Seit Anfang Jahr ist die Stiftung Rinau Park operativ tätig. Sie hat sich seither mit der Zukunft des Alters- und Pflegeheims Rinau auseinandergesetzt. An der kommenden Gemeindeversammlung entscheiden die Stimmberechtigten nun über eine Bürgschaft seitens der Gemeinde an die Stiftung. Diese plant einen Neubau.

Gemäss Botschaft stand zunächst ein Erneuerungsszenario im Vordergrund, aber: «Aufgrund von betrieblichen Aspekten und des umfassenden Sanierungsbedarfs musste sich der Stiftungsrat für einen Ersatzneubau entscheiden.» Das heutige Pflegeheim soll rückgebaut werden. Nebst dem Ersatz des bestehenden Altersheimes sollen zusätzlich zwischen 30 und 35 Alterswohnungen entstehen.

Drei Gebäude geplant

Das Bebauungskonzept sieht im südlichen Parzellenbereich – in Richtung Rohrweg – einen maximal viergeschossigen Altersheim-Neubau vor. Die Anzahl Betreuungsplätze im Pflegebereich soll damit von heute 40 auf maximal 70 Betten ausgebaut werden. Nach dem Umzug des Betriebs in den Neubau wird das bestehende Alters- und Pflegeheim rückgebaut und es werden in einer zweiten Etappe die Alterswohnungen für das betreute Wohnen im nördlichen Teil der Parzelle realisiert. Hier sind zwei dreigeschossige Gebäude mit Alterswohnungen geplant.

Der Stiftungsrat hat für das Projekt eine Grobkostenschätzung erstellen lassen und geht darauf basierend von Kosten in der Höhe von rund 50 Millionen Franken aus. Mit der nun an der Gmeind beantragten Bürgschaft geht es darum, die Sicherstellung der Finanzierung zu gewährleisten.

Bürgschaft für zehn Millionen

In der Botschaft werden zwei Varianten für die Finanzierung aufgezeigt. Aufgrund der fehlenden Eigenmittel benötigt die Stiftung von der Einwohnergemeinde jeweils eine Bürgschaft in der Höhe von maximal zehn Millionen Franken bei einer Laufzeit von maximal 55 Jahren ab Realisierung 2022/23.

Der Gemeinderat beantragt daher nun eine Bürgschaft von zehn Millionen Franken an die Stiftung. Aufgrund des Cashflows der Betriebskostenschätzung in der Höhe von knapp 1,2 Millionen Franken erachtet er «das Risiko der Bürgschaft als gering», wie er in der Botschaft schreibt. «Der Gemeinderat unterstützt deshalb die Abgabe einer Bürgschaft.» Damit komme man auch dem gesetzlichen Auftrag nach, Altersheimplätze zur Verfügung zu stellen.

Gemeindeversammlung Kaiseraugst: 28. November, 20 Uhr, Turnhalle Dorf