Etappenziel
Gansingen feiert wegen Tour de Suisse ein Volksfest

Die Tour de Suisse ist heute Mittwoch durch den Kanton Aargau gefahren. Start war im solothurnischen Trimbach, das Ziel in Gansingen im Fricktal. Dort feierte die Bevölkerung.

Marc Fischer
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Ruhe vor dem Sturm Gansingen freute sich über die Tour de Suisse
15 Bilder
Balkone wurden dekoriert und schon früh standen Zuschauer an der Zielgeraden
Satelliteninstallation hoch über Gansingen
Von Gansingen wurden die Bilder in die weite Welt gesendet
Der Hauptsponsor auf Werbetour
Viele Hände warteten auf Präsente der Werbekolonne
Die Mützen boten Schutz gegen Sonne und Regen
BMX-Einlage auf nassem Asphalt
Die Spitzengruppe passiert das Ziel in Gansingen
Etappenziel Gansingen feiert die Tour de Suisse
Das Tempo des Feldes begeisterte die Zuschauer
Journalisten aus ganz Europa arbeiteten im Pressezentrum
Der Sieger jubelt - und wird fotografiert
Costa umrahmt von amtierender und ehemaliger Miss Schweiz
OK-Co-Präsident Mario Hüsler erhält von Rolf Huser zum Dank den Tour-de-Suisse-Pokal

Ruhe vor dem Sturm Gansingen freute sich über die Tour de Suisse

Marc Fischer

Seit langem hatte man in Gansingen auf diesen Tag hingefiebert: die Tour-de-Suisse-Etappenankunft. Ein eigenes Brot war kreiert worden, eine Skulptur ebenso. «Das ganze Dorf wird auf den Beinen sein», hatte Mario Hüsler, Vizeammann und Co-Präsident des Organisationskomitees im Voraus angekündigt. Und tatsächlich war das Radsportfieber in Gansingen bereits lange vor der ersten Zieldurchfahrt des Feldes spürbar.

Balkone als Logenplätze

Die Fenster und vor allem die Balkone entlang der Zielgeraden dienten als Logenplätze. Viel von ihnen waren mit Fahnen oder Ballonen dekoriert und bereits früh säumten Zuschauer die Strasse und liessen sich vom immer wieder einsetzenden Regen die Laune nicht verderben.

Die Tour de Suisse fährt durch den Aargau:

Die Spitze der Fahrer kommt auf der Passhöhe der Staffelegg an: Der Bergpreis sichert sich Isaychev
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Acht Minuten später kommt das Feld auf der Staffelegg an
Die Tour de Suisse-Fahrer in Laufenburg
Tour de Suisse: Das Feld fährt in Gansingen vorbei
Das Feld der Tour de Suisse im Fricktal – Sicht aus dem Helikopter
Das Feld bei Laufenburg
Das Feld in Oberdorf
Die Tour de Suisse fährt durch den Kanton Aargau

Die Spitze der Fahrer kommt auf der Passhöhe der Staffelegg an: Der Bergpreis sichert sich Isaychev

Chris Iseli

Eine Stunde bevor die Fahrer ein erstes Mal durch Gansingen rauschten, passierte die Werbekolonne das Dorf. Gummibärchen, Mützen, Signalarmbänder und Rucksäckchen fanden zahlreiche Abnehmer - und vor allem die Hüte und Pelerinen verrichteten in der Folge noch manch guten Dienst. Die Schirme konnten nach diesen Gaben nämlich eingepackt werden, was den Lärmpegel merklich anschwellen liess, konnten die frei gewordenen Hände nun dazu genutzt werden, an die Abschrankungen zu trommeln.

Das Feld rauscht vorbei

Kurz nach 15 Uhr ist es dann soweit: Die Spitzengruppe passiert unter lautem Applaus ein erstes Mal das Ziel. Dann geht das Warten los. Und die Diskussionen ebenso. Würde der Vorsprung reichen? Noch herrschte keine Einigkeit unter den Zuschauern, da rauschte das Feld schon in hohem Tempo vorbei, lag aber gut zehn Minuten hinter den Ausreissern. «Wow, sind die schnell», raunte Gross und Klein und freute sich, die Sportler noch zweimal in Aktion zu sehe. «Ich fahre selber seit Kurzem im Nachwuchs des RV Sulz Velo», sagte beispielsweise Leon Weiss, «jetzt wollte ich mal die Profis von Nahem sehen.»

Vorerst hiess es aber abwarten und das Unterhaltungsprogramm geniessen, hiess das Motto. Für die Verpflegung war gesorgt, die amtierende Miss Schweiz, Alina Buchschacher, und eine ihrer Vorgängerinnen, Christa Rigozzi, verteilten Autogramme und zwei BMX-Fahrer zeigten auf dem nassen Asphalt waghalsige Kunststücke. Kurzum es herrschte Volksfeststimmung.

Positives Fazit und Pokal

Knapp zwei Stunden später war es dann soweit: der Sieger war gekürt, der Leader ins gelbe Trikot eingekleidet. Diejenigen, die an die Fluchtgruppe geglaubt hatten, hatten am Ende recht behalten. Und zu guter Letzt, nach allen Siegerehrungen, wurde auch noch Mario Hüsler auf die Bühne gebeten. Rolf Huser überreichte ihm im Namen der Tour-de-Suisse-Organisation zum Dank einen Tour-de-Suisse-Pokal.

Hüsler selber zog danach gegenüber der az Aargauer Zeitung ein positives Fazit: «Soweit wir es beeinflussen konnten, hat alles geklappt - fürs Wetter war niemand aus dem OK zuständig.» Auch mit dem Publikumsaufmarsch zeigte sich der OK-Co-Präsident sehr zufrieden. Obwohl bei schönerem Wetter wohl noch mehr Leute gekommen wären, wie Hüsler sagte.

Zuschauer der Tour de Suisse auf der Staffelegg:

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