Sissler Feld

Gemeinden gehen getrennte Wege bei der Jugendarbeit

Termine werden in der offenen Jugendarbeit Sisslerfeld via Facebook verbreitet.

Termine werden in der offenen Jugendarbeit Sisslerfeld via Facebook verbreitet.

Stein und Münchwilen machen weiter bei der Jugendarbeit Sisslerfeld, Eiken und Sisseln steigen Ende dieses Jahres aus, wollen aber mit der Jugendarbeit nicht einfach aufhören.

Die Gemeinden Stein, Sisseln, Eiken und Münchwilen haben vor drei Jahren beschlossen, mit der professionell geführten offenen Jugendarbeit Sisslerfeld ein gemeinsames Angebot für junge Leute zu schaffen. Die Pilotphase des Projektes läuft Ende dieses Jahres aus. Stein und Münchwilen beantragen an ihren kommenden Gemeindeversammlungen die definitive Einführung der Jugendarbeit Sisslerfeld. Eiken und Sisseln steigen aus.

«Wir beabsichtigen nicht, nach der Pilotphase der offenen Jugendarbeit Sisslerfeld die Jugendarbeit in der Gemeinde einfach einzustellen», betont der Eiker Gemeindeschreiber Marcel Weiss. Er führt weiter aus, dass der Gemeinderat die Jugendlichen in Zusammenarbeit mit den Dorfvereinen (musische und Sport treibende Vereine mit Jugendabteilungen) lokalspezifisch abholen möchte.

So soll 2015 in Eiken eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aus Behörde, Schule, Dorfvereinen gebildet werden. Diese erarbeitet das Detailkonzept und Projekte, die dann über einen Zeitraum von zwei Jahren umgesetzt und nach Möglichkeit etabliert werden sollen. Für diese Vorbereitung sind im Budget 2015 5000 Franken eingesetzt. Die Dorfvereine werden an der Vereinspräsidentenkonferenz im Frühjahr 2015 über das Konzept und Vorgehen informiert.

Jugendtreff in Sisseln

«Durch die Absage von Eiken macht das Projekt für uns nicht mehr wirklich Sinn», sagt der Sissler Gemeindeammann Rainer Schaub. Er führt weiter aus, dass das Vorhaben nur im Verbund mit allen vier Sisslerfeld-Gemeinden plus eventuell zusätzlich Kaisten am meisten Sinn gemacht hätte. Es sei ohne Eiken kein zusammenhängendes Projekt mehr.

Der Gemeindeammann betont, dass die Jugendarbeit in der Gemeinde auch in Zukunft einen hohen Stellenwert haben wird. So werde zum einen für den bereits bestehenden Jugendcontainer die Bevölkerung zum Mitmachen motiviert. Dadurch kann der Jugendtreff regelmässig geöffnet werden. Eventuell könne auch mit Kaisten zusammen ein Jugendangebot in einem kleineren Rahmen geschaffen werden.

Eine Möglichkeit, die auch in Kaisten diskutiert wird. Die Gemeinde ist schon länger dabei, etwas für ihre Jugend auf die Beine zu stellen. Streckte im Zuge der Abklärungen auch die Fühler Richtung eines Mitmachens bei der offenen Jugendarbeit Sisslerfeld aus. Mit dem Aussteigen der direkten Gemeindenachbarn Eiken und Sisseln macht die Kaister Teilnahme aber wenig Sinn, erklärt Gemeindeschreiber Manuel Corpataux. Kaisten wird in Sachen Jugendarbeit Abklärungen in Richtungen Laufenburg oder Sisseln machen.

«Es ist ein gutes Angebot für unsere Jugendlichen», so Willy Schürch. Der Münchwiler Gemeindeammann macht damit deutlich, dass seine Gemeinde die offene Jugendarbeit Sisslerfeld - sofern die Gemeindeversammlung zustimmt – weiterführen wird. «Unsere Jugendlichen richten sich sehr nach Stein aus», macht Schürch deutlich, dass die gemeinsame Jugendarbeit mit der Nachbargemeinde für die beiden Gemeinden sehr sinnvoll ist. Infolge des Ausscheidens von Eiken und Sisseln wird auch das Stellenpensum der Jugendarbeit auf 55 Prozent reduziert. Der Anteil der Münchwiler an die Kosten beträgt 22 000 Franken pro Jahr.

Verein aus Wohlen als Betreiber

Stein trägt mit 71 000 Franken – 1000 Franken mehr als bisher – den Hauptteil der Kosten. Zu den Gründen für das Weiterführen der Jugendarbeit sagt Gemeindeammann Hansueli Bühler: «Die eingesetzte Jugendkommission, die aus Vertretern der vier Sisslerfeld-Gemeinden besteht, bewertet die zu Ende gehende dreijährige Pilotphase sehr positiv. Der Gemeinderat Stein sieht in der offenen Jugendarbeit eine gute Ergänzung zum bestehenden Sport- und Freizeitangebot in der Gemeinde.»

In Form einer Leistungsvereinbarung wird die Mandatsvergabe an den Verein für Jugend und Freizeit in Wohlen vergeben. Dieser Verein stellt die Fachperson mit einem 55-Prozent-Stellenpensum an und setzt das Projekt operativ um. Die beteiligten Gemeinden werden regelmässig über Aktivitäten und Beteiligungen informiert.

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