Gansingen
Gansiger Dorfplatz ist jetzt eingeweiht

Die Gemeinde Gansingen ist um ein Schmuckstück reicher. Am Samstag wurde der neu gestaltete Dorfplatz am Rand des Dorfmarktes mit einer kleinen Feier eingeweiht.

Peter Schütz
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Felix Naef, Gemeindeammann Martin Steinacher und Holzbildhauer Traugott Erdin (von links) an der Skulptur auf dem neuen Dorfplatz.

Felix Naef, Gemeindeammann Martin Steinacher und Holzbildhauer Traugott Erdin (von links) an der Skulptur auf dem neuen Dorfplatz.

Peter Schütz

Wegen der Etappenankunft der Tour de Suisse in Gansingen am 13. Juni musste die Fertigstellung des Dorfplatzes warten. Dessen Gestaltung hatten der Gemeinderat, Gemeindewerkführer Fredi Bühler und das Landschaftsarchitekturbüro Naef GmbH, Brugg, festgelegt. Die Arbeiten wurden vom Gemeindewerk Gansingen ausgeführt. Gemeindeammann Martin Steinacher attestierte dem neuen Platz am Samstag eine „super Ausstrahlung für das Dorf". Steinacher weiter: „Wir haben jetzt ein gutes Bauwerk und sollten die nächsten Jahre Ruhe haben."

Die ländlichen Strukturen Gansingens bildeten die Grundlage für die Platzgestaltung. So wurde für den Bodenbelag anstatt Rasen heimischer Juramergel verwendet. „Das ist ein Begegnungsplatz, deshalb brauchten wir einen begehbaren Belag", erklärte Felix Naef. Zwei Bänke und mehrere Sitzwürfel aus Sandstein aus Oberhofen laden zum Verweilen ein. Drei Linden spenden Schatten. Das Herzstück des Platzes ist eine Bronzeskulptur des einheimischen Künstlers Traugott Erdin. Sie zeigt den Gemeindebann von Gansingen. Erdin hatte „heimlich" ein Modell gemacht und das Motiv später in Holz geschnitzt. Die Vorlage wurde in einer Kunstgiesserei in Bronze gegossen. „Das war zwar ein Aufwand, aber man hat jetzt keinen Unterhalt mehr", sagte Erdin. Die Skulptur steht auf einem drei Hügel (Galten, Büren und Gansingen) symbolisierenden Sockel. Das Wappentier befindet sich in der verkleinerten Gemeindefläche. Erdin hatte sich hierfür am Gemeindeplan orientiert. Klein ist das Kunstwerk jedoch nicht. „Uns war es wichtig, dass es eine gewisse Grösse hat und man es sieht", bemerkte Martin Steinacher. Wichtig war zudem, „dass es eine Identifikation gibt", fügte er hinzu.

Die Einweihung des Dorfplatzes war das Sahnehäubchen nach einem langen Prozess. Den Projektierungskredit für die Sanierung der Dorfstrasse hatte die Gemeinde bereits im Jahr 2006 gesprochen. „Bis wir angefangen haben, ist es 2010 geworden", blickte Steinacher zurück. Die Planung lag bei Koch + Partner. Die Sanierung der Kantonsstrasse und die Erneuerung der Werkleitungen kamen insgesamt auf rund 2,5 Millionen Franken zu stehen - inklusive Dorfplatz. Die Gemeinde Gansingen steuerte 38 Prozent an die Strassensanierung bei. Sie kam ausserdem für die Werkleitungen und die Ausführung der Skulptur auf. Martin Steinacher und Felix Naef riefen die Dorfbewohner auf, den Dorfplatz anzunehmen. „Geniesst den Platz und nutzt ihn auch", so Steinacher.