Wenn der Verein Openair-Kino ruft, strömen die Neugierigen und Filmbegeisterten auf den Schalanderplatz inmitten der historischen, einmaligen Kulisse vom Feldschlösschen. Die Premiere präsentierte am Dienstagabend nach dem Eindunkeln die Schweizer Mundart-Produktion «Der Goalie bin ig». Obwohl das Openair-Kino nicht ausgebucht ist, strahlt OK-Chef und Vereinspräsident Daniel Schaffhauser: «Unser Team hat wieder viel geleistet, um kurzweilige, interessante Filmabende zu bieten.»

Auf Unterstützung angewiesen

Mundartproduktionen stehen weiterhin beim Publikum hoch im Kurs. Dies beweisen auch die gleich vier Schweizer Filmpreise, die der Film einheimsen konnte. Daniel Waser, Geschäftsleiter der Zürcher Filmstiftung, hielt am Rande des Filmfestivals Locarno gegenüber dem Mediendienst «Klein-Report» fest: «Der Film erhielt keine Gelder vom Bundesamt für Kultur und konnte nur dank Unterstützung durch die Zürcher Filmstiftung realisiert werden.» Und nun flimmerte der «Goalie» über die Riesenleinwand am Rheinfelder Openair-Kino.

«Keinesfalls nehmen wir die Filmauswahl auf eine leichte Schulter», versichert Daniel Schaffhauser. Längst hat sich der Event zu einem gesellschaftlichen Ereignis entwickelt, zumal sich Stadt und Brauerei mit Logistikleistungen engagieren und die Reihe von Sponsoren stattlich ist. «Ohne eine breite Unterstützung könnten wir all das nicht leisten», zeigt sich Schaffhauser dankbar. Für ihn ist klar, dass die «gute Mischung» im Programm auch den Erfolg ausmacht.

Vor dem Filmstart sorgen im Kinodorf diverse Catering-Betriebe für Genussreiches. Neben der Bratwurst stehen auch thailändische Spezialitäten auf der Speisekarte. Nicht zu überhören die jeden Abend wechselnden Musikshows auf der zentralen Bühne.

Der 100-Jährige ist ausgebucht

Dass der Freitagabend mit «Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand» längst ausgebucht ist, obwohl eintausend Sitzplätze zur Verfügung stehen, erfüllt das OK sichtlich mit Stolz. Schaffhauser: «Wenn das Wetter mitspielt, stimmen die Gästezahlen.» Und dies meint er wohl wissend, dass selbst Regen die unverwüstlichen Filmfans nicht abhalten kann, denn viele sind dann halt mit Pellerinen, Regenschirmen und Windjacken bestens ausgerüstet.

Am Samstag Nachmittag öffnet erstmals ein «Kinderland» auf dem Brauereiareal, um für Kurzweil und Kreativität beispielsweise beim Basteln des «Daumenkinos» zu sorgen. Zwischen 15 und 17 Uhr präsentiert das «Trionettli» musikalische Clownerien und Kinderlieder. An der Dernière läuft später «The secret life of Walter Mitty» in deutschsprachiger Synchronisation. Erzählt wird die Geschichte, wie ein vermeintlicher Trottel aus der existenziellen Not heraus zum initiativen Helden des Alltags wird. Lachen ist auch am diesjährigen Openair-Kino vielfach angesagt.