An der Gemeindeversammlung im Herbst 2010 hatte das Traktandum zum Bau eines neuen Klubhauses für den FC Zeiningen und einer Photovoltaik-Anlage auf dessen Dach für Diskussionen gesorgt. Jetzt ist der Bau fertig. Am Samstag kann er am Tag der offenen Tür besichtigt werden.

«Zu sehen bekommen die Besucher unter anderem die Wechselrichter der Photovoltaik-Anlage – darauf kann man ablesen, wie viel Strom gerade produziert wird», erklärt Gisela Taufer, Präsidentin der Zeininger Energiekommission. Vor Ort werde eine Fachperson den Besuchern die Anlage näher erklären, sagt Taufer. Seit dem 8. Dezember ist die rund 230 Quadratmeter grosse Photovoltaik-Anlage in Betrieb. Im Jahr wird sie rund 31 000 Kilowattstunden Strom produzieren, was etwa einem Jahresverbrauch von 7 Haushaltungen entspricht.

Stolz auf die Anlage

Die Gemeindeversammlung hatte für den Bau der Anlage einen Kredit in der Höhe von 220 000 Franken gesprochen. Die Anlage kam allerdings günstiger als das: «Die Abrechnung ist zwar noch nicht ganz fertig, trotzdem lässt sich bereits sagen, dass wir den Kredit unterschreiten werden», sagt Taufer. Nicht nur deshalb ist sie sehr zufrieden mit dem Projekt. «Die Realisation des Projekts hat lange gedauert. Die Energiekommission arbeitete fast drei Jahre daran. Jetzt sind wir stolz, dass die Gemeinde eine solche Anlage hat», sagt Taufer.

Stolz kann auch der FC Zeiningen sein. 120 000 Franken hat der Verein in das neue Gebäude investiert (weitere Kostenanteile: Gemeinde 400 000 Franken; Swisslos-Sportfonds Aargau 200 000 Franken). Die Duschen und Garderoben wurden erweitert, was dringend nötig war. Das Obergeschoss ist noch im Rohbau erstellt. Der Verein ist daran, das Geschoss nach und nach auszubauen.

«Im Moment wird es als Gymnastikraum genutzt. Konzipiert ist, dass es später mindestens teilweise zur Klub-Beiz ausgebaut wird», sagt Guido Sacher, Vize-Präsident des FC Zeiningen. Sanitäre Anlagen, eine Küche mit Bar sowie ein Materialraum neben der Küche bieten perfekte Voraussetzungen für ein heimeliges neues Klublokal. «Und vom Balkon aus können die Spiele verfolgt werden», freut sich Sacher.

Solarenergie für die Duschen

Der Gedanke an die Umwelt ging auch beim FC Zeiningen nicht vergessen: Auf dem Dach sind – neben der Photovoltaik-Anlage der Gemeinde – Solarpanels installiert, die das neue Gebäude mit Warmwasser versorgen. «Das ist ökologisch sinnvoll, denn der Standort ist von der Sonneneinstrahlung her ideal», sagt Sacher. Das neue System habe sich bereits bewährt. «Den Tag hindurch heizen die Solarpanels das Wasser und abends nach dem Training können die Spieler warm duschen. Das ist eine gute Investition», erklärt Sacher. Überhaupt ist er glücklich über das neue Gebäude: «Für uns ist das der absolute Endausbau, wir haben damit für die nächsten 20 Jahre ausgesorgt.»

Tag der offenen Tür: Samstag, 3. März, 13 bis 17 Uhr Fussballplatz Untere Reben Zeiningen. Wegen Bauarbeiten sind die Besucher gebeten, bei der Mehrzweckhalle Mitteldorf zu parkieren.