Rheinfelden
Fünf Millionen Franken für neues Badevergnügen

Die Sanierung des Strandbads in Rheinfelden läuft derzeit auf Hochtouren und soll bis zum Mai vollendet sein. Es entsteht ein Strömungskanal und das Becken ist beheizbar.

Peter Rombach
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Die Bauteile für den künftigen Strömungskanal liegen bereit.

Die Bauteile für den künftigen Strömungskanal liegen bereit.

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Die KuBa Freizeitcenter AG investiert stattliche 5,2 Millionen Franken in die Sanierung des Strandbades. Begünstigt vom milden Winterwetter laufen die Arbeiten derzeit auf Hochtouren, sehr zur Freude von Geschäftsführer Willy Vogt, der seit 2006 im Amt ist.

Auf einem Rundgang über die Baustelle erläutert er der Aargauer Zeitung den aktuellen Stand der Bauarbeiten, die als grosse technische Herausforderung gelten.

Im vergangenen Spätsommer standen in den leeren Schwimmbecken anlässlich der Gewerbeschau «Grenzenlos» noch die neuesten Automodelle von Firmen aus der Region, derzeit prägen ein Kran und andere Baumaschinen sowie diverses Material die Szene.

Handwerker wuseln an allen Ecken und Enden herum; ein Trupp ist gerade damit beschäftigt, Betonierarbeiten für die künftige Randfläche am Nichtschwimmerbecken fortzuführen. Willi Vogt stapft eine Treppenbrücke hinauf, von wo aus das Baustellenareal gut zu überblicken ist.

Dass bis nächsten Mai, wenn die Badesaison wieder beginnt, hier alles vollendet sein soll, erscheint dem Laien schier unvorstellbar. Doch Vogt zeigt Optimismus: «Mit diesem tollen Projekt liegen wir sehr gut im Zeitplan.»

Strömungskanal entsteht

Blicke schweifen über Chromstahl-Installationen im Nichtschwimmerbecken; das Material wurde schon Ende vergangenen Jahres angeliefert, ist an den zentralen Punkten bereits zusammengeschweisst. «Hier entsteht als neue Badi-Attraktion ein Strömungskanal», erklärt Vogt und meint mit verschmitztem Lächeln, «wohl der grösste in einer Fricktaler Badi.»

Ferner gibt es künftig im Becken eine Wasserinsel mit Fontänen. Doch all das erfordert meterlange Zuleitungen, zahlreiche Spritzdüsen und ein neues Pumpensystem. Natürlich auch angeschlossen an die Filterzentrale für sauberes Badewasser, deren Technik ebenfalls modernisiert wird.

Im Zuge der Sanierung entsteht übrigens die Chance, das Wasser um bis zu fünf Grad zu erwärmen. «In der Vorsaison, wenn die Sonne noch nicht so kräftig strahlt, möchten wir eine Wassertemperatur von 20 Grad erreichen», ist das Ziel von Geschäftsführer Willy Vogt, wovon er sich eine höhere Besucherfrequenz erhofft.

Technisch möglich ist dies, weil bereits Garderoben- und Restaurantgebäude der KuBa am Fernwärmenetz hängen und nun lediglich Leitungen noch verlängert werden müssen. Spätestens in zwei Wochen könnten auch die Arbeiten für das neue Kinderplanschbecken im östlichen Teil des Badi-Areals beginnen: Leitungen zur Filterzentrale verlegen, nochmals Betonier- und Umgebungsarbeiten und die Installation von Sprudeldüsen sind angesagt.

Versteckte Technik

«Das Anspruchsvollste auf dieser Baustelle ist die Koordination der unterschiedlichsten Arbeiten, die nicht alltäglich sind», stellt Willy Vogt den beteiligten Ingenieuren und Bauleuten ein dickes Kompliment aus. Er weiss, dass künftige Badegäste von der «riesigen Technik» nicht viel bemerken werden, weil grösstenteils unterirdisch oder in Wänden versteckt.

Die Auskleidung der Schwimmbecken mit Edelstahl dürfte aus seiner Sicht markant sein, ebenso die Verbreiterung der Ruhezonen entlang der Becken mit neuen Holzliegen. Und was den bereits abgerissenen Sprungturm am Rheinufer anbelangt, verweist Vogt auf eine noch zu realisierende Stahlkonstruktion mit Absprungplattformen in fünf, drei und einem Meter Höhe.

Ob es nach der Sanierung zu einer Erhöhung der Badi-Eintrittspreise kommt, muss erst der Verwaltungsrat der KuBa Freizeitcenter AG entscheiden. Präsident Urs Hohler erläutert normalerweise am traditionellen, grenzüberschreitenden Behördeneislauf, der diesmal am 6. Februar stattfindet, die Unternehmensstrategie.