Rheinfelden

Gelungene Premiere für Fricktaler Bühne

Mit «Die lustigen Weiber von Windsor» sorgte die Fricktaler Bühne im Rheinfelder Bahnhofsaal für viel Unterhaltung.

Mit einer absolut gelungenen, glanzvollen Premiere der Komischen Oper «Die lustigen Weiber von Windsor» begeisterte die Fricktaler Bühne am Freitag im Bahnhofsaal in Rheinfelden.
Für die musikalische Leitung konnte die Fricktaler Bühne Caspar Dechmann gewinnen, die Regie lag in den Händen der vielseitigen Schauspielerin Bettina Dieterle.

Im In-und Ausland bekannte Solistinnen und Solisten verzauberten mit klaren, voluminösen Stimmen. Ein köstlicher Augenschmaus waren die fantasievollen Kostüme, 24 lustvoll agierende Mitwirkende des Chors, das Orchester sowie eine Drehbühne, welche die grossartige Inszenierung abrundeten.

Die Oper wurde einstudiert in bewährter Singspiel-Tradition, brillierte mit einer opulent musikalischen Mischung aus perlend zarter Romantik, einem Feuerwerk an kraftvollen Gesängen, italienischem Charme, derbem englischen Humor und viel Spielwitz.

Die beiden verheirateten, temperamentvollen Damen Frau Fluth (Jardena Flückiger, Sopran) und Frau Reich (Leila Pfister, Mezzosopran) stellen empört, aber auch herzhaft lachend fest, dass sie jeweils gleichlautende Liebesbriefe mit der Bitte um ein pikantes Stelldichein vom verarmten Landadeligen Falstaff (Erich Bieri, Bassbariton) erhalten haben. Gemeinsam beschliessen sie, diesem balzenden Gockel eine Lektion zu erteilen, schmieden einen fiesen Plan.

Das erste Rendezvous fällt dabei im wahrsten Sinn des Wortes ins Wasser. Vor der unerwarteten Rückkehr des hochgradig eifersüchtigen Ehemannes Herrn Fluth (Wolf H. Latzel, Bariton), gewarnt von Frau Reich, verschwindet Falstaff im Wäschekorb und wird samt Inhalt vom Dienstpersonal ins kalte Wasser gekippt.

Auch beim zweiten Rendezvous ergeht es ihm nicht viel besser, schmachvoll als alte Schachtel verkleidet wird er davongejagt. Seinem Ego hat das alles jedoch kaum geschadet, selbstverliebt-dümmlich prahlt er weiterhin im Wirtshaus.

Anna (Andrea Suter, Sopran), die schöne Tochter von Frau und Herrn Reich (Khachik Matevosyan), muss sich mit viel List den Ehewünschen ihrer Eltern widersetzen. Ihr Herz gehört dem armen, aber sehr ansehnlichen Fenton (Andreas Früh, Tenor), den beiden stolpernden, ungeschickten Männern Dr. Cajus (Sergey Aksenov, Bariton) und Junker Spärlich (Thomas Leu, Lehrdiplom für Gesang) kann sie nichts abgewinnen.

Zum Schluss schenken die Damen Fluth und Reich ihren Ehemännern reinen Wein ein. Zu viert beschliessen sie, im Wald von Windsor dem liebestollen Luftikus noch einmal eine gehörige Abreibung zu verpassen.

Grandioser Höhepunkt des Treibens im Wald sind Elfen, Gnome und sonstiges Getier, die Falstaff Angst und Schrecken einjagen. Eine Paradeleistung bietet er, als Hirsch verkleidet, hufescharrend und hüftschwingend mit seiner Gesangs- und Tanzeinlage, spöttisch sekundiert von den beiden Angebeteten.

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