Etappenziel

Gansingen feiert wegen Tour de Suisse ein Volksfest

Die Tour de Suisse ist heute Mittwoch durch den Kanton Aargau gefahren. Start war im solothurnischen Trimbach, das Ziel in Gansingen im Fricktal. Dort feierte die Bevölkerung.

Seit langem hatte man in Gansingen auf diesen Tag hingefiebert: die Tour-de-Suisse-Etappenankunft. Ein eigenes Brot war kreiert worden, eine Skulptur ebenso. «Das ganze Dorf wird auf den Beinen sein», hatte Mario Hüsler, Vizeammann und Co-Präsident des Organisationskomitees im Voraus angekündigt. Und tatsächlich war das Radsportfieber in Gansingen bereits lange vor der ersten Zieldurchfahrt des Feldes spürbar.

Balkone als Logenplätze

Die Fenster und vor allem die Balkone entlang der Zielgeraden dienten als Logenplätze. Viel von ihnen waren mit Fahnen oder Ballonen dekoriert und bereits früh säumten Zuschauer die Strasse und liessen sich vom immer wieder einsetzenden Regen die Laune nicht verderben.

Die Tour de Suisse fährt durch den Aargau:

Eine Stunde bevor die Fahrer ein erstes Mal durch Gansingen rauschten, passierte die Werbekolonne das Dorf. Gummibärchen, Mützen, Signalarmbänder und Rucksäckchen fanden zahlreiche Abnehmer - und vor allem die Hüte und Pelerinen verrichteten in der Folge noch manch guten Dienst. Die Schirme konnten nach diesen Gaben nämlich eingepackt werden, was den Lärmpegel merklich anschwellen liess, konnten die frei gewordenen Hände nun dazu genutzt werden, an die Abschrankungen zu trommeln.

Das Feld rauscht vorbei

Kurz nach 15 Uhr ist es dann soweit: Die Spitzengruppe passiert unter lautem Applaus ein erstes Mal das Ziel. Dann geht das Warten los. Und die Diskussionen ebenso. Würde der Vorsprung reichen? Noch herrschte keine Einigkeit unter den Zuschauern, da rauschte das Feld schon in hohem Tempo vorbei, lag aber gut zehn Minuten hinter den Ausreissern. «Wow, sind die schnell», raunte Gross und Klein und freute sich, die Sportler noch zweimal in Aktion zu sehe. «Ich fahre selber seit Kurzem im Nachwuchs des RV Sulz Velo», sagte beispielsweise Leon Weiss, «jetzt wollte ich mal die Profis von Nahem sehen.»

Die Fahrer der Tour de Suisse fahren im Etappenzielort Gansingen ein

Die Fahrer der Tour de Suisse fahren im Etappenzielort Gansingen ein

Vorerst hiess es aber abwarten und das Unterhaltungsprogramm geniessen, hiess das Motto. Für die Verpflegung war gesorgt, die amtierende Miss Schweiz, Alina Buchschacher, und eine ihrer Vorgängerinnen, Christa Rigozzi, verteilten Autogramme und zwei BMX-Fahrer zeigten auf dem nassen Asphalt waghalsige Kunststücke. Kurzum es herrschte Volksfeststimmung.

Positives Fazit und Pokal

Knapp zwei Stunden später war es dann soweit: der Sieger war gekürt, der Leader ins gelbe Trikot eingekleidet. Diejenigen, die an die Fluchtgruppe geglaubt hatten, hatten am Ende recht behalten. Und zu guter Letzt, nach allen Siegerehrungen, wurde auch noch Mario Hüsler auf die Bühne gebeten. Rolf Huser überreichte ihm im Namen der Tour-de-Suisse-Organisation zum Dank einen Tour-de-Suisse-Pokal.

Hüsler selber zog danach gegenüber der az Aargauer Zeitung ein positives Fazit: «Soweit wir es beeinflussen konnten, hat alles geklappt - fürs Wetter war niemand aus dem OK zuständig.» Auch mit dem Publikumsaufmarsch zeigte sich der OK-Co-Präsident sehr zufrieden. Obwohl bei schönerem Wetter wohl noch mehr Leute gekommen wären, wie Hüsler sagte.

Etappenzielort Gansingen: Mario Hüsler, Co-Präsident des Organisationskommitees, zieht ein Fazit

Mario Hüsler, Co-Präsident des Organisationskommitees, zieht ein Fazit

Zuschauer der Tour de Suisse auf der Staffelegg:

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1