Laufenburg

Gefängnis sollte schon zu sein – nun wird es für weitere Jahre saniert

In dieser Laufenburger Gefängniszelle wurde das Fenster bereits ersetzt, die Wände erhalten noch einen Neuanstrich. Die Sanierung des Bezirksgefängnissespassiert in erster Linie im Sicherheitsbereich.

In dieser Laufenburger Gefängniszelle wurde das Fenster bereits ersetzt, die Wände erhalten noch einen Neuanstrich. Die Sanierung des Bezirksgefängnissespassiert in erster Linie im Sicherheitsbereich.

Der Kanton Aargau saniert zurzeit das 40-jährige Bezirksgefängnis in der Laufenburger Altstadt. Es wird sicher bis Ende 2019 weitergeführt. Nötig sind etwa Anpassungen im Sicherheitsbereich.

Eigentlich hätte das kleine Laufenburger Bezirksgefängnis bereits im Jahre 2011 im Zuge der Eröffnung des erweiterten Zentralgefängnisses in Lenzburg und der dort geschaffenen Mehrplätze geschlossen werden sollen. Die Schliessungsabsicht bestand auch für die Haftanstalten in Bremgarten und Zurzach. Die starke Auslastung der Gefängnisse führte jedoch dazu, dass der Kanton beschloss, einige der Bezirksgefängnisse weiter zu betreiben. Für Laufenburg wurde die Weiterführung auf 2015 befristet.

Mindestens bis 2019

Infolge der nach wie vor grossen kantonsweiten Auslastung «wird das Bezirksgefängnis sicher bis Ende 2019 weiterbetrieben», so Pascal Payllier, Leiter Amt für Justizvollzug, bei einem Augenschein vor Ort am Donnerstag. Der Entscheid, das Gefängnis die nächsten Jahre weiter zu benutzen, machte auch dessen Sanierung notwendig. Seit 40 Jahren befindet sich die Haftanstalt in der Liegenschaft «Roter Löwen» in der Laufenburger Altstadt, nahe der alten Rheinbrücke. Vier Jahrzehnte, die das eine oder andere an Instandstellungs- und Erneuerungsarbeiten erforderlich machen. Und so sorgen zurzeit Handwerker für Mehrbetrieb in den Gefängnisräumlichkeiten.

«Nötig sind vor allem Anpassungen im Sicherheitsbereich», erklärt Pascal Payllier. Die Anlagen werden alle aktualisiert und auf den neusten Stand der Sicherheit gebracht. Dazu gehört unter anderem die technische Überholung der Schleusen. Weiter müssen in den fünf vorhandenen Zellen die Notrufanlagen ersetzt werden. «Im Rahmen der Suizidprävention sind Fenster aus festem Panzerglas eingesetzt worden und anstelle der bisherigen Beleuchtungen werden bruchsichere Kunststofflampen verwendet», führt Pascal Payllier weiter aus. Nebst den sicherheitstechnischen Erneuerungen und Anpassungen erhält die Unterbringung für Strafgefangene auch eine kosmetische Korrektur. Das heisst, die Zellenwände erhalten einen neuen Anstrich, wo nötig, werden auch Ausbesserungen an den Böden vorgenommen.

Sanierung kostet 180 000 Franken

Die Kosten für die Sanierung beziffert der Leiter für das Amt für Justizvollzug auf rund 180 000 Franken. Bis Ende Jahr sollen die Bauarbeiten abgeschlossen werden. Bis dahin kann das Laufenburger Bezirksgefängnis nur teilweise belegt werden. Der Kanton Aargau, der vollumfänglich für die Sanierungskosten aufkommt, ist in der Liegenschaft Roter Löwen eingemietet. Wie Pascal Payllier erklärt, wurde im Zuge der Planungen für die Sanierung auch die Vermieterin entsprechend informiert.

Das Bezirksgefängnis mit seinen 13 Plätzen ist ausschliesslich für männliche Gefangene. Laut Pascal Payllier wird darauf geachtet, dass in Laufenburg keine fluchtgefährlichen oder gemeingefährlichen Personen inhaftiert werden. Das Bezirksgefängnis sei vor allem für das «Absitzen» von Kurzvollzugsstrafen. «Die Gefangenen sind in der Regel ein bis drei Monate, in Ausnahmefällen auch sechs Monate im Laufenburger Gefängnis.»

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