinden Interviews», sagt Robert Schmid, Gemeindeammann von Ueken. Die Interviews beginnen nächste Woche. Mit dem Herbeiziehen eines externen Beraters möchte man den Gesprächen eine gewisse Neutralität verleihen.

Zwischenbericht im Juni

Erste Ergebnisse der Analyse wollen die Gemeinden etwa zur Jahresmitte präsentieren. «Da die Interviews sicher bis Mitte Mai dauern, können wir die Bevölkerung frühestens an der Gemeindeversammlung im Juni über den aktuellen Stand informieren», sagt der Herznacher Ammann Thomas Treyer. Die Ergebnisse werden nicht das endgültige Resultat der Analyse zeigen, sondern eher einen Zwischenbericht darstellen.

Wie lang die Prüfung möglicher Zusammenarbeiten dauern wird, wissen die Gemeindevorsteher noch nicht. Es komme darauf an, was bei den Interviews herauskomme, sagt Schmid. Das Kernteam der Prüfungsarbeiten bilden die beiden Ammänner, beide Gemeindeschreiber und Berater Martin Hitz.

«Es ist derzeit noch offen, ob, und in welchen Bereichen, die Gemeinden ihre Ressourcen zusammenlegen könnten», sagt Treyer. «Wir wollen einfach prüfen, wo es noch Potenzial gibt, um Abläufe zu vereinfachen oder günstiger zu machen.» Sein Pendant Schmid sieht die wichtigsten Punkte in den Kooperationsgesprächen vor allem bei der Primarschule und der Verwaltung.

Offen und ohne Zeitdruck

«Wir haben keinen Zeitruck und stehen nicht unter Zwang», sagt Treyer zum Projekt, das bisher ohne klaren Zeitrahmen daherkommt. Schmid möchte die Analyse ergebnisoffen und nicht voreingenommen angehen. Die Leute im Dorf seien gespannt, was bei den Gesprächen herauskomme. Er sagt: «Man erhofft sich etwas von dieser Analyse.»

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