Frick

Furioses Feuerwerk afrikanischer Musik im Meck in Frick

Ba Cissoko und seine Liveband sorgten im Meck in Frick für ein Feuerwerk afrikanischer Musik. ari

Ba Cissoko und seine Liveband sorgten im Meck in Frick für ein Feuerwerk afrikanischer Musik. ari

Am Samstag gastierte Ba Cissoko mit seiner Liveband im Meck, begeisterte mit afrikanischen Rhythmen sein Publikum und brachte ein Stück afrikanisches Lebensgefühl ins Fricktal.

Ein furioses Feuerwerk heisser afrikanischer Rhythmen zündete die Worldmusik-Band Ba Cissoko am Wochenende in der Kleinkunstbühne Meck in Frick. Die mitreissende Musik ging den Gästen unmittelbar in die Beine, und soweit es die drangvolle Enge auf der Tanzfläche zuliess, gaben sich die Zuhörer lustvoll und teils fast wie in Trance dem Genuss und dem Lebensgefühl des fernen Kontinents hin.

Auftritt mit Cousins

Die Formation umfasste neben Ba Cissoko, der meisterlich Kora spielte und sang, seine Cousins Kouron, Sekou und Abdoulaye Kouyate (Bolon, Bass, Electric-Kora, Tamani, Guitar), sowie Alihassan Camara (Drums, Percussion). Die Musiker spielten nicht nur energiegeladene, traditionelle Mandingo-Melodien, sie verschmolzen sie mit Jazz, Funk, Salsa und Reggae, rockten selbst kräftig mit oder hatten bluesige Nummern parat. Sie waren filigran meditativ, leidenschaftlich, druckvoll, ideensprühend, unbändig lebensfroh, modern und dennoch immer eng verwurzelt mit ihren jahrhundertealten Melodien.

Griot-Tradition

Ba Cissoko wurde in Guinea geboren, ist in einer Griot-Familie aufgewachsen, Musik gehörte schon immer zu seinem Leben. Griots sind Historiker und Erzähler zugleich, sie geben die Geschichten ihres Volkes von Generation zu Generation weiter. In seiner frühen Jugend wollte sich Ba Cissoko dem Fussball verschreiben, doch dann gelang es seinem berühmten Onkel, ihn für das Kora-Spiel zu interessieren.

Gemeinsam zogen sie von Dorf zu Dorf, später besuchte Ba eine Kora-Schule, er erlernte, die 21-saitige Kora-Harfe virtuos zu spielen. Mit einer eigenen Band spielte er in Hotels, perfektionierte seine Vorträge, schrieb seine aussergewöhnlichen Stücke selbst, machte sich schnell weltweit einen Namen, ohne je seine traditionellen afrikanischen Wurzeln zu verlassen. Heute lebt er überwiegend in Marseille, seine Touren führen die Formation rund um den Globus.

Lieder über die Heimat

In seinen Liedern sang Ba Cissoko über das Leben in seiner Heimat Guinea und seine Kindheit, schlug dazu wechselseitig mit Stöckchen und Händen seine Schultertrommel. Die Musikanten hatten wunderbar kleine Soli parat, trieben ein wenig Schabernack und animierten das Publikum zum Mitmachen.

Exotische kleine Kunstwerke waren ihre schönen Instrumente, fast berauschend die Stimmung im Publikum, das sich gerne von der exotischen Musik mitreissen liess. Mit einem atemberaubend temporeichen Wirbel an Schlagzeug und Trommel verabschiedeten sich die Musikanten von ihrem begeisterten Publikum, gaben dann aber doch noch einmal eine weitere kleine Kostprobe als Zugabe.

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