Frick
Gartenbeiz zum Mitgärtnern

Bei «Chez Marietta» in Frick kann geschlemmt oder gepflanzt werden – «jeder ist willkommen»

Nadine Pfeifer
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Céline Hüsser, Markus Hüsser, Laura Berger und Rebecca Jakopp-Reinle (v.l.) hoffen, in den nächsten drei Monaten möglichst viele Gäste bewirten zu dürfen.ZVG

Céline Hüsser, Markus Hüsser, Laura Berger und Rebecca Jakopp-Reinle (v.l.) hoffen, in den nächsten drei Monaten möglichst viele Gäste bewirten zu dürfen.ZVG

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Am Mariettaweg 1 in Frick ist einiges gegangen seit April. Aus einem Einfamilienhaus mit Garten wurde die Gartenbeiz «Chez Marietta». Gemütliche Sitzgelegenheiten im Garten laden zum Verweilen ein, der Grill wird die Gäste mit Würsten versorgen und die Pflanzenbeete, die im Garten verteilt sind, können aktiv mitgestaltet werden.

Am 4. Juni, Fronleichnam, eröffnet die Beiz, die von Markus Hüsser, Laura Berger, Céline Hüsser und Rebecca Jakopp-Reinle betrieben wird. Das junge Team hat den Garten in der Freizeit umgebaut. «Wir hatten viel Hilfe von Verwandten und Freunden. Ohne diese Hilfe hätte es nicht geklappt. Der Wille, mitzuhelfen, scheint in den Leuten zu schlummern», sagt Markus Hüsser.

Kindergärtler halfen mit

Auch der Kindergarten hat Hand angelegt. Die Kindergartenkinder haben die Schwartenbretter, die eine Abgrenzung zur Strasse schaffen, bunt bemalt. «Es soll auch für die Kinder sein, aber ohne die Bretter hatten wir Angst, dass sie auf die Strasse rennen könnten.»

Ende August wird «Chez Marietta» seine Tore wieder schliessen. «Es ist definitiv nur für drei Monate.» Danach hat Hauseigentümer René Hüsser, Vater von Markus und Céline Hüsser, andere Pläne mit dem Grundstück. In ungefähr einem Jahr soll das Haus einem Neubau weichen. Die Idee, das leerstehende Haus über den Sommer umzunutzen, habe er sehr unterstützt.

Diese Idee entstand aus dem vor allem in grösseren Städten beliebten «Urban Gardening». «Der Gemeinschaftsgarten alleine hätte in Frick kaum funktioniert, dafür ist es wohl etwas zu ländlich», so Markus Hüsser. Daraus entwickelte sich die Gartenbeiz, mit Kuchen, Glacen, Antipasti und diversen Getränken. «Jeder ist willkommen.»

«Chez Marietta» stösst auf offene Ohren. «Wir haben viele positive Rückmeldungen. Auch die Nachbarn sehen es sehr entspannt», sagt Markus Hüsser. Bei einem kleinen Anlass in privatem Rahmen haben auch schon die ersten Gäste eigene Setzlinge mitgebracht. Neben Erdbeeren finden sich vor allem Salat und Gemüse, zum Beispiel verschiedene Peperoni. «Ein Urwald wird es nicht in drei Monaten», schmunzelt Markus Hüsser. Dennoch ist es bereits sehr grün am Mariettaweg 1, dank Rasenfläche und Bäumen. «Sie werden nachts sogar beleuchtet sein.»

Geöffnet ist «Chez Marietta» donnerstags und freitags ab 16 bis 24 Uhr, samstags bereits ab 14 Uhr und sonntags von 10 bis 17 Uhr. Bei schlechtem Wetter bleibt die Gartenbeiz geschlossen.

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