Schwaderloch
Gemeinde zahlt weiterhin ans Ruf-Taxi

Der Gemeinderat hat beschlossen, sich weiterhin mit 50 Prozent an den Kosten für das Ruf-Taxi von Laufenburg nach Schwaderloch zu beteiligen.

Susanne Hörth
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Die Bevölkerung von Schwaderloch kann von einem Ruf-Taxi profitieren. AZ/Archiv

Die Bevölkerung von Schwaderloch kann von einem Ruf-Taxi profitieren. AZ/Archiv

az Baden

Wer zu später Nachtstunde mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Laufenburg nach Schwaderloch gelangen möchte, wartet vergebens auf einen Bus. Bezüglich Anbindung von Schwaderloch an die grösseren Regionalzentren vermag das Angebot des öffentlichen Verkehrs nicht vollständig zu befriedigen, betonte der Gemeinderat von Schwaderloch in einer aktuellen Mitteilung. Und macht deshalb auf das Ruf-Taxi aufmerksam, das die Einwohner der Gemeinde von Laufenburg aus nach Hause chauffiert. An die Kosten dieser Taxi-Heimfahrt beteiligt sich der Gemeinderat mit 50 Prozent.

Um der Bevölkerung nach der im Fahrplan aufgeführten letzten Busfahrt das Nachhausekommen zu erleichtern, hat der Schwaderlocher Gemeinderat schon 2012 eine Vereinbarung mit den Betreibern von «Argovia-Taxi» getroffen. Einwohner der Rheingemeinde können zu einem Pauschalpreis von 40 Franken – 20 Franken zahlt die Gemeinde daran – von Laufenburg in ihre Wohngemeinde chauffiert werden. «Die Gutscheine à 20 Franken sind während der Öffnungszeiten auf der Verwaltung abzuholen», teilt die Gemeinde mit. Pro Person und Bezug werden maximal drei Gutscheine abgegeben. «Mit der aktuellen Mitteilung wollen wir die Bevölkerung wieder einmal auf dieses Angebot aufmerksam machen», sagt Gemeindeschreiberin Marianne Mühlberg. Ein Angebot, das nicht nur zu später Nachtstunde, sondern rund um die Uhr gilt.

Ruf-Taxi und Ruf-Busse

«15 bis 20 Personen pro Jahr nutzen durchschnittlich das Ruf-Taxi», erklärt die Gemeindeschreiberin. Der Gemeinderat hat nun entschieden, das Angebot bis Ende 2017 weiterzuführen.

Eine Alternative zu Ruf-Taxis, welche die normalen Fahrpläne ergänzen kann, sind Ruf-Busse. Im Fricktal sind weder tagsüber noch nachts solche Ruf-Busse im Einsatz, erklärt Urs Bloch, Mediensprecher bei der Postauto Schweiz AG. Um aber gerade an den Wochenenden die Leute auch zu später Stunde zu transportieren, werden in der Nacht von Freitag und Samstag und von Samstag auf Sonntag auf den Strecken Laufenburg–Sisseln–Eiken, Gipf-Oberfrick bis Oberhof und von Bözen nach Zeihen bis Asp jeweils um 1 Uhr ab Frick zusätzliche Nachtbusse eingesetzt. Sie sind Teil des öffentlichen Verkehrs.

Im Aargau gibt es nur einen Ruf-Bus. «Auf der Linie Koblenz–Full-Reuenthal müssen die Fahrgäste zu Nebenverkehrszeiten vorher telefonisch reservieren, wenn sie den Bus benutzen wollen», sagt Urs Bloch.» Es handelt sich aber um kein Nachtangebot.