Fricktal
Gäste aus aller Welt schlafen gerne bei Mahrers im Stroh

Regula Mahrer hat mit ihrem Mann Paul ihren «Erlenhof» in Möhlin so eingerichtet, dass Gruppen und Schulklassen bei ihnen im Stroh oder auf Matratzen übernachten können. Auch andere Bed-and-Breakfast-Angebote im Fricktal kommen an.

Sandra Bös
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Gäste schlafen gerne im Stroh bei der Familie Mahrer auf dem Erlenhof in Möhlin.

Gäste schlafen gerne im Stroh bei der Familie Mahrer auf dem Erlenhof in Möhlin.

bös/key

Private Anbieter von Übernachtungsmöglichkeiten haben im ganzen Land einen Anstieg von fast zehn Prozent jährlich. Viele ziehen die Übernachtung in einem «Bed and Breakfast» dem Aufenthalt in einem Hotel vor. Dies freut die Organisation «Bed and Breakfast Switzerland». Im Fricktal angemeldet sind 9 private Anbieter.

Regula Mahrer hat mit ihrem Mann Paul ihren «Erlenhof» in Möhlin so eingerichtet, dass Gruppen und Schulklassen bei ihnen im Stroh oder auf Matratzen übernachten können. Mit der Zeit kamen immer mehr Anfragen, ob man nicht auch ein Zimmer bei ihnen buchen könnte. So entschied sich die Familie, aus dem Hof auch ein «Bed and Breakfast» zu machen.

Stroh, Matratze oder auch mal ein Doppelzimmer

«Es gab einige Gäste, die sich auf den Matratzen oder auf dem Stroh nicht wohl fühlten. Da traf es sich gut, dass bei uns ohnehin zwei Doppelzimmer leerstanden», erzählt Regula Mahrer der Aargauer Zeitung. Direkt am «Erlenhof» befindet sich eine Rheinroute und die Siedlung aus römischer Zeit, Augusta Raurica, ist nur eine halbe Fahrradstunde weit entfernt. Somit Naherholungstourismus direkt vor der Tür.

Zu ihrem Bed-and-Breakfast-Angebot führt Regula Mahrer weiter aus: «Vom Frühling bis zum Herbst ist die Nachfrage bei uns am grössten, weil viele unserer Gäste begeisterte Fahrradfahrer sind. Die gute Lage unseres Hofs ist einer der Gründe, weshalb sich die Leute für uns entscheiden und nicht zum Beispiel in einem Hotel übernachten. Ein anderer Grund ist sicher auch, dass ein «Bed and Breakfast» in den meisten Fällen günstiger ausfällt als ein Hotel und der Rummel viel kleiner ist». Was die Bed-and-Breakfast-Anbieterin besonders freut: «Manche meiner Gäste haben schon öfters als einmal bei uns übernachtet und werden auch in Zukunft wiederkommen.»

Eine weitere Bed-and-Breakfast-Unterkunft im Fricktal ist das Haus der Familie Wyler in Elfingen. Antoinette Wyler erklärt gegenüber dieser Zeitung: «Wir haben ein sehr grosses Haus mit einer Zweitwohnung. Am Anfang haben wir mit dem Gedanken gespielt, die Zweitwohnung fest zu vermieten. Dies hat mir aber dann doch nicht zugesagt, weil ich sehr gerne neue Leute und neue Kulturen kennen lerne, und was eignet sich da besser als ein Bed and Breakfast?» Im Haus der Wyler können die Gäste selber entscheiden, ob sie die ganze Wohnung oder nur ein Zimmer buchen wollen.

Gäste nicht nur aus der Schweiz

«Wenn die Gäste sich für die ganze Wohnung entscheiden, haben sie auch eine Küche und können selbst kochen. Ich denke, dass das ein grosser Vorteil gegenüber anderen Unterkünften ist. Unsere Gäste kommen nicht nur aus der Schweiz oder aus Europa, sondern auch aus Kontinenten wie Afrika oder Australien.»

Die Gäste schätzen die persönliche Betreuung und den Kontakt, durch den man viel voneinander erfährt, weiss Antoinette Wyler aus Erfahrung. Es sei viel persönlicher und familiärer als in einem Hotel. «Ausserdem haben wir einen Garten, der von unseren Gästen jederzeit benützt werden darf. Dazu kommt, dass es bei uns günstiger als in einem Hotel ist. So kam es, dass wir schon Gäste hatten, die 11 Wochen bei uns geblieben sind», so Wyler.

Ähnlich äusserte sich auch das Bed and Breakfast Lo pumo in Laufenburg: «Viele unserer Gäste wollen bei uns einen Langzeitaufenthalt. Wenn wir wollten, könnten wir ausschliesslich Langzeitgäste bei uns aufnehmen, da die Nachfrage wirklich gross ist. Jedoch machen wir die nur etwa zweimal im Jahr, da es uns wichtig ist, viele neue Menschen und Kulturen kennen zu lernen», erklären die Laufenburger Anbieter.