Am Autobahnzubringer A3 in Eiken will das Bundesamt für Strassen (Astra) die Lichtanlage bis 2019 durch einen Kreisel ersetzen. Mit dieser Massnahme soll am hochfrequentierten Verkehrsknoten ein flüssiger Verkehrsabfluss gewährleistet werden. Nun hat jedoch die Gemeinde Eiken gegen das entsprechende Baugesuch Einsprache beim Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) eingewendet.

Schon seit etlichen Jahren staut sich der Verkehr zu den Spitzenzeiten von dem Verkehrsknoten an der A3 entlang der Laufenburger- in Richtung Hauptstrasse in Eiken. «Wenn die Durchflussrate des Verkehrs am Verkehrsknoten erhöht wird, dann nimmt der Rückstau am Nadelöhr von der Laufenburger- zur Hauptstrasse bei uns im Ort erheblich zu», nennt Vizeammann Christoph Aebi als ersten Grund für die Einsprache. Dementsprechend hat der Gemeinderat in seiner Einsprache das Astra beauftragt, nach einer Lösung für dieses Nadelöhr-Problem zu suchen. «Denkbar wäre beispielsweise eine Rückstaubremse, die den Verkehr nur portionsweise durch den Knotenpunkt abfliessen lässt», sagt Aebi.

Betonbelag gegen Rutschgefahr

Der zweite Grund der Einsprache betrifft die feinporigen Betonplatten, die verbaut werden sollen. Weil die Zufahrten zum Kreisel jedoch leicht abschüssig sind, schlägt Aebi vor, einen aufgerauten Belag mit Zusatzpartikeln zu verwenden: «So wird das Risiko minimiert, dass beispielsweise ein 40-Tönner bei kalter oder nasser Witterung ins Rutschen kommt», erklärt Aebi.

Wieso aber wendet sich der Gemeinderat erst jetzt per Einsprache mit seinen Anliegen ans Astra? Zwar sei der Gemeinderat zusammen mit dem Kreisingenieur an einer Informationsveranstaltung angehört worden, die dort geäusserten Interessen liefen jedoch ins Leere, denn: «Uns wurde gesagt, dass wir die Gemeindeanliegen über das Einspracherecht mitteilen können», sagt Aebi, der diese Verfahrenspraxis für wenig zielführend hält: «Dies kostet den Bund nur Zeit und verschwendet Ressourcen», sagt er.

Sisseln verzichtet auf Einsprache

Auch die Gemeinde Sisseln rechnet aufgrund der gesteigerten Durchflussrate am Knotenpunkt an der A3 in Eiken mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen auf der Hauptstrasse im Ort: «Dies hat jedoch keine grossen negativen Auswirkungen auf unsere Gemeinde. Deswegen haben wir auf eine Einsprache verzichtet», sagt Gemeindeammann Rainer Schaub.

Zum Vorwurf der mangelnden Interessensberücksichtigung der Gemeinde Eiken erklärt Astra-Sprecher Thomas Rohrbach: «Bei der Umgestaltung des Anschlusses Eiken hat das Astra mit dem Kanton Aargau zusammengearbeitet. Bei Nationalstrassenprojekten ist grundsätzlich der jeweilige Kanton unser Ansprechpartner.» So falle es in den Kompetenzbereich des Kantons, Projekte mit den Gemeinden abzustimmen und zu besprechen. Laut Astra-Sprecherin Esther Widmer sind die Hauptbauarbeiten für die Erneuerung des Verkehrsknotens für 2018 vorgesehen. Ob dies eingehalten werden kann, ist offen. So verlängert sich durch die Einsprache das Plangenehmigungsverfahren. «Allerdings wird die Dauer des Genehmigungsverfahrens aufgrund von Erfahrungswerten in den zeitlichen Ablauf mit einberechnet», sagt Rohrbach.