Die Altstadt-Fenster in Laufenburg präsentieren sich in neuem Glanz. 18 Gemeinden vom Jurapark Aargau haben diese mit individuellen Inhalten bespielt. An der Eröffnung am Samstag gab es nur zufriedene Gesichter.

Biberstein, Effingen, Gansingen, Gipf-Oberfrick, Herznach, Kienberg, Laufenburg, Linn, Mettauertal, Mönthal, Oberhof, Schupfart, Villigen, Wegenstetten, Wittnau, Wölflinswil, Zeihen und Zeiningen: Diese 18 Gemeinden haben einen Teil der Laufenburger Altstadt-Schaufenster zur Selbstdarstellung genutzt und aufgewertet.

In der Unteren und Oberen Wasengasse, in der Markt-, Fischer- und Laufengasse sowie am Laufenplatz zeigen sie, was ihre Identität, ihren Charme und ihre Besonderheit ausmacht. Viel Originalität und Kreativität ist dabei im Spiel, wie zum Beispiel im Fenster von Zeiningen, wo das Ausstellerteam sich auf das Motto des vergangenen Dorffestes «Traditionen – Emotionen – Visionen» gestützt hat. Oder Wegenstetten, in dessen Fenster sich ein Ast voller Fledermäuse befindet, inklusive Rezept für den Erhalt dieser Tiere.

Jury und Fest-Besucher verleihen Gemeinde-Award

Andere Gemeinden haben das Vereinsleben und das Gewerbe in den Vordergrund gerückt, oder zeigen, wie Oberhof und Wölflinswil, Bilder einer Landschaft. Zeihen wiederum stellt das Strohflechten vor, während sich Kienberg mit keramischen Objekten auf die ehemalige Gipsgrube bezieht. Es gibt viel zu sehen und zu bestaunen, wovon sich am Samstag an der feierlichen Eröffnung Vertreter der beteiligten Gemeinden und vom Jurapark Aargau überzeugen konnten. Mit dabei: Peter Bircher, Mitinitiant des Juraparks, der zusammen mit dem stellvertretenden Jurapark-Geschäftsleiter Markus Schmid und Laufenburgs Vizeammann Meinrad Schraner ein Band mit den Gemeindewappen durchschneiden durfte.

Schraner sagte zuvor, dass das Schaufensterprojekt gut zu Laufenburg passe. Das Gezeigte sei «ein Spiegel vom Jurapark». Und: «Laufenburg ist ein Monat lang Jurapark-Miniatur analog zu Swissminiatur», so Schraner.

Die Idee, die Altstadt-Schaufenster attraktiv zu gestalten, ist nicht neu. Vor zwei Jahren haben Dora Freiermuth und Roland Lenzin das Projekt «Freie Fenster» in der Laufenburger Altstadt initiiert. Damals waren elf Künstler und Künstlerinnen beteiligt, jetzt haben Schüler, Vereine, Privatpersonen und andere kreative Köpfe das Heft in die Hand genommen. Historische Zeugen, aktuelle Kunst, politische Brennpunkte, Brauchtum, typische Produkte oder lokales Handwerk waren erlaubt, den Gemeinden waren keine Grenzen gesetzt. Der Clou: Das schönste Fenster wird mit dem ersten Jurapark-Gemeinde-Award prämiert.

Die Jury setzt sich aus den an der Aktion beteiligten Gemeinden zusammen. Diese haben bis zum 4. September Zeit, ihr Votum abzugeben. Dann greifen die Besucher am Kult-Jurapark-Fest am 7. September ein: An dem Tag erhalten sie mit dem Kauf von Buttons das Recht zu Stimmen. Für die Gewinnergemeinde winkt als Preis eine robuste, wetterfeste Sitzbank aus Sulz. Fazit von Laufenburgs Vizeammann Schraner: «Gewinner sind alle, aber Sieger wird nur eine Gemeinde.»