Rheinfelden

Gegen die geplanten 5G-Antennen auf dem Gewerbezenrum regt sich Widerstand

Geht’s nach der Swisscom, sollen zwei 5G-Antennen auf dem Gewerbezentrum «Q37» zu stehen kommen

Geht’s nach der Swisscom, sollen zwei 5G-Antennen auf dem Gewerbezentrum «Q37» zu stehen kommen

Auf einem Gewerbezentrum in Rheinfelden plant die Swisscom den Neubau einer 5G-Mobilfunkanlage. Schon jetzt ist klar, dass es zu Einwendungen kommen wird.

Die Swisscom plant den Neubau und Betrieb einer Mobilfunkanlage mit 5G-Netz an der Quellenstrasse 37 in Rheinfelden. Die zwei 8,4 Meter hohen Masten sollen auf einem Flachdach neben dem «Furnierwerk» – einer neuen Überbauung mit 155 Wohnungen unweit des Bahnhofs – zu stehen kommen. Das entsprechende Baugesuch liegt ab Freitag auf der Gemeindeverwaltung öffentlich auf.

Der Interessensgemeinschaft (IG) Rheinfelden-5G stösst das Vorhaben der Swisscom sauer auf. Für Peter Koller, einen der IG-Hauptinitianten, ist klar, dass man sich gegen die Pläne der Swisscom zur Wehr setzen wird. «Wir werden gegen das Gesuch Einwendungen geltend machen», sagt er. In welcher Form, ob als Sammeleinwendung oder mehrere Einzeleinwendungen der Mitglieder, sei noch nicht klar, weil die Baugesuchsauflage in den Zeitraum der Sommerferien falle. «Da ist es natürlich schwieriger, möglichst viele Leute zu erreichen», sagt Koller.

Antrag auf Sistierung des ­Bauverfahrens geplant

Zudem, so Koller, wolle er einen Antrag auf Sistierung des Bauverfahrens aufgrund fehlender Vollzugshilfen durch das Bundesamt für Umwelt stellen. Bei diesen Vollzugshilfen handelt es sich um bundesumweltrechtlichen Vorgaben, die sich an die kantonalen Vollzugsbehörden richten. «Konkret müssen hier erst noch offene Fragen zu Unklarheiten im Messverfahren geklärt werden.» Auch die von der Swisscom angegebenen Emissionswerte wolle er überprüfen.

Bereits im November letzten Jahres hatte die IG für ihre Petition «Für ein umweltverträgliches 5G-Netz in Rheinfelden» 710 Unterschriften gesammelt. So gebe es gemäss Koller denn auch umweltfreundlichere Konzepte als überall 5G-Antennen hochzuziehen oder auf 5G umzurüsten. «Zu prüfen gelte es etwa ein Glasfasernetz im Innenraum, während im Aussenraum die Sendeleistung tief gehalten werden könnte», sagt Koller, dem es vor allem um die Frage geht, welche «unbedenklicheren Technologien» zur Verfügung stehen.

Hinsichtlich der laufenden Zonenplanrevision der Stadt sei es gemäss Koller unabdingbar, öffentliche und ­private Spielplätze auszuweisen und die Mobilfunktechnik auf dem Gemeindegebiet der Stadt in geordnete Bahnen zu lenken.

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